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Warum finden wir in Himmelsrand keine Schneeelfen-Architektur?
Ich glaube einfach nicht, dass die Nord wirklich die Zeit und die Kraft hatten, alle Gebäude zu zerstören. Ich denke eher, dass dies das traurige Ergebnis einer Idee ist, die den Entwicklern erst zu spät gekommen ist ... Das macht mich wirklich traurig, denn die Schneeelfen haben so viel mehr verdient. Sie sind interessant und faszinierend.
Ich bin froh, dass es Mods gibt, die Schneeelfen-Architektur anbieten und ich baue momentan mit dem Decorator Helper eine neue Architektur in meinem aktuellen Spielstand auf. Es ist für mich unvorstellbar, dass wirklich alles weg sein soll. Nein. Es muss einfach ein Zeichen von den einst so stolzen und wunderschönen Schneeelfen existieren.
Glaubt ihr, dass die Nord alle Gebäude zerstören konnten? Warum sollten sie dafür überhaupt Zeit opfern? Das erscheint mir unlogisch. Glaubt ihr, dass Bethesda die Idee, die Schneeelfen einzubauen, einfach erst zu spät hatte?
Was haltet ihr von den "Begtrogenen"? Akzeptiert ihr das, was aus den Schneeelfen geworden ist? Oder haltet ihr das auch für ein trauriges Ergebnis? Ich hätte mir für sie ein besseres Schicksal gewünscht. Niemand weiß, was aus den Dwemern geworden ist. Für die Schneeelfen – oder Eiselfen in früheren Erwähnungen – galt dasselbe unbekannte Schicksal bis Bethesda entschied, dass diese blinden Kreaturen in den Höhlen die einst so stolzen Schneeelfen sein sollen ... Ich akzeptiere das zwar, aber es ist nicht das, was ich mir für sie gewünscht hätte.
Die Falmer müssen, wenn mich meine Lore-Kenntnisse nicht völlig trügen, in der mittleren Merethischen Ära als Aldmer die Nordküste Himmelsrands besiedelt haben und in der späten Merethischen Ära dann allmählich als eigenes Volk aus ihnen hervorgegangen sein. Wir haben also vor dem Genozid durch Ysgramors Nord wenige Jahrhunderte, um eine Hochkultur mit Epochalbauten entstehen zu lassen und zwar in klimatisch schwierigen Bedingungen. Kälte erschwert das Leben und verbraucht enorm viel Energie und Zeit, um ihr zu trotzen. Landwirtschaft ist schwierig und man muss eine ausreichende Überproduktion von haltbaren Lebensmitteln erreichen, um die harten Winter Himmelsrands zu überbrücken. Dazu kommen Konflikte um Ressourcen und brauchbares Land mit den Dwemer und Invasoren aus Atmora, sowie wahrscheinlich Riesen, Rieklingen und so weiter. Das Entstehen einer Hochkultur wird dadurch also ordentlich ausgebremst worden sein und wir können nicht von überwältigenden Populationsgrößen ausgehen. Du kannst also erwarten, dass es von vornherein eher nur spärlich Falmer-Architektur gegeben hat.
Nun war das alles in der mittleren und ausgehenden merethischen Ära. Skyrim spielt ca. 4Ä201. Seit dem Genozid an den Falmer sind also ca. 5000 Jahre vergangen. Wir haben hier auf der Erde nur wenig erhaltene Architektur, die 5000 Jahre alt ist. Wie lang ist das her? Etwa so lange wie die Erfindung von Schrift in den Ländern Sumer und Akkad, liegt also länger zurück als die Errichtung der Pyramiden in Ägypten. Nun vergleich mal die klimatischen Bedingungen des Nildeltas (oder meinetwegen Mesoamerikas) mit Himmelsrands Nordküste was das Potential zum Erhalt solcher Bauwerke und überhaupt erst das Entstehen einer frühen Hochkultur angeht. Keine hilfreichen Bedingungen!
Es kann also nicht viel Falmer-Architektur gegeben haben. Und in den ca. 5000 Jahren seit ihrer Auslöschung wurde das, was es gab, wahrscheinlich von Wandereis weggetragen, unter aufwachsender Erde vergraben, von Erosion gesprengt und abgetragen, noch während des Genozids zerstört (bei Völkermord gehen manchmal auch Häuser kaputt muss man wissen), danach von den Nord bewohnt und mit der Zeit verbraucht und ersetzt oder direkt abgebaut und als Baumaterial für die eigenen Siedlungsvorhaben eingesetzt.
Was erstaunlich wäre: Wenn es nach all der Zeit noch Falmer-Architektur in Himmelsrand gäbe, insbesondere intakte. Das bräuchte eine verdammt gute Erklärung oder sehr denkfaule Entwickler.
Was die Falmer und ihre vermeintlichen Überlebenden/Nachfahren angeht:
Ursa Uthrax' Darstellung ist vor Dawnguard unsere einzige Quelle für die Behauptung, dass die Dwemer die Falmer zu einer körperlich und geistig geschädigten, giftabhängigen Sklavenspezies gezüchtet haben. Belege? Keine, pure Spekulation, die nicht besonders glaubwürdig ist. Bestimmte Substanzabhängigkeiten können zwar durch Konsum während der Schwangerschaft beim werdenden Kind ausgelöst werden, aber im konkreten Fall müsste es eine solche sein, zu deren Entzugserscheinungen der zwangsläufige Tod führt, um wirklich zu erzwingen, dass Falmer-Eltern ihren Kindern nach dem Verschwinden der Dwemer weiter zerstörerische Giftpilze verfüttern. Die Alternative wäre, dass die Dwemer mehrere Jahrhunderte (!) ein Spezies mit massiven Gewalttendenzen herangezüchtet
Für Zucht muss man jede Menge Nachwuchs schaffen und aus diesem einzelne Teile selektieren, diese danach stark vermehren, um wiederum einzelne Teile selektieren zu können, und das recht oft um größere Veränderungen zu erzielen.
Nun geht das bei Menschen aber nicht so flott wie das, was wir unseren "Nutztieren" angetan haben. Wir werden erst als Teenager fortpflanzungsfähig und gerade bei Frauen hängt das auch von diversen äußeren Umständen wie Nährstoffverfügbarkeit ab.
Wir haben seit Daggerfall Lore zur Fruchtbarkeit der Elfenvölker. The Real Barenziah
She talked to Katisha about her problems with men. Or what she thought of as her problems with men. Katisha shook her head and told her she was looking for love, not sex, that she'd know the right man when she found him, that neither Straw nor Therris was the right one for her.
Barenziah cocked her head to one side quizzically. "They say Dark Elven women are pro-- pro-- something. Prostitutes?" she said, although she was dubious.
"You mean promiscuous. Although some do become prostitutes, I suppose," Katisha said as an afterthought. "Elves are promiscuous when they're young. But you'll outgrow it. Perhaps you're beginning to already," she added hopefully. She liked Barenziah, had grown to be quite fond of her. "You ought to meet some nice Elven boys, though. If you go on keeping company with Khajiits and humans and what have you, you'll find yourself pregnant in next to no time."
Barenziah smiled involuntarily at the thought. "I'd like that. I think. But it would be inconvenient, wouldn't it? Babies are a lot of trouble, and I don't even have my own house yet."
"How old are you, Berry? Seventeen? Well, you've a year or two yet before you're fertile, unless you're very unlucky. Elves don't have children readily with other Elves after that, even, so you'll be all right if you stick with them."
Diese Quelle legt nahe, dass Elfen üblicherweise erst kurz vor dem zwanzigsten Lebensjahr fortpflanzungsfähig werden und die Fertilität auch dann nur gering ist. Wie bitte haben sich die Entwickler das vorgestellt, in den weniger als Tausend Jahren zwischen dem Genozid an den Falmern und dem Verschwinden der Dwemer die "Falmer" entstehen zu lassen? Das ist eine Veränderung weit tiefgreifender als der Sprung von Aldmer zu Falmer, oder von den aldmerischen Velothi zu den Dunmern. Und bei letzteren hat es nicht weniger als göttlicher Intervention bedurft. Die Lore um die Falmer regt mich gerade richtig auf. Was für ein Mist.
und durchgefüttert hätte, sodass den Falmern nach dem Verschwinden der Dwemer tatsächlich keine Handlungsalternativen mehr zur Verfügung gestanden hätten.
Da wäre die rasante Evolution durch heftige Selektion in nicht verlassbaren unterirdischen Bedingungen nach dem Verschwinden der Dwemer glaubwürdiger. Oder aber, dass die "Falmer" in Himmelsrand gar nichts mit den Falmer der merethischen Ära zu tun haben. Einige Nord halten die Rieklinge für die Nachfahren der Falmer. Warum auch nicht? Das ist eine ebenso valide Überlegung, die ebenfalls jeden wissenschaftlichen Hintergrund vermissen lässt.
Betreffend Falmern, die den Genozid durch Ysgramors Nord überlebt haben: Nun, die wären zur Handlung von Skyrim schlechterdings ebenfalls um die 5000 Jahre alt. Glückwunsch! So lange haben es nicht mal die Götter Almalexia, Sotha Sil, und Vivec gepackt. Nur Mannimarco hätte eine Chance, da mitzuhalten, aber die Geschichtsschreibung in vorhistorischer Zeit ist etwas zu dünn, um das zu belegen. Und er ist der Wurmkönig, gottgewordener Lich, der während seines langen (Un-)Lebens im Übrigen mehrmals gestorben ist, wie auch seinen eigenen Aussagen zufolge Vivec. Und irgendein Zufallself soll das einfach so übertreffen? Mensch, was für eine unglaubliche Lebensspanne. Einfach nicht zu glauben. Wirklich nicht.
Leider haben sich die Entwickler entschieden, den kruden Ursa-Uthrax-Ansatz mit Gelebors Dialog zu bestätigen, der für sein stattliches Alter ziemlich fit wirkt. Denkfaul in jeder Hinsicht verglichen mit der Vielstimmigkeit und Liebe zur Weltgestaltung, die uns zu Morrowinds (und auch Oblivions) Zeiten noch zugetraut wurde.
@Krschkr: Vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Ich gehe das Thema scheinbar zu locker an und mache mir um die wirklich wichtigen Unstimmigkeiten keine Gedanken, weil sie mir gar nicht auffallen. Durch dich hat sich das geändert. Danke. Man merkt richtig, wie du in der Lore drin steckst und dass du gut im Analysieren bist.
Dann nehme ich es so hin, dass das Fehlen der Schneeelfenarchitektur glaubhaft ist.
Es kann sein, dass ich hier sehr wichtige Sachen übersehe oder falsch erinnere, also nimm meine Gedanken dazu bitte nicht als die letzte Wahrheit oder treffende Auslegung. Wirklich "drin" bin ich nur bei Morrowind, und da auch nur außerhalb der Kirkbride-Texte. Die Sache mit den Falmern hat mich daran erinnert, warum. Zum Haareraufen.
Aber das Schöne ist: TES-Lore ist flexibel und die Entwickler selbst ändern ständig alte Festlegungen, wenn sie nicht mehr passen. Du musst dich nicht an jedem Buchstaben aufhängen, der in den Spielen geschrieben steht, vor allem bei weniger entwickelten Themen wie den Falmern. Du kannst, und da du an den Falmern offenkundig ein großes Interesse hast, solltest die Geschichte für dich selbst weitererzählen, anreichern und wo die Vorlage nicht zufriedenstellend ist verfeinern. Die Geschichte um den Genozid an den Falmern liegt sehr, sehr lange zurück und wurde von den Siegern geschrieben. Haben sie vielleicht übertrieben und die Falmer wurden nicht ausgelöscht, sondern nur von den für die von Atmora kommenden Menschen so bedeutenden Küsten ins Inland vertrieben? Ist es nicht denkbar, dass viele Falmer auf diesem Weg so weit in den Süden geflohen sind, dass sie bei den Ayleïden angekommen und in Koexistenz mit ihnen getreten sind?
Nehmen wir diesen spekulativen Gedanken einmal auf. Dieser Fluchtweg hätte durch einen Pass des Jerall geführt. Wir wissen, dass es einen solchen gibt, der lange, lange Jahre später an Bruma vorbeiführt.
Vor so langer Zeit könnte der Vorgänger des heutigen Bruma eine Ayleïdenmetropole gewesen sein, in der die Falmer aufgenommen worden sein könnten.
In der Nähe finden sich Überreste der Stadt Rielle.
Im weiteren Gebiet des Gebirges liegen außerdem Sedor und Ninendava.
Da die Falmer der Überlieferung zufolge keinerlei Probleme mit Kälte haben wäre es naheliegend, dass sie sich in einer dieser Siedlungen (sofern es sie oder ihre Vorläufer damals schon gab) gut aufgehoben gefühlt hätten. Sehr gut möglich, dass sie den Verlauf der Geschichte vor Ort in den wenigen Jahrhunderten bis zu Alessias Sklavenrebellion stark geprägt haben und diese Städte ebensosehr falmerisch wie ayleïdisch waren, allein, über die Jahrtausende hat sich die Überlieferung dieser Ereignisse verloren bzw. wurde vom Alessianischen Orden vernichtet.
Kann ja jeder so halten, wie er will, aber diese kleine Überlegung klingt für mich sinnvoller als die wirklich krude Theorie der Ursa Athrax.
@Krschkr: Vielen Dank. Das mit den Ayleiden ist eine wirklich schöne Anregung. Tatsächlich finde ich, dass die Architektur der Falmer und Ayleiden sich am meisten ähneln, wenn man alle Stile der Mer vergleicht.
Die Ayleiden betrachten das Feuer als unrein. Die Schneeelfen verehren unter anderem Auri-El. Das Sonnenlicht ist reiner als das Licht des Feuers. Vielleicht könnten sie damit übereinstimmen und sich ein bisschen annähern. Ansonsten scheint es so zu sein, dass die Ayleiden sich den Daedra zuwandten, was ja eher einen Konflikt für die Schneeelfen darstellen sollte. Es lässt sich aber auf jeden Fall was draus machen. Danke. 🙂