| Ahzidals Abstieg Zum Text | |
|---|---|
| Autor | Halund Graumantel |
| Art | Buch |
| Genre | Lebensbeschreibung |
Ahzidals Abstieg (engl. Ahzidal's Descent) ist eine von Halund Graumantel wiedergegebene Überlieferung über den Verzauberer Ahzidal, dessen Rachedurst und unstillbares Streben nach Wissen ihn schließlich in den Wahnsinn führen. Die auf Erzählungen der Barden von Winterfeste beruhende Schrift versteht seinen Lebensweg als Warnung vor einer alles beherrschenden Suche nach Vollkommenheit.
Inhalt
Ein außergewöhnlich begabter Verzauberer aus Saarthal verlässt seine Frau und sein Kind, um bei elfischen Meistern zu lernen. Als er nach Jahren zurückkehrt, findet er die Stadt von Elfen verwüstet vor. Er schwört Rache und erhält der Überlieferung zufolge dadurch den Namen Ahzidal, „der verbitterte Zerstörer“.
Um seine Rache vorzubereiten, vertieft er seine Kenntnisse bei den Dwemern, Ayleïden, Falmern, Chimern und Altmern. Als Ysgramor und seine Gefährten aus Atmora eintreffen, bietet Ahzidal ihnen seine Dienste und die Erzeugnisse seiner Arbeit an. Seine Verzauberungen stärken ihre Waffen und ermöglichen der Erzählung zufolge den Sieg über die Elfen.
Auch nach seiner Vergeltung findet Ahzidal keine Zufriedenheit. Er erforscht die Geheimnisse der Drachenrunen, steigt unter die Hohepriester der Drachen auf und wendet sich schließlich den Ebenen des Reichs des Vergessens zu. Dort findet er Macht und Wahnsinn.
Über sein Ende nennt Graumantel mehrere Überlieferungen. Ahzidal sei im Reich des Vergessens verschollen, von anderen Drachenpriestern getötet oder vertrieben worden oder habe sich unter Saarthal verborgen. Die Skaal erzählen dagegen von seiner Flucht nach Solstheim und seiner Einschließung mit den verbliebenen Relikten im Kolbjorn-Hügelgrab.
Analyse
Ahzidals Rache bildet nur den ersten Antrieb seiner Entwicklung. Nach ihrer Erfüllung wird das Streben nach immer größerem Wissen zum Selbstzweck. Die wiederholte Feststellung, dass ihm das Erreichte nicht genügt, unterstreicht diese Unersättlichkeit und bereitet die abschließende Warnung vor.
Graumantel kennzeichnet die Erzählung ausdrücklich als bardische Überlieferung und lässt Ahzidals tatsächliches Ende offen. Die verschiedenen Berichte über seinen Verbleib werden nebeneinandergestellt, ohne einen davon als gesicherte Wahrheit auszuweisen. Der Schwerpunkt liegt damit auf der mahnenden Bedeutung seines Lebensweges.