Warten auf den Tod 3 - Apocalypse Now

killerkarotte

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So, eine kurze Einführung in Teil 3:

WARTEN AUF DEN TOD 3 - APOCALYPSE NOW​
Seit den Ereignissen aus Teil 2 sind 3 Jahre vergangen. Michelle Montrose machte eine schreckliche Entdeckung: Ihre entführte Tochter wurde zu einem Monster, das Menschen ermordet und ihre Herzen frisst. Mit der Hilfe von Lucius konnte sie das Leid ihrer Tochter beenden - aber zu welchem Preis? Sie hat immer noch nicht die Antworten bekommen, die sie gesucht hatte. Und sie würde sie auch nie bekommen, denn diesmal war Lucius entgültig tot. Seine Seele war zerstört. Er würde nie wiederkommen. Inzwischen haben Michelle und Urashi geheiratet und leben in der Umbacano-Villa. Es ist mal wieder ein ganz gewöhnlicher Tag, voll mit Büroarbeit für die beiden...

Michelle brütet über einer Akte. Die Renjira-Krin fallen wieder in Leyawiin ein, Dunmer und Nord führen Krieg, die Orks beanspruchen auch mehr Land für sich. Probleme über Probleme... und keiner um sie zu lösen? Bald wird der Ältestenrat einen neuen Kaiser bestimmen müssen - der Lordkanzler ist definitv nur eine provisorische Lösung. Es klopft jemand an der Tür zu ihrem Büro. "Herein!" - "Kommandeurin Montrose?" Sie genießt es jedes Mal, wenn jemand ihren Rang ausspricht. Endlich ist sie den "Hauptmann" losgeworden. "Was gibt es?", fragt sie den jungen Kaiserlichen, der eingetreten ist. "Ich habe hier einen Brief für euch. Er stammt von Ancotar, dem Magier." Michelle ist überrascht. Was möchte der berühmte Hexenmeister, der die gildenfeindlichen Beschwörer vom Guten überzeugt hat, nur von ihr? Dankend nimmt sie den Brief an, setzt sich in ihren Sessel und öffnet ihn:

Sehr geehrte Kommandeurin Montrose,
Ich habe derzeit ein Anliegen bezüglich der Nekromanten. Wie ihr sicherlich zur Kenntnis genommen habt, konzentrieren sich meine Anhänger auf die Auslöschung der letzten Totenbeschwörer. Bei der Räumung einer ihrer Verstecke sind uns verschiedene, schwarzmagische Objekte in die Hände gefallen. Das meiste werden wir wie üblich an die Magiergilde weiterleiten; ein Objekt aber darf weder ihnen noch der Regierung in die Hände fallen. Es ist einfach zu gefährlich. Ich bin in Gefahr, ihr müsst euch beeilen. Erzählt möglichst niemandem von diesem Brief. Wenn die Nekromanten wieder diese Waffe in ihrem Besitz hätten, ich wage mir garnicht vorzustellen, was dann- Aber ich schweife ab. Daher bitte ich euch, da ich euch aufgrund meiner alten Freundschaft zu Gepard vertraue, schnellstmöglich zu mir in die Festung Caractacas zu kommen, damit wir ein weitere Vorgehen besprechen können.

Ancotar, Anführer des Beschwörerzirkels


Was soll sie davon halten? Eine schreckliche Waffe - was könnte das sein? Eins ist allerdings klar: Ancotar kannte ihren Vater. Ein guter Freund... Vielleicht kann er ihr weiterhelfen, ihre Fragen beantworten... Nur 10 Minuten später reiten sie und ihr Ehemann aus der Kaiserstadt und gen Norden...
 
Und weiter gehts:

Kapitel 2 - Schwache Erinnerung
Schon bald sind sie weit von der Kaiserstadt entfernt und drosseln ihr Tempo. Urashi fragt: "Und wie erklärst du dass ich mitgekommen bin?" Michelle lächelt: "Ich war leider gezwungen, den Leiter der Abteilung zur Bekämpfung dunkler Kulte, Hauptmann Urashi, zu informieren." Er erwidert ihr Lächeln: "Wie recht du doch hast. Irgendeine Ahnung, was das für eine Waffe sein könnte?" - "Nein. Ancotar hat ja leider auch nichts genaueres geschrieben. Ich vermute mal, es kann Tote wiederbeleben. Der übliche Mist."

Kurz darauf erreichen sie Festung Caractacas. Die ehemalige Ruine glänzt wie neu, seit die Beschwörer sie renoviert haben. Zusammen mit dem glühend roten Horizont, an dem die Sonne untergeht, wirkt die Szene einfach traumhaft. Wie gern würde Michelle sich jetzt einen Urlaub genehmigen, einfach mal abschalten und den Sonnenuntergang genießen. Doch ihr Augenmerk fällt noch auf etwas anderes: Das Tor zur Festung ist offen, aber das Fallgitter ist nicht nach oben gezogen, sondern eingerammt. "Verdammt, hoffentlich sind wir nicht zu spät..." Die beiden springen von ihren Pferden. Ein Magier taumelt ihnen entgegen. Er hält sich an den Bauch, an dem aus einer Wunde Blut strömt. 2 silberne Pfeile haben sich tief hineingebohrt. Der Magier sackt zusammen und fällt auf den Rücken. Der Khajiit eilt sofort zu ihm und versucht ihn zu retten. "Oh, Mist! Komm schon Junge, bleib am Leben! Was ist hier passiert? Waren die Nekromanten da?" Der Beschwörer spuckt Blut. "Nein..." Er kann kaum noch sprechen. "Schild... hinter den Kisten... im Übungssaal..." Eine nervöse Spannung liegt in der Luft. Der Sterbende blickt Urashi mit angsterfüllten Augen an. "Michelle..."
Man kann nur noch das Zirpen der Grillen hören. "Er ist tot."

Die beiden gehen weiter zum Eingang des Festungsgebäudes, und sehen 2 weitere Wachen, die mit Pfeilen niedergestreckt wurden. "Hm." Michelle starrt die Leichen nachdenklich an. "Michelle, was ist? Ziemlich schrecklich, was?" - "Irgendwas macht mich stutzig an der ganzen Sache. Nekromanten arbeiten mit Schlagwaffen und Zombies, nicht mit Pfeil und Bogen... schon garnicht erst mit Schilden... Und die Position der Leichen - sieh mal, sie scheinen den Angriff garnicht erwartet zu haben; fast so, als ob sie die Mörder gekannt hätten... Aber gut, gehen wir weiter." Sie begeben sich weiter in das alte Gemäuer. Überall liegen tote Magier, jetzt auch ein paar, die sich wohl gewehrt haben. Aber keine anderen Leichen. "Entweder haben sie ihre eigenen Toten rausgeschafft..." - "Oder was?" - "...oder wir haben es mit Experten zu tun. Ich erhoffe mir ersteres." Nach ein paar Minuten finden sie die Kammer von Ancotar. Urashi drückt die schwere Marmortür auf. "Ancotar? Kaiserliche Legion!" Tatsächlich erkennt Urashi in der Dunkelheit einen Körper, der sich noch bewegt. Die beiden stürzen zu dem schwer verwundeten Hochelfen. Es ist tatsächlich Ancotar.

"Hey, Ancotar. Ich bin´s, Michelle. Was ist hier passiert? Wo ist die Waffe?" Der Elf hat Schwierigkeiten, seinen Kopf zu Michelle zu heben. Seine Augen verengen sich und er kann kaum sprechen: "Verräter... und ich... habe dir vertraut, Mädchen! Noch nicht genug? Oh nein, Ancotar stirbt nicht so schmächlich - sondern ehrenvoll." Er hebt die Hand und murmelt mit letzter Kraft eine Beschwörungsformel. Über seinen Körper zieht sich eine hauchdünne Eisschicht. Der Hexenmeister hat sich mit einem Frostzauber getötet. "Wieso "Verräter"? Das ergibt keinen Sinn..." Die beiden starren eine Weile teilnahmlos auf den Toten. Und wieder eine weitere Chance auf Antworten tot? Ja, tatsächlich. Urashi bricht das Schweigen: "Vielleicht sollten wir nach "dem Schild" suchen. Wenn wir Glück haben, gehört er einem der Mörder." Sie suchen den Übungsraum, den sie auch nach kurzer Zeit finden. Hier liegt eine anders gerüstete Leiche, eine mit einer leichten Eisenrüstung. Aber so eine haben sie noch nie gesehen - oder doch? Es liegt Michelle auf der Zunge, aber sie weiß nicht mehr, woher sie die Rüstung kennt. "Tja, scheint, als hätten wir unsere Attentäter - oder einen von ihnen. Hey, er hat was dabei..." Urashi greift in seine Tasche. "Ein Brief:

Kannst du für mich nochmal zurück zu der Ruine? Hab meinen Schild im Übungsraum verloren, und meine Verletzungen erlauben mir keinen Rückmarsch. Bitte tu mir den Gefallen - Hauptmann Pallio verlangt sonst, das ich das Ding selber zahl. Ich besorg dir auch eine Extra-Ration Braten, versprochen.

Pius


Hm. Hauptmann Pallio."
Michelle denkt nach. "Ich glaube den Namen hab ich schon mal gehört. Die Rüstung kommt mir auch bekannt vor. Hm... Was hat der Magier gesagt? Hinter den Kisten?" - "Genau. Da hinten stehen ja schon welche." Nach nur wenigen Minuten wird Urashi fündig. Er hält einen dunkel gefärbten Schild mit goldenen Verzierungen hoch. "NEIN!", entfährt es Michelle. "Was ist? Erinnerst du dich jetzt, Schatz? Die Nekro-Banditen? Schwarzeisen-Räuber? Die Dunkelforstrotte?" - "Nein. Das ist nicht lustig. Dieser Mann ist ein Mitglied der Kaiserlichen Elitegarde, die wichtige und geheime Spezialaufträge ausführt. Besser ausgebildet als die Klingen."

Edit: So ein Mist, ein Satz und zig Fehler... jetzt müsste der "Experten"-Satz stimmen...
 
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Hi Killerkarotte,
ich finde bis hierher ist es eine gute Einleitung der gesamten Geschichte. Ein guter Beginn ist dir da gelungen. Natürlich ist man gespannt wie es weitergeht.
 
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Zwei Dinge, KK
1. VERDAMMT NOCHMAL, ist das ein guter Anfang

2. Du solltest versuchen, dir nichts aus den Fingern zu saugen, soll heißen, dass wenn du ne Schreibsperre ahben solltest, dann auch mal Pause zu machen. Den meisten Autoren passiert das nämlich, dass sie nach einigen erfolgreichen Shortstorys irgendwann ne Sperre kriegen.

Ach, und KK: MAch weiter so! Schon wieder ne Steigerung, definitiv merkbar!
 
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@Char Aznable,
da hast du schon recht, aber wenn man sich zwischen den Kapiteln zulange Zeit lässt, dann besteht vielleicht aber auch die Gefahr, dass man den Faden verliert. Es ist deutlich zu spüren, dass, je mehr und öfter Killerkarotte schreibt, desto besser wird er und die Story leidet nicht darunter. Außerdem hat er zum Schreiben zur Zeit eindeutig einen guten Lauf und das nutzt er auch, vollkommen richtig.
mfg.
Aspiria
 
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Es geht wieder mal weiter:

Kapitel 3 - Verwobene Intrigen
Michelle kann es nicht begreifen. Die Legion war ihr zuvor gekommen - sogar ihre besten Leute hatten sie geschickt. Und Ancotar, der einzige der ihr vielleicht helfen konnte, hat sie nur noch als Verräterin sehen können. Sie eilt nach draußen, raus aus den finsteren Hallen, raus aus dem Verwesungsgestank. Sie stolpert und landet auf dem feuchten Gras. Wieder einmal versagt. Michelle fängt an zu weinen. Urashi kommt hinterher und nimmt sie in den Arm. "Es ist doch schon gut..." - "Nein! Nichts ist gut! Er hätte mir helfen können! Und jetzt hat die Regierung ihn ermordet! Dabei hat er noch geschrieben, dass die Regierung die Waffe nicht bekommen darf...!" Urashi streicht seiner Frau die Tränen aus dem Gesicht. "Wir schaffen das schon. Wir gehen zum Lordkanzler und erkundigen uns nach dem Einsatz, ja?" Michelle schluchzt noch ein wenig, antwortet aber dann "Na gut. Auf zum Lordkanzler."

Am nächsten Morgen, nach einem warmen Bad und mit frischer Kleidung begeben sich die beiden zum Kaiserpalast. Die Wachen salutieren vor der Kommandantin; einer von ihnen öffnet ihr die Tür. Direkt gegenüber vom Eingang ist die Tür zum Ratssaal. "Ich bin hier, um mit dem Lordkanzler zu sprechen!", sagt sie zu dem stationierten Wachmann. "Verzeiht, Kommandantin, aber er befindet sich in einer Besprechung mit Hauptmann Pallio..." - "Das trifft sich gut!", schreit sie schon beinahe und stößt die Tür auf. Der Lordkanzler, schaut erschreckt zur Tür, während der Hauptmann eher gelassen wirkt. "Was wollt ihr, Montrose? Ich bin in einer wichtigen Besprechung mit dem Hauptmann-" - "Deswegen bin ich hier! Was ist bei der Festung Caractacas passiert? Die Beschwörer, unsere Verbündeten, sind von der Kaiserlichen Elitegarde ermordet worden!" Der Hauptmann kommt selbst zu Wort. Er ist ein großer, kräftiger Rothwardon mit dunklen, schluterlangen Haaren. "Es gibt Sachen, die euch nichts angehen! Woher wisst ihr überhaupt davon?" - "Das geht wiederum euch nichts an. In meiner Position habe ich ein Recht darauf zu erfahren, was das ganze soll. Nach Vertragsabschnitt 7, Klausel 42b vertrete ich die Legion und bin damit berechtigt, über Geheimeinsätze informiert zu werden! Was die Leute vom Rappenkurier wohl sagen würden, wenn sie das erführen?! "Kanzler lässt friedliche Magier ermorden"? Sprecht!" Der Elf knurrt sie wütend an, gibt aber schließlich auf: "Es geht um ein schwarzmagisches Objekt, das die Beschwörer nicht ausliefern wollten. Irgend so ein Nekromanten-Murks, was weiß ich... ich befolge nur die Anweisungen der Magiergilde. Sie haben uns darüber informiert, dass wir das Ding in Sicherheit bringen müssen. Die Erzmagierin hat es jetzt. Geht zu ihr, wenn ihr mehr wissen wollt. Sie sagte "mit allen Mitteln". Die wollten es uns leider nicht geben, tut mir Leid." Während Michelle den Kanzler in Gedanken mit ein paar nicht jugendfreien Wörtern verflucht, denkt sie über die Situation nach. Die Magiergilde lässt einen ihrer wichtigsten Verbündeten ermorden. Ist das Ding so wichtig, dass man über Leichen gehen muss?

Als das Paar auf der Brücke zur Geheimen Universität ist, sehen sie schon Rauchschwaden aufsteigen. Als sie näher kommen, flüchten ein paar verletzte Lehrlinge vom Universitätsgelände. Urashi packt einen von ihnen. "Lassen sie mich los! Ich muss hier weg!" - "Langsam. Was ist hier los?" - "Die Nekromanten greifen an! Sie wollen die geheime Lieferung, die die Erzmagierin heute bekommen hat!" Der Junge kann sich losreißen und rennt weg. "Na super! Noch mehr tote Magier!" Sie rennen zum Tor, doch als sie es durchschreiten sehen sie erst die Ausmaße des Angriffs: Die Wachen liegen verstreut in ihrem eigenen Blut quer über den ganzen Hof. Ein paar erfahrene Magier - die unerfahrenen sind tot oder geflüchtet - bekämpfen die Nekromanten. Untote wanken über das Schlachtfeld und erschweren den Kampf. Michelle schreit auf: "Sieh mal, da oben!" Carahil steht zusammen mit einem Nekromanten auf der Spitze des Turms, wo man schon vor Jahren eine Aussichtsplattform errichtet hat. "Schnell, nach oben!" Sie hechten quer durch die Lebenden, Halblebendigen und Toten, bis sie an der Treppe zum Turm ankommen. Ein Totenbeschwörer versperrt ihnen den Weg, ist dank Michelle aber gleich darauf einen Kopf kürzer. Sie hasten immer schneller die Treppe hinauf, bis sie oben stehen. Beide Hexer stehen am Rand der Plattform. Der maskierte Nekromant flüstert: "Gib mit die Phiole! Los!" - "Niemals!" Der Nekromant lacht grimmig. "Na gut, du hast es so gewollt!" Er packt Carahil, schubst sie nach unten. Sie knna kaum reagieren. Er spricht einen Zauber. Die Phiole gleitet aus ihrem Mantel in seine Hand. "WIR HABEN ES! RÜCKZUG!" Er spricht einen hierzulande verbotenen Levitationszauber und flüchtet einfach durch die Luft, und mit ihm die Waffe. "Was glaubst du, was es ist, Michelle?" - "Ein Gift? Ein Virus? Wer weiß..." Sie gehen nach unten, wo die paar Magier, die noch leben, sich vor Schmerzen krümmen. Michelle sucht bei Carahil nach dem Puls - sie findet keinen mehr. Es fängt an zu regnen. Die nassen Tropfen spülen das Blut weg; es ist, als ob der Himmel die Opfer beklagen würde. "Wir müssen diese Leute finden - sonst ist Cyrodiil, und vielleicht auch ganz Tamriel, verloren!"
 
Hallo,
ich zitiere mich selbst.
Es ist deutlich zu spüren, dass, je mehr und öfter Killerkarotte schreibt, desto besser wird er und die Story leidet nicht darunter. Außerdem hat er zum Schreiben zur Zeit eindeutig einen guten Lauf und das nutzt er auch
Wunderbare Geschichte, einfach klasse, genial. Wird nicht langweilig, passiert immer etwas....... das ist wirklich gut.
mfg.
Aspiria
 
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Wieder ein bisschen kürzer, aber die Festung wird nunmal erst das fünfte Kapitel:

Kapitel 4 - Zitterndes Bündnis
Nach 2 Stunden Papierkram wegen dem Angriff auf die Geheime Universität, können die beiden endlich ihren Weg fortsetzen. "Der Kerl ist nach Süden. Ich habe ungefähr gesehen, wo er gelandet ist, und wenn ich mich nicht täusche...", sagt sie, während sie die Karte fragend absucht, "dann sind sie ungefähr beim Sheogorath-Schrein." - "Sheogorath also auch noch? Wer ist denn in diese Geschichte noch alles involviert... und welcher Vollidiot hat ihnen allen davon erzählt?! Wenn ich den erwische!" - "Schon gut. Vielleicht können uns die Sheogorath-Anhänger helfen. Sie haben bestimmt etwas gesehen."

Nach mehrstündigem Ritt sehen sie endlich die Statue des Wahngotts. Da es regnet, halten die Gläubigen gerade ein Ritual ab. Nein, oder wälzen sie sich bloß im Dreck und grunzen wie Schweine? Wer weiß. Urashi spricht einen der grunzenden Männer an: "Hey du! Hast du irgendwelche Totenbeschwörer gesehen?" - "Wenn es tot ist kann man es essen - wenn es lebendig ist auch. Oder doch nicht? Ich kenne keinen, der Essen beschwört. Siehst du nicht den Rosa Käsekuchen mit grünen Augen?" - "So kommen wir nicht weiter-" Sie werden plötzlich durch fremde, weibliche Stimmen unterbrochen: "Den Segen des Wahngotts! Wo ist die, die Verbrecher bestraft und sich Montrose nennt?" Sie drehen sich um: Ein Batallion Mazken, eins der Aurealen, der Torwächter, und einige gezähmte Kreaturen mit ihren Bändigern. Michelle tritt nach vorne: "Das bin ich. Was kann ich für euch tun?" Eine Aureale mit besonders verziertem Helm tritt ebenfalls nach vorne: "Der Wahngott wünscht die Waffe der Nekromanten in seinen, und somit sicheren Händen. Wenn ihr uns zeigt, wo wird diese Leute finden, bringen wir die Waffe auf die Shivering Isles und Tamriel wird damit nicht mehr belästigt werden - nie." Michelle denkt über das Angebot nach. Zwar ist ein psychisch debiler Herrscher auch nicht besser, aber immerhin bliebe Tamriel verschont. "Also gut. Ich glaube, sie sind da in dieser Richtung, folgt mir!"

Sie stapfen eine Weile durch Büsche und Dickicht, bis zwischen den Blättern etwas weiß-gelblich durchschimmert. Es ist tatsächlich der Eingang zu Einer unterirdischen Festung! "Okay. Wie sollen wir ab jetzt vorgehen, Pelaurig?" - "Ihr kennt meinen Rang? Nicht schlecht für eine Sterbliche. Wir stürmen die Festung. Wenn möglich teilen wir uns auf. Ein paar meiner Leute werden die Ausgänge bewachen, damit diese Hunde nicht entkommen. Wir werden sie ausmerzen, wie die dreckigen Schaben, die sie sind!" Zwei der Mazken öffnen das schwere Tor zur Festung. Es ist Zeit, die Nekromanten auszulöschen - ihre letzte Hochburg des Todes, das letzte Gefecht.
 
Ich bleibe bei meiner Meinung aus meinem vorherigen Post. Weiter so.
Deine Schreibgeschwindigkeit ist bemerkenswert.
 
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Weitere 649 Wörter Spannung; jetzt gehts ans Eingemachte!

Kapitel 5 - Stadt der Toten
Stumm marschieren Soldaten durch das Tor. Der Torwächter und einige Baliwogs werden zur Bewachung abkommandiert. Der Rest der Armee verteilt sich auf die 3, von der Eingangshalle in verschiedene Richtungen verzweigenden, Wege. Michelle führt ihre Leute in den Nordwest-Tunnel, Urashi übernimmt das Kommando über die Nordost-Truppe, und die Pelaurig stürmt mit dem Großteil der Armee den Nördlichen Haupttunnel.

Michelle und ihre Soldaten marschieren durch die eng gewundenen Gänge. Zwar treffen sie kein einziges Lebewesen, aber bei einem Angriff wären sie in dem engen Gang aufgeschmissen. Endlich scheint er sich zu weiten, breit genug, um ein halbes Dutzend der Daedra in einer Reihe auszustellen. Während sie so marschieren, spricht Michelle eine der Mazken an: "Soldat!" - "Ja, Herrin?" - "Könnt ihr mir sagen, woher der Wahngott von der Waffe der Totenbeschwörer weiß?" - "Verzeiht, aber ich erfülle nur meine Befehle. Ihr müsst euch an die Pelaurig oder unseren Herrscher persönlich wenden." - "Hm. Gut..." - "Uns ist nur bekannt, dass wir euch aufsuchen sollten." Jetzt weiß sie schon, wohin sie später muss: Mit den Daedra auf die Shivering Isles, zu Sheogorath persönlich. Ihn fragen, woher er die Information hat. Den Informanten finden und töten. Der Mann, der so viele unschuldige Menschenleben auf dem Gewissen hat. Sie treffen auf die ersten Nekromanten, die von den Daedra aber mühelos getötet werden können. Michelle schlägt sich mit einem Eifer durch die Truppen wie noch nie. Kaum einer der Beschwörer schafft eine Bewegung, bevor ihm schon sein Schädel von den Schultern fällt. Nach unzähligen Kämpfen kommen sie in einer Art Haupthalle an. Die anderen Wege scheinen auch hier zu enden. Doch wo bleiben die anderen Truppen?

Ein paar Verletzte Aureale hinken aus dem Gang, in dem Urashi war. "Oh, verdammt, er ist doch nicht etwa- Ihr da! Was ist passiert?" Eine der Heiligen hinkt zu Michelle: "Wir sind in einen Hinterhalt geraten... Verschiedenste tödliche Fallen! Fallgitter, Pfeile, Giftgas, alles mögliche..." - "Und Urashi? Was ist mit meinem Mann?!" - "Als er versuchte, 2 von uns zu retten, trat er auf ein brüchiges Gitter. Es brach durch und er fiel in die Lava darunter... Ich fürchte, er ist tot. Es tut mir Leid." Michelle kann es nicht fassen. Ein weiteres Mal verliert sie einen geliebten Menschen. Ein Lava-Loch. Sie wird ihn nicht einmal beerdigen können. Doch durch die Trauer kommt auch Wut, Wut auf den Informanten, ja richtiger Hass, und auf die Nekromanten sowie Hauptmann Pallio. Sie alle sind schuld... Sie müssen alle sterben. Aus dem mittleren Gang humpelt die Pelaurig. Michelle will sie stützen, aber sie schreit: "NEIN! Geht weg von mir! Sie haben es an mir ausprobiert! Ich werde nicht mehr lange leben - aber schon bald wiedergeboren werden! Die anderen sind schon alle tot!" - "So beantwortet mir noch eine Frage: Wer erzählte Sheogorath von der Waffe?" - "Ich war dabei. Ein... ein kräftiger, dunkelhäutiger Mensch. Rothwardon, nicht wahr? So nennt ihr sie doch. Er hatte eine dunkle Rüstung mit goldenen Verzierungen. Hilft euch das?" - "Danke, ja. Wir sehen uns irgendwann auf den Inseln..." - "Ja.", haucht die Daedra zum letzten Mal und schließt ihre Augen. Ihr Körper kippt nach hinten und bleibt liegen. Langsam schwindet die Wärme aus dem goldenen Fleisch.

Ein weiteres großes Tor gibt es in der Haupthalle. Dahinter sind mit Sicherheit die Anführer und die Waffe. Michelle lässt das Tor von den Soldaten öffnen und schaut in die eher klein geratene Halle. Sie gibt den Kriegern ein Zeichen zu warten. "Das ist meine Angelegenheit." Sie schreitet einen langen, roten Teppich entlang. An seinem Ende steht ein Thron. Und darauf sitzt er: Der maskierte Nekromant. Michelle brüllt, während sie immer näher kommt und ihr Schwert zieht: "Nimm die Maske ab, damit ich sehe, wessen Kopf ich abschlage, du Hund!" Der Maskierte lacht ein grimmiges Lachen. "Hund trifft es nicht ganz, Michelle..." Er nimmt die Maske ab und grinst unverfroren. Jegliche Farbe weicht aus dem Gesicht der Kommandeurin. "DU?! Aber das ist unmöglich..."