Die Seite wurde neu angelegt: „{{Buchinfo |Name = Die Hoffnung der Redoran |Bild = |Bildunterschrift = |Autor = Turiul Nirith |Art = Buch |Genre = Historische Erzählung |Schrift = Die Hoffnung der Redoran }} '''Die Hoffnung der Redoran''' (engl. ''The Hope of the Redoran'') ist eine historische Erzählung von Turiul Nirith, die sich mit Omen, Fehlinterpretation von Weissagungen und inneren Machtkämpfen des Haus Redoran befasst. Der Text schildert den Au…“ |
K links |
||
| Zeile 11: | Zeile 11: | ||
== Inhaltsangabe == | == Inhaltsangabe == | ||
Zu Beginn ordnet der Autor die Geschichte in den größeren Kontext tamrielischer Weissagungstraditionen ein. Er verweist auf die geheim gehaltene Kunst der Prophezeiung der Psijics von [[Artaeum]] sowie auf bekannte Omen aus [[Elsweyr]] und [[Morrowind]]. Anhand | Zu Beginn ordnet der Autor die Geschichte in den größeren Kontext tamrielischer Weissagungstraditionen ein. Er verweist auf die geheim gehaltene Kunst der [[Prophezeiung]] der [[Psijik-Orden|Psijics]] von [[Artaeum]] sowie auf bekannte Omen aus [[Elsweyr]] und [[Morrowind]]. Anhand [[nord]]ischer Namensbräuche verdeutlicht er, dass Prophezeiungen oft erst im Nachhinein verständlich werden und nicht selten in die Irre führen. | ||
Vor vielen Jahren wird dem Fürstenhaus Redoran ein Sohn namens Andas geboren. Die Geburt ist schwierig und endet mit dem Tod der Mutter, die im Delirium ein Omen singt. Dieses besagt, dass ihr Kind dem Haus Redoran Hoffnung bringen werde, unverwundbar gegenüber Waffen, Magie, Krankheit und Gift sei und niemals sein Blut vergießen werde. Andas wächst entsprechend diesem Omen heran. Er bleibt gesund, unverletzt, intelligent und stark, weshalb er bald allgemein als „die Hoffnung der Redoran“ bekannt wird. | Vor vielen Jahren wird dem Fürstenhaus Redoran ein Sohn namens Andas geboren. Die Geburt ist schwierig und endet mit dem Tod der Mutter, die im Delirium ein Omen singt. Dieses besagt, dass ihr Kind dem Haus Redoran Hoffnung bringen werde, unverwundbar gegenüber Waffen, Magie, Krankheit und Gift sei und niemals sein Blut vergießen werde. Andas wächst entsprechend diesem Omen heran. Er bleibt gesund, unverletzt, intelligent und stark, weshalb er bald allgemein als „die Hoffnung der Redoran“ bekannt wird. | ||
| Zeile 28: | Zeile 28: | ||
Die Erzählung enthält zudem eine implizite Kritik an machtpolitischem Ehrgeiz. Andas hätte seine Stellung vermutlich behalten, wäre er nicht bestrebt gewesen, sie um jeden Preis auszubauen. So verschiebt sich die im Omen genannte „Hoffnung“ letztlich auf Athyn, dessen Zurückhaltung und Pflichtbewusstsein Stabilität für das Haus bedeuten. | Die Erzählung enthält zudem eine implizite Kritik an machtpolitischem Ehrgeiz. Andas hätte seine Stellung vermutlich behalten, wäre er nicht bestrebt gewesen, sie um jeden Preis auszubauen. So verschiebt sich die im Omen genannte „Hoffnung“ letztlich auf Athyn, dessen Zurückhaltung und Pflichtbewusstsein Stabilität für das Haus bedeuten. | ||
Insgesamt verbindet der Text Hausgeschichte, Moral und Schicksalsglauben zu einer nüchternen, beinahe fatalistischen Betrachtung politischer Macht in Morrowind. Die Anspielung auf absichtlich irreführende Omen erinnert dabei an daedrische Prüfungen, wie sie häufig mit [[Boethiah]] in Verbindung gebracht werden, ohne dies ausdrücklich zu benennen. | Insgesamt verbindet der Text Hausgeschichte, Moral und Schicksalsglauben zu einer nüchternen, beinahe fatalistischen Betrachtung politischer Macht in Morrowind. Die Anspielung auf absichtlich irreführende Omen erinnert dabei an [[Daedra|daedrische]] Prüfungen, wie sie häufig mit [[Boethiah]] in Verbindung gebracht werden, ohne dies ausdrücklich zu benennen. | ||
[[Kategorie: Bücher]][[Kategorie: Erzählungen]] | [[Kategorie: Bücher]][[Kategorie: Erzählungen]] | ||
Aktuelle Version vom 12. Januar 2026, 23:03 Uhr
| Die Hoffnung der Redoran | |
|---|---|
| Autor | Turiul Nirith |
| Art | Buch |
| Genre | Historische Erzählung |
Die Hoffnung der Redoran (engl. The Hope of the Redoran) ist eine historische Erzählung von Turiul Nirith, die sich mit Omen, Fehlinterpretation von Weissagungen und inneren Machtkämpfen des Haus Redoran befasst. Der Text schildert den Aufstieg und Fall eines als unverwundbar geltenden Adligen und hinterfragt den wahren Bedeutungsgehalt prophetischer Worte.
Inhaltsangabe
Zu Beginn ordnet der Autor die Geschichte in den größeren Kontext tamrielischer Weissagungstraditionen ein. Er verweist auf die geheim gehaltene Kunst der Prophezeiung der Psijics von Artaeum sowie auf bekannte Omen aus Elsweyr und Morrowind. Anhand nordischer Namensbräuche verdeutlicht er, dass Prophezeiungen oft erst im Nachhinein verständlich werden und nicht selten in die Irre führen.
Vor vielen Jahren wird dem Fürstenhaus Redoran ein Sohn namens Andas geboren. Die Geburt ist schwierig und endet mit dem Tod der Mutter, die im Delirium ein Omen singt. Dieses besagt, dass ihr Kind dem Haus Redoran Hoffnung bringen werde, unverwundbar gegenüber Waffen, Magie, Krankheit und Gift sei und niemals sein Blut vergießen werde. Andas wächst entsprechend diesem Omen heran. Er bleibt gesund, unverletzt, intelligent und stark, weshalb er bald allgemein als „die Hoffnung der Redoran“ bekannt wird.
Mit zunehmendem Einfluss entwickelt Andas jedoch Arroganz und schafft sich Feinde. Sein größter Rivale ist sein Cousin Athyn, den Andas durch Intrigen aus Morrowind entfernen lässt. Nach dem Tod von Athyns Vater kehrt dieser zurück, um dessen Sitz im Rat des Hauses einzunehmen. Andas beansprucht den Platz für sich und setzt sich mit Unterstützung des Hauses durch, was Athyn dazu veranlasst, ihn gemäß den Traditionen Redorans zum Duell herauszufordern.
Während Andas die Nacht vor dem Kampf in selbstsicherer Ausschweifung verbringt, wird Athyn von seiner ehemaligen Lehrmeisterin Shardie beraten. Sie erinnert ihn daran, dass es Waffen gibt, die töten können, ohne Blut zu vergießen. Athyn erkennt, dass das Omen nicht alle Formen der Gewalt ausschließt, und trainiert die Nacht hindurch den Kampf mit der Keule.
Am nächsten Morgen tritt Andas in prunkvoller Rüstung an, Athyn hingegen schlicht und mit einer als barbarisch geltenden Waffe. Im Duell erleidet Andas erstmals eine Verletzung und verliert die Fassung. Athyn erschlägt ihn schließlich mit der Keule, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen. Athyn übernimmt den Ratssitz seines Vaters, und viele deuten das Omen rückblickend als auf ihn bezogen, nicht auf Andas.
Analyse
Die Hoffnung der Redoran ist eine lehrhafte Erzählung über die Gefahren wörtlicher Prophezeiungsdeutung. Der Text zeigt, wie Weissagungen, die als unumstößliche Wahrheiten gelten, durch menschliche Hybris fehlgedeutet werden können. Andas’ Untergang ist weniger das Ergebnis eines Schicksals als seiner Selbstgewissheit und politischen Rücksichtslosigkeit.
Zentral ist das Motiv der scheinbaren Unverwundbarkeit. Die Prophezeiung schützt Andas nicht vor Gewalt, sondern lediglich vor bestimmten Formen davon. Damit wird verdeutlicht, dass Omen häufig präzise, aber nicht umfassend sind. Der Sieg Athyns beruht nicht auf Stärke oder göttlicher Gunst, sondern auf Einsicht und Anpassungsfähigkeit, Tugenden, die im kriegerischen Ethos des Hauses Redoran hoch geschätzt werden.
Die Erzählung enthält zudem eine implizite Kritik an machtpolitischem Ehrgeiz. Andas hätte seine Stellung vermutlich behalten, wäre er nicht bestrebt gewesen, sie um jeden Preis auszubauen. So verschiebt sich die im Omen genannte „Hoffnung“ letztlich auf Athyn, dessen Zurückhaltung und Pflichtbewusstsein Stabilität für das Haus bedeuten.
Insgesamt verbindet der Text Hausgeschichte, Moral und Schicksalsglauben zu einer nüchternen, beinahe fatalistischen Betrachtung politischer Macht in Morrowind. Die Anspielung auf absichtlich irreführende Omen erinnert dabei an daedrische Prüfungen, wie sie häufig mit Boethiah in Verbindung gebracht werden, ohne dies ausdrücklich zu benennen.