| Sitten und Bräuche der Aschländer Zum Text | |
|---|---|
| Autor | Ulran Releth |
| Art | Buch |
| Genre | Ethnographie, Kultur |
Sitten und Bräuche der Aschländer (engl. Ashlander Tribes and Customs) ist eine ethnographische Abhandlung von Ulran Releth des Hauses Redoran über die nomadischen Dunmerstämme in Morrowind. Das Werk beschreibt ihre Gesellschaftsstruktur, religiösen Überzeugungen und die Besonderheiten der vier auf Vvardenfell beheimateten Stämme.
Inhaltsangabe
Ulran Releth schildert die Aschländer als frei lebende Nomaden, die als Hirten und Jäger durch die Wildnis Morrowinds ziehen und sich bewusst von der starren Ordnung der Großen Häuser distanzieren. Religiös verehren sie die Daedra und ihre Ahnen und lehnen die Göttlichkeit des Tribunals ab. Handel treiben sie gelegentlich mit anderen Stämmen oder den Häusern, wobei sie gegenüber Außenstehenden leicht beleidigt reagieren können.
Die Stammesstruktur besteht aus dem Aschkhan als Krieger-Beschützer, dem Gulakhan als diplomatischem Vertreter und einer Weissagerin als spirituellem Oberhaupt. Der restliche Stamm organisiert sich weitgehend gleichberechtigt in gemeinschaftlicher Arbeit.
Anschließend werden die vier Hauptstämme beschrieben:
- Ahemmusa leben an der Bitterküste und gelten als friedlich, aber militärisch schwach. Sie sind vor allem Fischer und tragen leichte, funktionale Ausrüstung.
- Erabenimsun aus Molag Amur sind kriegerisch, schwer bewaffnet und missachten teilweise traditionelle Bräuche; Stärke steht bei ihnen über Spiritualität.
- Urshilaku in den nördlichen Aschlanden sind hoch angesehen, bewahren Prophezeiungen und glauben fest an die Rückkehr Nerevars. Sie interessieren sich besonders für Relikte und nutzen Verzauberung und Alchemie.
- Zainab in den Weideländern sind zahlenmäßig am stärksten, wohlhabend und handelsorientiert. Sie verbinden traditionelle Lebensweise mit Offenheit für wirtschaftliche Anpassung.
Analyse
Der Text bietet einen strukturierten Überblick über Lebensweise, Glauben und politische Organisation der als Aschländer bekannten Nomaden Morrowinds. Besonderes Augenmerk liegt auf der Abgrenzung zu den Großen Häusern sowie auf den Eigenheiten der Stämme Ahemmusa, Erabenimsun, Urshilaku und Zainab.
Das Werk verfolgt einen vergleichend-ethnographischen Ansatz und stellt die Aschländer bewusst in Kontrast zur strukturierten, hierarchischen Gesellschaft der Großen Häuser. Dabei wird ihre Lebensweise einerseits als ursprünglich und naturverbunden dargestellt, andererseits implizit als weniger „zivilisiert“ im Sinne der Hauskultur.
Auffällig ist die differenzierte Darstellung der Stämme: Während die Erabenimsun als warnendes Beispiel für exzessive Gewalt erscheinen, werden die Urshilaku als spirituelles Zentrum der Tradition hervorgehoben. Die Zainab verkörpern eine Übergangsform zwischen Nomadentum und ökonomischer Integration, was auf mögliche gesellschaftliche Wandlungsprozesse innerhalb der Aschländer hinweist.
Insgesamt dient der Text sowohl der Information als auch der politischen Einordnung der Nomaden aus Sicht eines Angehörigen des Hauses Redoran, wodurch eine gewisse Perspektivgebundenheit erkennbar bleibt.