| Atlas der Drachen | |
|---|---|
| Autor | Bruder Mathnan |
| Art | Buch |
| Genre | Bestiarium, Chronik |
Atlas der Drachen (engl. Atlas of Dragons) ist ein dokumentarisches Nachschlagewerk aus der Zweiten Ära, das bekannte Drachen Tamriels systematisch erfasst. Das Werk wurde von einem Mitglied der Drachenwache zusammengestellt und dient der historischen wie strategischen Erfassung drakonischer Bedrohungen.
Inhaltsangabe
Der Atlas bietet eine katalogartige Übersicht über Drachen, die als tot gelten, von der Drachenwache getötet wurden oder nachweislich noch leben. Ziel des Werkes ist es, Wissen über frühere Drachenkriege zu bewahren und zukünftige Konfrontationen vorzubereiten. Er ist in mehrere Abschnitte gegliedert, die Drachen nach ihrem bekannten Status einordnen.
Berichten zufolge verstorben
Dieser Abschnitt listet Drachen auf, deren Tod nicht direkt durch die Drachenwache bestätigt wurde, sondern auf lokalen Legenden, Drachenkultaufzeichnungen oder historischen Überlieferungen beruht. Genannt werden unter anderem:
- Nahagliiv, angeblich westlich von Rorikstatt begraben
- Odahviing, laut Verhörprotokollen südöstlich von Rifton bestattet
- Sahloknir, der von dem Nordhelden Jorg Helmbolg getötet worden sein soll
- Viinturuth und Vuljotnaak, beide mutmaßliche Opfer der Drachenkriege
Von der Drachenwache getötet
Hier werden bestätigte Erfolge der Drachenwache aufgeführt, darunter:
- Grahkrindrog, getötet 2Ä 184 nach Verwüstungen in Winterfeste und Ostmarsch
- Krahjotdaan, getötet 1Ä 2871 im südlichen Jerallgebirge
- Zwölf weitere namentlich nicht bekannte Drachen, die in frühen Annalen erwähnt werden
Noch am Leben
Der letzte Abschnitt widmet sich Drachen, die nachweislich überlebt haben oder deren Tod nicht bestätigt ist:
- Ahbiilok, zuletzt im nördlichen Jerallgebirge gesichtet
- Mirmulnir, 2Ä 212 in Reach beobachtet
- Nahfahlaar, der wiederholt unter dem Schutz sterblicher Herrscher stand
- Paarthurnax, ehemaliger Leutnant Alduins, der sich mutmaßlich auf dem Hals der Welt unter dem Schutz der Graubärte aufhält
Analyse
Atlas der Drachen ist ein strategisch motiviertes Kompendium. Es spiegelt die Denkweise der Drachenwache wider, die Drachen nicht als mythische Wesen, sondern als katalogisierbare militärische Ziele betrachtet. Auffällig ist die klare Unterscheidung zwischen bestätigten Tötungen und bloßen Überlieferungen, was auf ein ausgeprägtes historisches Quellenbewusstsein schließen lässt.
Gleichzeitig offenbart das Werk die Grenzen dieses Wissens: Viele Angaben beruhen auf Legenden oder fragmentarischen Aufzeichnungen aus der Zeit der Drachenkriege. Besonders die Erwähnung von Paarthurnax zeigt die politische Zurückhaltung der Drachenwache, da religiöse Autoritäten wie die Graubärte eine direkte Konfrontation verhindern. Der Atlas ist somit sowohl ein Zeugnis militärischer Erfolge als auch ein Dokument der ungelösten Bedrohung durch die Drachen.