Projekt-Vorstellung Skyblivion - Oblivion-Remake mit Edelgrafik

Na ja, ich sehe das eher so: Skyblivion möchte die Stärken und die Atmosphäre des Originals modernisieren und in eine stabilere Engine übertragen.
Ja, das ist ein guter Punkt, denn tatsächlich gefällt es mir bei Skyrim, dass da nicht dieselben doofen Bugs wie bei Oblivion drin sind. Die hatten mir nämlich auch teilweise den Spaß verdorben.

Aber andererseits: Du siehst in den Videopräsentationen nie wirklich, was die Atmosphäre des Spiels wirklich ausmacht. Das sind auch keine Kleinlichkeiten, die ich da oben genannt habe. Letztlich, das Schmieden von Skyrim könnte man ja ruhig direkt importieren. Da braucht es eigentlich keinen blöden "Kompromiss". Aber das mit der Alchemie, den Verzauberaltaren oder der Chamäleon-Rüstung hätte man wirklich früher angehen müssen. Letztlich lehrt auch die Remaster-Version, dass eine Grafik drüber auch nicht unbedingt allein befriedigt. Und dann auch: wie werden die Vampirstufen übersetzt - oder: die Finger des Bergesquest, der Zauber da war sowieso Quark, den muss man nicht auch noch nach dem Original nachmachen. Wie werden Faustkampf oder Kampftechniken umgesetzt? Die brauchen auch eine Überholung, denn beim Rundschlag laufe ich meistens nach hinten, statt zu schlagen.

Hinsichtlich des Levelsystems. Das haben früher viele gar nicht gerafft, und hatten gleich Mods installiert, welche die automatische Levelung abstellen. Das war aber auch deswegen Quark, weil die Entwickler da die vorgefertigten Klassen falsch eingestellt hatten. Wenn man sich aber mit dem Levelsystem auseinandersetzt, kann man das Leveling teilweise gut kontrollieren. Allerdings nur mit selbst erstellten Klassen.
Und dann: früher konnte man in Oblivion noch super herumfliegen. Das ist in Skyrim scheinbar viel schwieriger. Macht aber auch kein Spaß da.
 
Ja, das ist ein guter Punkt, denn tatsächlich gefällt es mir bei Skyrim, dass da nicht dieselben doofen Bugs wie bei Oblivion drin sind. Die hatten mir nämlich auch teilweise den Spaß verdorben.
Richtig, nicht dieselben Bugs wie in Oblivion, dafür aber eine ganze Reihe anderer Bugs, die teilweise bis heute in Vanilla nicht gefixt sind. Von den gelöschten Inhalten mal ganz zu schweigen – die hatten Morrowind und Oblivion aber wahrscheinlich auch. Ich kenne nur ein paar aus Skyrim durch Arthmoor's Mod „Cutting Room Floor“ und seinen Unofficial Patch.
Letztlich lehrt auch die Remaster-Version, dass eine Grafik drüber auch nicht unbedingt allein befriedigt
Da bin ich voll bei dir: Eine reine Grafikblende reicht nicht. Aber genau da unterscheidet sich Skyblivion ja vom offiziellen Remaster. Es ist kein grafischer Überbau, sondern das gesamte Spiel – inklusive Quests, NPCs und der Spielwelt – wird in der neuen Engine von Grund auf neu aufgebaut und an vielen Stellen sinnvoll erweitert. Für mich ist das, was ich bisher gesehen habe, definitiv viel mehr als nur hübsche Texturen.
Gerade bei den vielen Festungen, Ruinen und deren Gegnern will das Team die Welt deutlich besser ausarbeiten, wenn ich das richtig verstanden habe.

Im Vanilla-Oblivion waren eine Vielzahl der Dungeons ja leider ziemlich öde, leer und mit den immer gleichen Gegnertypen gefüllt. Eine der wenigen coolen Ausnahmen war da das Balancing der Skelette: Während die in Skyrim zwar schick aussahen, spielerisch aber fast alle One-Hits waren, gab es in Oblivion wenigstens noch richtige, knackige Abstufungen bis hin zu den Skelett-Helden und -Meistern. Aber das hat den Rest der oft generischen Höhlen damals eben auch nicht herausgerissen. Genau diesen Spagat will Skyblivion jetzt schaffen: das abwechslungsreichere Gegner-Balancing mit einer wesentlich spannenderen und detailreicheren Welt zu verknüpfen.
Und dann auch: wie werden die Vampirstufen übersetzt - oder: die Finger des Bergesquest, der Zauber da war sowieso Quark, den muss man nicht auch noch nach dem Original nachmachen. Wie werden Faustkampf oder Kampftechniken umgesetzt? Die brauchen auch eine Überholung
Dass man zu spezifischen Systemen wie dem Faustkampf, den Vampirstufen oder bestimmten Quest-Balancings (wie bei „Finger des Berges“) noch keine detaillierten Videos gesehen hat, ist bei der Entwicklung aber auch völlig normal. In den Trailern und Entwickler-Updates zeigt das Team logischerweise erst einmal die großen Meilensteine: die Spielwelt, die Umgestaltung der Dungeons, das Grundgerüst der Quests und das Design der Städte. Das sind die Dinge, die die breite Masse sehen will und die den Fortschritt des Projekts am besten zeigen. Die ganzen mechanischen Feinheiten im Hintergrund und das Feintuning kommen bei so Mammutprojekten meistens erst ganz zum Schluss in der Polishing-Phase.
Hinsichtlich des Levelsystems. Das haben früher viele gar nicht gerafft, und hatten gleich Mods installiert
Beim Levelsystem scheiden sich natürlich die Geister. Wer sich tief reingefuchst und eigene Klassen gebaut hat, konnte das in Oblivion irgendwie kontrollieren, aber für die breite Masse war das permanente mitleveln der Gegner (Stichwort: Banditen in Daedra-Rüstung) einfach extrem frustrierend. Da ist der Wechsel auf das Skyrim-System für die meisten Spieler ein riesiger Segen für den Spielfluss.

Mein persönliches Resümee dazu: Ich bin jetzt kein blind gehypter Fanboy, der alles unkritisch abfeiert, aber ich bin extrem gespannt, was da auf uns zukommt. Und wenn ich ganz ehrlich bin: Mittlerweile habe ich in die Modding-Community generell – aber auch in Rebelzizes Team – deutlich mehr Vertrauen, ein rundes und mit Liebe gestaltetes Spiel abzuliefern, als in Bethesda.