Warten auf den Tod

killerkarotte

Vertrauter
Hi, ich hab mir gedacht: Es gibt hier so tolle Geschichten über das TES-Universum, wieso schreib ich nicht selbst mal was? Hier ist jetzt das, was ich mir überlegt habe. Die Geschichte handelt von einem Magier, der... aber lest doch selbst:

WARTEN AUF DEN TOD
Lucius wurde am Todestag des Helden von Kvatch geboren.
Nie musste er miterleben, wie schrecklich die Zeiten während der Oblivion-Krise waren, nie sah er den Helden von Kvatch, den er nur zu gerne getroffen hätte. An jenem Tag, als ihm sein Großvater von diesen Zeiten erzählte, wurde ihm sein Lebensziel klar: Er wollte, nein: er musste Nirn vor der Anwendung bösartiger Magie bewahren. So geschah es, dass er schon im Alter von 16 Jahren der Magiergilde beitrat. Mit 19 war er dann Lehrer an der Geheimen Universität, und mit 24 wurde er aufgrund seines Engagements bei der Bekämpfung von Nekromantie und Daedra-Beschwörung von Raminus Polus zum Hochmagier ernannt. Die amtierende Erzmagierin, Carahil, lobte ihn immer im größten Maße.

Doch tief in seinem Herzen spürte er eine Leere. Er wusste: Mannimarco war endgültig tot, seine Gefolgsleute verstreut. Die Daedra-Anbeter verhielten sich ruhig und hielten harmlose Rituale ab (wenn man von den skurillen Ideen der Sheogorath-Anhänger absah) und bösartige Beschwörer waren unter dem Hexenmeister Ancotar zum Guten vereint worden. Doch tief im Inneren bedrückte ihn etwas, aber er wusste es nicht. Langsam, aber klar änderte er sich: Die Razzien gegen Hexenzirkel wurden häufiger und brutaler; statt wie sonst alles möglichst friedlich ablaufen zu lassen, zerhackte er die "Anderen". Der einst so besonnene Lehrmeister, der einem Schüler, der einen Skamp oder ähnliches heimlich beschwor, einen freundlichen Tadel gab, war jetzt drauf und dran ebenjenen Schüler aus der Universität zu prügeln. Mit jedem zerfetzten Beschwörer wuchs die Leere und steigerte seinen Hass. Bis zu jenem Tag.

Hauptmann Montrose, der Experte für Attentate der Dunklen Bruderschaft, ging auf ihn zu, während er in ein Buch vertieft war. Trotz dieser Tatsache entging ihm nicht, dass der Hauptmann nervös wirkte. "Lucius!", rief er. "Gepard, was kann ich für dich tun?" Schon ein paar Mal hatten sie zusammengearbeitet, wenn es um Identifizierung von Leichen ging, oder die unbeholfenen Schergen des Hauptmanns wissen wollten, wie sie einen Zombie schnellstmöglich loswerden sollten. Gepard hatte immer eine gewisse Autorität ausgestrahlt. Selbstbewusstsein, Kraft, die Männer respektierten ihn. Autoritäten. Die einzigen, die Lucius nicht mehr wie Dreck behandelte. Zum ersten mal aber sah er seinen Bekannten in einem derartigen Zustand. Er war nicht nur nervös, die Angst stand ihm regelrecht ins Gesicht geschrieben. "Lucius, hör mal... Wir haben da ein Problem bei einem Fall. Offenbar haben hochrangige Assassinen für ein wichtiges Treffen die "Herberge zum betrunkenen Drachen" als Treffpunkt auserkoren. Ein sehr wichtiges Treffen."
Gepard fing an zu zittern. "Wie kann ich dir dabei helfen?" fragte Lucius, die Augen auf das Buch gerichtet. "Ich war dabei, als wir die Taverne beobachtet haben. Einer meiner Männer, Tavis, meinte sie töten zu können. Ich befahl ihm zu warten, aber er hörte nicht. Und dann... er hat... ist..." Lucius war immernoch auf des Buch konzentriert. "Gepard, das fällt nicht in mein Metier. Es tut mir Leid, wenn einer deiner Männer ermordet wurde, aber ich darf die Universität nicht grundlos verlassen! Was soll das?!" Montrose schluckte. "Er... rannte los, direkt in die Arme von zwei Ruhigstellern. Einen wehrte er mit seinem Schild ab, der andere aber..." Wieder machte er eine Pause. "Er hackte ihm mit einem Schwerthieb seinen Arm ab! Ich dachte, sie würden ihn niederstechen, aber dann... Plötzlich gingen sie einfach zurück ins Gebäude. Und sein Arm...
...
...
...
Bei den Neun, Lucius! Der Arm lebte plötzlich weiter, kroch an Tavis Bein hinauf und die Hand erwürgte ihn! Er wurde von seiner eigenen Hand erwürgt! Und noch schlimmer, die Hand ergriff sein Schwert und rammte es in sein Herz! Sag mir, Freund, was ist das für eine kranke Perversion der Magie?! Du musst uns helfen!" Lucius blickte von seinem Buch auf und blickte Gepard an. Die Tränen standen ihm in den Augen. "Bitte..." Lucius sah ihm nur kalt entgegen. Schließlich antwortete er: "Das schwarze Herz."

Tja, jetzt hoffe ich mal auf Feedback. Freue mich natürlich über Kritik, aber bitte nicht schlagen, ist meine erste Geschichte. Wenn sie halbwegs gut ankommt, schreib ich auch weiter. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin jetzt einfach mal Ehrlich:
Du bist 14 und es ist deine erste Geschichte. Unter diesen Vorraussetzungen habe ich persönlich schon schlechteres gesehen; ich wollte mit fast 14 (13 4/5:-D) auch mal ein Buch schreiben... nach dem dritten Kapitel habe ich aufgehört, da ich alles nochmal gelesen habe und es ein kompletter Schmarrn war^^
Also von dieser sicht erstmal ein Lob:good:

Aber es kommt noch nicht an das Niveau der meisten anderen Geschichts-Schreiber hier im Forum ran. Was micht persönlich noch ein wenig stört ist das:
[...] (wenn man von den skurillen Ideen der Sheogorath-Anhänger absah) [...]
Anstatt Klammern zu setzen sollten in Bücher und Kurzgeschichten eher Gedankenstriche:
[...] - wenn man von den skurillen Ideen der Sheogorath-Anhänger absah - [...]
Und du solltest vielleicht mehr Adjektive einbauen. Ansonsten noch kräftig üben und nach ein paar Kapiteln wird man schoneinen grossen Fortschritt erkennen. Aber das ist nur meine Meinung und nicht die Kritik eines Erfahrenen Schreiberlings^^

Ansonsten eben wie gesagt üben, denn etwas Talent hast du mMn schon, dann wird das schon was, wie schon oben erwähnt war ich vor zwei Jahren schlechter als du, ob ichs jetzt bin weis ich nicht, aber ich würde mich auf alle Fälle über mehr Lesestoff freuen;)
 
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Leute, ich hab hier 45 Hits. Einer von mir, einer von Smonsch, und den dritten weiß ich glaub ich auch. Das heißt, noch 42 die die Geschichte vielleicht hassen (hoffentlich nicht :D). Es wäre wirklich nett wenn ihr kurz was schreibt (1, 2 Sätze reichen auch)! Es wäre nämlich motivierender, wenn ich wüsste, wie viele dieser 44 Leute auch noch weiterlesen würden! Trotz alledem, hier ist dann das 2. Kapitel:

Kapitel 2 - Das schwarze Herz
Der ganze Platz verstummte urplötzlich. "Komm mit", sagte Lucius. Sie gingen in die Mystischen Archive, die das ganze Wissen von Cyrodiil beinhalteten. Lucius suchte nach einem bestimmten Buch, fand es und zeigte es dem Hauptmann. "Seht her: Das "Schwarze Herz" war ursprünglich ein falsch übersetzter ayleidischer Begriff. Man geht davon aus, das der göttliche Kreuzritter Pelinal Weißplanke ihn gegenüber Umaril dem Ungefiederten benutzte und "Unreines Herz" meinte, also eine Person, die von purem Hass erfüllt ist. Wir, die Normal-Sterblichen handeln zwar entweder gut oder böse, aber in jedem steckt auch etwas von der jeweils anderen Seite. So aber nicht mit den "Reinen", die entweder pur gut oder pur böse sind. Die Nekromanten griffen den Begriff auf, und bezeichneten die Berater ihres verdammten Meisters, Mannimarco -", Lucius spuckte bei der Nennung des Namens auf den Boden, " als "das schwarze Herz". Sie sind wichtige Führungsorgane, aber wir waren überzeugt, dass sie ohne ihren Herrn hilflos sind - bis heute. Die Technik, die der Nekromant bei der Herberge angewandt hat, kann nur von Mannimarco persönlich erlernt werden. Ein normaler Totenbeschwörer kann den Lehrvorgang nicht überleben, deshalb erhalten nur die Härtesten und Brutalsten dieses Privileg. Sieh dir einmal das Buch an..."
Der staubige Wälzer mit dem zerfledderten Einband machte einen unscheinbaren Eindruck, aber kaum öffnete Gepard ihn, sprangen ihm die finsteren Runen und Formeln fast schon ins Gesicht. Der Hochmagier blätterte auf eine bestimmte Seite, auf der mehrere Abbildungen zu sehen waren. "Hier", sagte er, "sieht man das ganz gut. Da auf der Abbildung, das ist der Schüler. Er muss möglichst viele Teile der Leiche zusammensetzen, damit er ein gutes Ergebnis erhält. Ein Fehler und der Zombie ist nutzlos oder bringt den Beschwörer um. Und da drüben, das ist ein Nekromant des schwarzen Herzens. Er braucht nur einen kleinen Teil eines Körpers, den er wiedebeleben kann und erhält schon eine tödliche Waffe, die ihm absolut treu ergeben ist." Lucius legte das Buch zurück und sah dem blassen Gepard direkt ins Gesicht: "Da hast du ja wieder was ausgegraben..." - "Aber... was sollte das mit dem Schwert?! Wieso hat er das Schwert in Tavis´ Herz gerammt?", schrie Montrose jetzt beinahe. "Das scheint das Markenzeichen von ihnen zu sein - so wie mit der Mutter der Nacht und den Steinen auf den Augen, du verstehst? Jetzt lassen wir das aber lieber: Wir fahren morgen bei Sonnenaufgang los. Besorg uns eine Kutsche und sammel deine besten Männer - das wird ein harter Kampf." Mit diesen Worten verabschiedete er den Hauptmann, wohlwissend, dass sie in ihr Verderben laufen würden...

Zeitgleich in der Herberge zum betrunkenen Drachen:
Die Stimmung in der Herberge war auch nicht besser als in der Geheimen Universität. Ein paar dunkel gekleidete Figuren saßen an den Tischen, unterhielten sich flüsternd oder tranken Alkohol. Nur ein älterer Bretone mit langen, grauen Haaren saß an der Theke. Er hielt die Augen geschlossen, sodass man meinen könnte, er würde schlafen. Der Wirt sprach ihn an: "Herr? Herr? Seid ihr wach?" Der Alte öffnete die Augen und knurrte: "Was ist?" - "Hört mal, was war das gestern eigentlich für ein Lärm? Eure Leute ließen mich nicht nach draußen... Puh, was ist das für ein Gestank? Verzeiht, aber ihr riecht nach totem Fleisch..." Der Bretone sah ihn mit ausdruckslosem Gesicht an. "Ich dachte wir könnten das vermeiden, aber egal. Bricht-die-Knochen, Velam, holt mir einen Kartoffelsack." Der Wirt blickte ihn entgeistert an: "Herr? Was soll das?" Der Greis schnippste mit den Fingern, murmelte eine Formel und betrachtete grinsend wie der Wirt verzweifelt versuchte wieder Luft zu bekommen, während seine Augäpfel sich um 180° drehten und schließlich hinausfielen. Der nun blinde Körper presste die Hände an die Kehle und versuchte zu schreien, aber es kamen nicht mehr als ein paar Zischlaute heraus. Sein Gesicht lief blau an, bis der Körper zusammensackte und auf dem schmutzigen Tavernenboden landete. Die beiden Männer, die der Alte losgeschickte hatte, waren wieder da und steckten die Leiche in den Sack. "Schnell, bringt ihn raus, bevor der Zauber richtig wirkt!" Die beiden folgten stumm seinem Befehl und warfen den Sack vor die Tür, wo er den Hügel hinabrollte und an einer alten Eiche hängen blieb.
Ein Wildschwein, auf der Suche nach Futter, stupste den Sack mit dem Rüssel an. Im Sack gab es eine Explosion, die diesen mehrere Meter weit schleuderte. Das braune Leinen färbte sich rot...

Los Leute! Kritisiert, was das Zeug hält!:)
 
Auch wenn Schreibtalent vorhanden ist sind die Geschichten über das TES-Universum mehr als ermüdend. Man bedient sich einer vorgefertigten Welt, in der schon so ziemlich alles vorhanden ist - nicht, dass das schlecht wäre: Markus Heitz' Bücher sind teils auch in unserer Welt angelehnt, allerdings erschafft er teils vollkommen neue Sachen und kann Spannung aufbauen wie wenige andere. Joanne K. Rowling's Harry Potter sind ja auch teilweise in England angesiedelt, doch hat sie Hogwarts wieder vollkommen neu erschaffen. Von der Geschichte, die im Grunde vollkommener Standard-Schund ist, mal abgesehen schreibt sie doch relativ gut.

Doch habe ich in Geschichten über das TES-Universum noch nie Sachen gesehen, die vollkommen neu erschaffen wurden, teilweise werden auch einfach Inhalte des Spiels umgeschrieben.


Das ist nur meine subjektive Ansicht dazu. Wie gesagt, Talent hast du, auch wenn es noch ausbaufähig ist.
 
Ja, Dostha mal wieder. Unser Chef-Literatur-Intendant....:lol: Dir kann man es nie Recht machen...

@ Killerkarote:

Ich frage mich, ob du durch meine Stories zu Schreiben von TES-Geschichten animiert wurdest....:D
 
@Jagar Tharn:
Ein bisschen vielleicht (die von dir sind ja auch super!):). Aber sag doch lieber was zur Geschichte. (Wieso klicken so viele Leute die Geschichte an, ohne überhaupt irgendeinen Kommentar zu hinterlassen? Ich schreib jetzt Scharesoft, dass ich eine Funktion will, mit der ich rausfinden kann, wer alles die Geschichte gelesen aber noch nichts geschrieben hat! :lol: Kommt schon Leute, eure Meinung (auch negative) ist mir wichtig!)
 
Auf die Gefahr, dass das jetzt vielleicht doch mehr als 0,5 User lesen das 3. Kapitel:

Kapitel 3 - Alte Bekannte
Die Truppe aus 8 Legionären, dem Hauptmann und Lucius machte sich auf Richtung Dunkelforst. Nach einer beschwerlichen Reise in einer kleinen, stinkenden Kutsche stiegen sie aus. Lucius bemerkte gleich, wie der Wind ihm seine schwarzen, langen Haare aus dem Gesicht wehte, deshalb zog er die Kapuze seines abgetragenen Mantels über den Kopf. Montrose zeigte nach oben: "Da, seht mal!" Alle Blicke richteten sich auf den grauen Himmel. Die Sturmwolken schienen einen Schädel zu bilden. "Was schlagt ihr vor, Hochmagier?", fragte einer der Soldaten. "Wir sollten und aufteilen. Eine Gruppe bewacht den Eingang und kann im Notfall flüchten. Die andere räuchert dieses stinkende Loch aus. Wer kommt freiwillig mit?" Alle meldeten sich. Lucius war beeindruckt - so eine Treue hatte er noch nie gesehen: Treu bis in den Tod. Der Hauptmann musste dann tatsächlich auslosen, wer mit hinein durfte und wer draußen bleiben musste. So gingen die beiden, mit 3 Legionären ihrer Seite, zur Herberge. Einem fiel der stinkende, blutdurchtränkte Sack auf: "Igitt! Was ist denn das schon wieder?" Lucius ging näher, öffnete den Sack und sah hinein. "Bäh! Das war wohl mal der Wirt - allerdings haben sie ihn verzaubert. In Fachkreisen nennen wir das den "Organ-Schmelzer". Für Menschen nicht sehr schön, aber wenn Malacath feiert ist das DER Party-Gag schlechthin!" Zu seiner Freude hatte sich keiner der Soldaten übergeben müssen, Angst bekommen oder eingenässt. Sie stiegen den Hügel hinauf, bis sie an der Tür angekommen waren.

"Irgendwas stimmt hier nicht...", meinte Lucius. "Den Geräuschen nach feiern die - und Nekromanten sind nicht unbedingt die größten Partylöwen." Einer der Legionäre, ein älterer Kaiserlicher, trat nach vorne: "Dann haben wir ja nicht viel zu verlieren. Vielleicht sind die Mörder schon wieder abgehauen." Bevor ihn jemand aufhalten konnte hämmerte er gegen die Tür und rief: "Aufmachen, Kaiserliche Legion!" Ein Bretone mit langen, grauen Haaren und einem breiten Grinsen öffnete die Tür. "Ja, was kann ich für sie tun? Geschlossene Gesellschaft heute." - " Wir sind hier, um das Gasthaus nach Verbrechern zu durchsuchen. Können wir eintreten?" - "Leider nein, heute feiert wie gesagt eine geschlossene Gesellschaft. Kommt doch morgen wieder."
Plötzlich trat der Hochmagier aus dem Hintergrund, schob den Soldaten zur Seite und flüsterte: "Wie wollt ihr feiern? Der Wirt gammelt da hinten in einem Sack. Du als kriecherischer Wurm-Einsiedler verlernst auch keinen Zauber mehr, was? Und jetzt, wo Mannimarco tot ist, biederst du dich Sithis an? Schande über dich! Wahrscheinlich hast du die Geheimnisse des Wurm-Ordens schon an den Zuhörer weitergetragen? Wäre ja nicht das erste Mal, das du desertierst und deine Freunde hintergehst, Marc Janille!" Der alte Mann wurde bleich, sein Grinsen verschwand und die Feiernden verstummten. "Wer bist du!?", schrie er, und griff nach der Kapuze. "Lucius?!"
 
Ja, Dostha mal wieder. Unser Chef-Literatur-Intendant....:lol: Dir kann man es nie Recht machen...

@ Killerkarote:

Ich frage mich, ob du durch meine Stories zu Schreiben von TES-Geschichten animiert wurdest....:D

Nur weil ich Geschichten über TES ausgelutscht und langweilig finde, kann man es mir nie Recht machen? Setz mir eine anständige Geschichte vor, bei der man merkt dass auch was dahintersteckt, dann kriegst du evt. mal eine positive Antwort von mir.
 
Nächstes Mal füg ich eine Umfrage ein, damit ich weiß wieviele noch lesen :lol: Na immerhin, 152 Hits können ja nicht alle die Geschichte hassen:

Kapitel 4 - Warten auf den Tod
Mit einem Schlag waren alle Lichter in der Taverne gelöscht. Keine Musik ertönte mehr, es war totenstill. Lucius lachte: "Du alter Narr! Kaum lenkt man dich ab, lösen sich deine Ilusionen auf. Wahrscheinlich hast du den Zauber von einem Sanguine-Verehrer. Ach nein, du bist denen ja auch beigetreten und kurz darauf wieder abgehauen - mitsamt aller Opfergaben. Mit Verlaub, du bist der schlechteste Betrüger, den ich je gesehen habe. Der Wurmkönig wäre enttäuscht von dir." Weiter kam er nicht, da ein Wurfmesser aus der Dunkelheit auf ihn zugeschossen kam, dem er nur knapp ausweichen konnte. "Und jetzt arbeitest du mit den Kindern Sithis´. He, Leute, wie wärs wenn wir mal reden?" Eine unangenehme Spannung lag in der Luft. Lucius wusste, jetzt setzte er alles auf eine Karte.

Mehrere unheilvolle Sekunden vergingen. Tatsächlich aber trat jetzt ein schlanker Dunkelelf in einer schwarzen Robe hervor: "Wieso sollten wir mit euch reden, Hund?" - "Ich möchte lediglich wissen, was das Ganze soll. Wisst ihr, auch ich bin mit vielen Praktiken der Bruderschaft vertraut: Aber das ergibt keinen Sinn. Warum verbünden sich Mörder und Nekromanten? Ist es nicht so, dass Sithis keine Untoten unter seinen Anhängern sehen möchte? Was ist mit der Auslöschung der Purpurnarben?" Der Dunmer zögerte einen Moment, antwortete aber dann: "Ich sehe, ihr seid nicht dumm. Die Purpurnarben haben einen Fehler gemacht, sie haben sich über ihre Brüder gestellt. Dabei liebt der dunkle Vater alle seine Kinder gleich, und bestraft die, die meinen, sie wären besser. Die Zeichen der Zeit zeigten uns, dass die Nekromanten nützliche Verbündete sind. Heute ist der Tag. Der Tag, an dem Sithis uns erlauben wird, den Wurmkönig wiederzubeleben. Mit seiner Hilfe werden wir ihn rufen - der dunkle Vater wird zu seinen Kindern treten und ihnen helfen, Nirn zu erobern. Und ihr werdet uns nicht aufhalten können." Montrose trat vorsichtig in Richtung des Kaiserlichen Soldaten und flüsterte ihm etwas zu. Der Elf fuhr fort: "Heute haben sich die beiden mächtigsten dunklen Gruppen versammelt: Das schwarze Herz und die schwarze Hand! Männer! Angriff!" Auf diesen Befehl hin sausten mehrere Pfeile aus dem Gebüsch auf sie nieder. Der Hauptmann schrie zu seinen Männern: "Los, haut ab! Beeilt euch!" Der Kaiserliche konnte unter der Deckung seiner Kameraden zur Kutsche fliehen. Sie schafften es, den Dunklen Brüdern zu entgehen und die Kutsche fuhr los. Bald waren sie nurnoch ein Punkt am Horizont. "Männer, es sieht so aus als haben wir unsere beiden Blutopfer gefunden!" Lucius war klar, was Montrose seinem Soldaten zugeflüstert hatte. Sie würden bald mit Verstärkung zurückkehren. Doch dann würde es zu spät sein. Jetzt war er sich sicher - sie konnten nur noch warten. Warten auf den Tod.
 
Und weiter gehts:

Kapitel 5 - Das letzte Teil des Puzzles
Die Männer in ihren schwarzen Kutten nahmen dem Hauptmann sein Schwert ab und fesselten die beiden. Ein weiterer Mann führte sie in den Keller, wo sie in eine provisorische kleine Zelle gepfercht wurden. "Lucius", fragte der Hauptmann, "woher kennst du diesen bretonischen Totenbeschwörer?" - "Das, mein Freund, ist eine lange Geschichte. Marc war mein erster Lehrmeister, den ich in der Magiergilde hatte. Er war zwar nicht der beste Lehrer, aber - damals - ganz nett. Ich setzte mich für ihn ein, als der Rat ihn abschieben wollte, und verschaffte ihm einen Posten in der Kaiserstadt. Doch damit fing das Unglück erst an." Jemand schob einen Teller mit Brot und einen Wasserkrug unter der Tür durch. Der Magier nahm einen Schluck, bevor er fortfuhr: "Marc hätte den Posten durchaus halten können, aber... Er war immer schon aufgefallen. Hier verschwand mal ein Silberbecher, dort ein paar Heiltränke... An der Universität schien er endlich gemerkt zu haben, das es so nicht weiter gehen konnte. 4 Monate lang betrog er uns, spielte den zum Guten bekehrten alten Mann, bis wir herausfanden dass er heimlich Nekromantie praktizierte. Carahil, die Erzmagierin tobte vor Wut! Sie hätte ihm persönlich den Kopf abgerissen, hätte ich mich nicht ein letztes Mal für ihn eingesetzt. Ein paar Wochen später verging er sich an einer der Schülerinnen - dieser Verrat an unseren Regeln war unhaltbar. Er wetterte noch, er würde es uns heimzahlen! Dann wechselte er ständig zwischen Glaubensgemeinschaften, Gilden, Gruppierungen, Daedra-Kulten, Magierzirkeln und landete schließlich bei den Nekromanten. Die waren wohl die einzigen, die über seinen Trieb zu stehlen hinweggesehen hatten. Den meisten Gruppen trat er aber nur bei, um nützliche Zauber und Geheimnisse zu erfahren. Tja, jetzt hat er die Chance, sich an mir zu rächen." Lucius nahm noch einen Schluck. Montrose griff das Gespräch wieder auf: "Keine Sorge, ich hab meine Jungs losgeschickt um Verstärkung zu holen. Die holen uns rechtzeitig hier raus." - "Gepard, du verstehst nicht. Wir sind am Spätnachmittag angekommen. Deine Leute werden frühestens mittags wieder da sein, aber das Ritual wird heute Nacht durchgeführt!" Gepard schluckte. Die beklemmende Stille war wieder da. Nach mehreren Minuten fragte er: "Wie sieht dieses Ritual eigentlich aus?" - "Mannimarco wird als erstes wieder zusammengebastelt. Sie werden seinen Körper aufbahren und dann mein Blut in seinen Mund füllen - das Blut des Magiers, des Feindes des Nekromanten. Mannimarco wird wiederbelebt, und er kann dann Sithis beschwören. Dafür werden sie dein Blut nehmen - Erzfeind der Bruderschaft. Sithis muss in einen lebenden Körper einkehren, bevor er seine wahre Gestalt manifestieren kann - und da gibt es ein weiteres Problem, dass ich nicht verstehe." - "Was denn?" - "Die beiden haben das Schwarze Herz - also ein rein böses Herz. Sithis kann nur in einen reinen Körper einkehren; allerdings haben weder wir noch diese Kranken da draußen einen. Wenn die das wirklich durchziehen wollen, müssen die den reinen Körper schon hie..." Lucius verstummte, denn jetzt erkannte er, was er die ganze Zeit übersehen hatte.
 
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Hier kommt das vorletzte Kapitel:


Kapitel 6 - Gotteszorn
"Wir wurden hereingelegt! Oh nein, ich bin ein blindäugiger Guar! Gepard, verstehst du nicht?!" - "Was? Nein? Was meinst du?" Lucius war sich nicht sicher, ob er lachen oder weinen sollte. "Das sind keine Dunklen Brüder! Das ist der Wurmorden, nur Nekromanten, keine Assassinen! Sie brauchen Mannimarco nicht wegen seiner Macht oder seines Wissens - sie brauchen den reinen, lebenden Körper! Ich glaube fast, das geschieht nicht einmal nach Mannimarcos Willen; sein Körper wird nach diesem Ritual nicht mehr wiederzubeleben sein. Marc hat auch die Nekromanten verraten. Ha, scheinbar hat er jetzt seine eigene Magiergesellschaft gegründet. "Genau, mein Schüler!" Plötzlich stand der Alte im Raum. "Es ist Zeit, meine Kinder! Zeit den dunklen Vater zu rufen!" Sie wurden in den Schankraum geführt, wo die anderen 3 Nekromanten gerade die Arbeit an einem Pentagramm beendeten. Mannimarcos Leiche wurde in die Mitte gelegt, tatsächlich war er gefesselt. Montrose flüsterte Lucius zu: "Kannst du die Kerle nicht mit einem Feuerball grillen oder so?" - "Nein, hast du das Zeichen im Himmel nicht gesehen? Da sich so viele dunkle Energien hier bündel, kann ein "guter" Magier hier nicht zaubern."

Der Kaiserliche wurde zur Leiche gezogen; Marc nahm einen Silberdolch und streifte durch dessen Hand. Er ließ das Blut in Mannimarcos Mund fließen und verschloss nach ein paar Minuten die Wunde wieder. "So", sprach er, "Zeit, ihn zu erwecken!" Die Nekromanten stellten sich um ihn herum und murmelten Formeln. Eine schwarze Schicht schlang sich langsam um den toten Körper, bis er sich langsam in die Luft erhob und noch langsamer wieder absenkte. Der Hochelf öffnete die Augen: "Wah! Wo bin ich? Was hat das zu bedeuten? Wieso bin ich gefesselt?!" Der Dunkelelf antwortete: "Meister, wir haben euch wiederbelebt um den dunklen Vater heute in euch einkehren zu lassen." Mannimarco schrie: "Unfähige Kriecher! Wie könnt ihr es wagen? Das wird nicht so funktionieren, wie ihr euch vorstellt!" Lucius mischte sich ein: "Da hat er Recht. Ich bin mir sicher, dass Sithis sich ni..." Einer der Nekromanten schlug ihn zu Boden. "Keine Zeit für dein Geschwätz, Abschaum!" Die Prozedur wurde wiederholt, auch wenn Mannimarco diesmal die Hälfte von Gepards Blut wieder ausspuckte. Einige weitere Formeln folgten. Der Wurmkönig wand sich unter den Höllenqualen, die er erlitt. Alles, was er bisher getan hatte, war nicht so schlimm wie das. Seine kläglichen Schreie erfüllten den Raum, bis er plötzlich verstummte. Ein Blitz schien quer durch die Wand in Mannimarcos Körper einzuschlagen. Der Hochelf stand stumm auf, die Fesseln riss er sich mühelos vom Körper. Eine dunkle, raue Stimme schallte durch den Raum: "Wie könnt ihr es wagen, Würmer? Sithis war da.

Der Dunkelelf warf sich ihm sofort zu Füßen. Sithis erwiderte diese Geste, indem er freundlicherweise dessen Schädel platzen ließ. die beiden anderen wollten fliehen, doch der dunkle Herr grillte sie bei lebendigem Leibe. Nur Marc stand unverbittert da. "Herr, wir brauchen eure Hilfe..." - "WAS?!!! DU BIST KEINS MEINER KINDER UND WAGST ES!!" Sithis wurde unterbrochen, als die Tür unter einem schweren Axthieb zerbarst. Es war aber nicht die erhoffte Legion, sondern Leute mit schwarzer Kleidung und Kapuzen. Sithis lachte sein grausames, unirdische Lachen: "Willkommen, meine Kinder!" Die Schwarze Hand war eingetroffen.
 
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So, das letzte Kapitel:

Kapitel 7 - Am Ende siegt Sithis
Niemand hätte diese Situation voraussehen können. Nicht nur Sithis, sondern auch die schwarze Hand standen ihnen gegeüber. Mittlerweile hatte sich der Körper schon verändert: Der Brustkorb öffnete sich und gab ein Loch preis, magische schwarze Bandagen bedeckten jetzt das Gesicht. Die Assassinen warfen sich zuerst auf den Boden, bevor sie die Waffen zückten. Selbst in dieser Situation ehrten sie den dunklen Vater. "Lucius, das ist doch Irrsinn", stöhnte Gepard. Der kräftige Hauptmann war bleich geworden, als ihm bewusst wurde, das er keine Chance mehr hatte. Sithis kicherte: "Was soll ich nun mit euch machen? Der Dummkopf, der mich beschworen hat, einer der größten Feinde meiner Kinder und der Magier, der uns die Magie verbieten will. Eine nette Truppe. Aber Sithis ist euch gnädig. Einer von euch darf gehen, allerdings... wer, das müsst ihr unter euch ausmachen. Alles ist erlaubt. Aber ich halte mich raus."

Lucius wurde endlich etwas bewusst: Er hatte sein Leben in die vollkommen falsche Richtung gelenkt. Er hatte so viele Fehler begangen. War es trotzdem nötig, zu sterben? Lucius wurde von Gepard aus den Gedanken gerissen: "He, ihr da!" Gepard sprach mit den Mitgliedern der Schwarzen Hand. "Ich meine, ihr verehrt Sithis doch, oder? Marc hat doch jetzt Sithis´ Ehre ziemlich beschmutzt, hab ich Recht? Müsste er da nicht zur Rechenschaft gezogen werden?" Die Hochelfe, offenbar die Anführerin, grinste: "Ihr habt Recht. Aber auch ihr seid uns nicht unbekannt. Ihr müsst genauso sterben. Tja, dann ist ja klar, wer freikommt!" "Nein!", schrie Lucius. "Blut kann mit Blut eingetauscht werden. Verzichtet auf Gepards Seele und tötet mich!" Gepard war entsetzt. Nicht nur das sein Plan nach hinten los ging, jetzt würde Lucius vielleicht auch noch sterben. "Nein, lass das!" - "Doch Gepard, ich habe nachgedacht. Sehr lange nachgedacht. Es ist Zeit für mich zu gehen. Jetzt." Gepard wollte ihn aufhalten, doch Lucius schubste ihn zur Seite. Er näherte sich Marc und legte seinen linken Arm um ihn. Mit der rechten Hand zog er blitzschnell einen Ebenerz-Dolch aus seiner Robe und rammte ihn dem Alten von hinten in den Rücken. "Dummer, alter Narr." Jetzt wandte er sich zu Sithis. "Er hat freies Geleit, ja?" Sithis nickte. Zum Schluss drehte er sich zu Gepard. "Mein Freund, wir werden uns nie wiedersehen. Es war schön mit dir." Die Tränen stiegen ihm in die Augen. Er legte den Dolch an seine Brust und drückte zu. Sein Körper zuckte kurz und sackte zusammen. Lucius war tot.

Gepard verließ das Gebäude und sah schwer gepanzerte Legionäre heranstürmen. Er konnte das alles noch nicht begreifen. Es war Zeit zurückzukehren. Die Reiter waren bei ihm. Einer fragte: "Herr, wie geht es euch? Sollen wir angreifen?" - "Nein, wir reiten zurück zur Kaiserstadt." Die Soldaten waren verwirrt, gehorchten aber. An diesem Tag trat Gepard Montrose in den Ruhestand. Er ließ Lucius an der Geheimen Universität eine Gedenkstätte bauen. Eine Statue von seinem Freund, der gerade einen Totenbeschwörer köpfte. An dem Sockel stand geschrieben:

ZU EHREN VON LUCIUS ARDIS,
HOCHMAGIER DER MAGIERGILDE,
BEKÄMPFER ALLEN ÜBELS,
GESCHÄTZTER FREUND,
EIN EHRLICHER MANN,
GEFALLEN IM EHRENHAFTEN KAMPF

Gepard verstarb 17 Jahre später an einer Herzkrankheit. Seine letzten Worte waren: "Verdammt, Sithis hat seinen Sieg am Ende doch noch bekommen... Seis drum, danke Lucius..."

ENDE
 
Hallo,

hab mir die ganze Geschichte durchgelesen und muss sagen, dass du schon ein Schreibtalent hast, du hast einen schönen Schreibstil und die Geschichte gefiel mir, auch wenn sie für meinen Geschmack noch etwas zu schnell und zu kurz war.
Für die erste Geschichte aber Tip-Top, wenn ich da an meine erste denke... :-D

Gruß
roobsi
 
@kiin: Das mit dem "und" statt "uns" ist leider eine kleine Macke von mir, ich vertipp mich da oft. :oops:
@all: Ich weiß, es war kurz, aber immerhin hab ich jetzt mehr Feedback bekommen, was mich dazu animiert, weiterzuschreiben. Danke!:)
 
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Also die nächste Geschichte hab ich jetzt angefangen, aber der momentane Titel ist vielleicht ein bisschen seltsam:

WARTEN AUF DEN TOD 2 - WENN DIE LEICHE ZWEIMAL KLINGELT

Wenns gut geht stell ich das erste Kapitel heute online. (Wie euch vielleicht auch auffällt ist das die Fortsetzung zu Warten auf den Tod. :-D)