Ändert allerdings an den Tatsachen nichts.
Die Argumentation war, dass sich John Doe und Max Mustermann nicht bewusst sind, wie gefährlich ein Fahrzeug ist und ich versuche diesen Wissenstransfer ohne unnötig lange Ausführungen oder Nennung nicht öffentlicher Quellen anhand von Realsachverhalten mit entsprechenden Folgen aufzuzeigen. Natürlich kann man sich dieser Tatsache verwehren, das ist aber weder besonders nachhaltig, noch bekräftigt es den eigenen Standpunkt.
Der Polizist gibt gezielte Schüsse ab. Wie Tommy bereits einmal erwähnt hat ist es einfach nur Polizeigewalt. Es gab keinen Grund, noch wollte die Frau jemanden überfahren. Die letzten Worte des Beamten sind natürlich auch nicht gerade angebracht gewesen. Das ist alles so eindeutig.
"Gibt gezielte Schüsse ab" - natürlich macht der Beamte das, ungezielte Schüssen wären in der Konstellation auch eine riesige Gefahr für am Ereignisort befindliche Dritte. Solche Aussagen offenbaren, dass man fachlich zu weit entfernt von der Materie ist, um eine relevante Aussage dazu treffen zu können und aus Emotionalität schreibt. Um wenige Worte später dem Beamten genau diese Emotionalität abzusprechen, nachdem man versucht hat ihn umzufahren und er von der Schusswaffe Gebrauch machen musste.
Handelt es sich hier um das Phänomen "keyboard warrior" oder warst du tatsächlich schon einmal in der Situation, unmittelbaren Zwang gegen eine widerständige Person anwenden zu müssen? Das geht nicht spurlos an allen Betroffenen vorüber und zumindest die Rechtsprechung in Deutschland trägt in Kenntnis der psychologischen Hintergründe dem auch Rechnung, indem sowas nicht als vorsätzliche Beleidigung gewertet wird.
Mir ist schon klar, dass sowas in den USA aufgrund der politischen Agenda geframed werden muss. Als halbwegs vernünftiger Mensch sollte man diesem Hoax aber nicht aufsitzen.
Es gibt immer noch unsere rationale Angst und darunter zählt auch unser Fluchtinstinkt. Was würdest du tun, wenn 4 vermumte Gestalten mit Waffen in dein Fahrzeug wollen und ICE sind im Umgang mit Menschen keine zahmen Personen. Aus psychologischer Sicht wird die Mehrheit der Bevölkerung flüchten.
Wenn es sich bei den vier Personen erkennbar um Polizeibeamte handelt, würde ich ihre Nähe und damit ihren Schutz suchen sowie ihren Anweisungen Folge leisten, weil ich davon ausgehe, dass sie Schaden von mir abwenden wollen oder es einen Anlass für ihr Einschreiten gibt. So würde sich übrigens auch das Gros der Menschen, in den USA wie in Deutschland, entscheiden. Auch wenn erfolglos aber reichweitenstark versucht wird es anders darzustellen: Die Mehrheit der Bevölkerung (und sogar die "bösen Jungs") rufen bei Gefahrenlagen die Polizei, weil sie wissen, dass sie dort den Schutz der Staatsgewalt erfahren. Ein Auftrag mit dem (selbst in den USA) die Staatsgewalt übrigens durch das Staatsvolk legitimiert wird.
Was ist diese "Strömung"? Bitte um mehr Informationen dahingehend. Laut
Medienberichten hat sie sich laut staatlichen Äußerungen als "legal observer" betätigt.
Ich habe nicht die Absicht mich in der Tiefe mit der Biographie von Good auseinanderzusetzen, aber in diversen Artikeln (
willkürliche Quelle) wird beschrieben, dass sie häufiger staatliches Handeln zu torpedieren versucht hat, indem sie bspw. vollziehbar Ausreisepflichtige durch Nutzung einer Pfeife gewarnt oder Fahrtwege blockiert hat.
Wer von Gerichten bestätigte Maßnahmen (über die Rechtmäßigkeit amerikanischer Gerichte kann man an anderer Stelle gern reden) aus einer moralischen Selbstüberhöhung heraus zu verhindern versucht, gehört einer problematischen Strömung an, weil sie geltendes Recht nicht akzeptieren.
So oder so, ich finde es befremdlich, mit welcher Gleichgültigkeit viele hinnehmen, dass dort eine Zivilistin von Personal der Exekutive getötet wurde.
Mich stimmt eher bedenklich, dass in den USA pro Jahr ca. 20 Millionen Fahrzeugführer angehalten werden und die Mehrzahl in der Lage ist, simple Anweisungen zu befolgen und danach weiterzufahren, aber keiner darüber reden möchte, weshalb sie den Anweisungen nicht Folge geleistet hat und damit diese Situation nicht hervorgebracht hätte?
Hierzulande ist es nicht normal, und das sollte es in keinem freiheitlichen Rechtsstaat sein, dass Menschen bei jeder Begegnung mit Staatsdienern ultimativer Gefahr ausgesetzt sind.
Dazu habe ich oben bereits etwas an Licht geschrieben. Wenn Menschen "bei jeder Begegnung (...) ultimativer Gefahr ausgesetzt sind", warum rufen dann alle die Polizei? Oder bist du da möglicherweise eine verzerrten Wahrnehmung einer Bubble auf den Leim gegangen?
Der Beamte hätte sich nicht aktiv vor dem Fahrzeug positionieren sollen (das ist Eigengefährdung und sollte in jeder Ausbildung klar adressiert worden sein) und die wegfahrende Person auf kurze Distanz mit Kopfschüssen zu töten als Notwehr zu werten finde ich gewagt.
Welche Qualifikation bringst du mit, um zu dieser Einschätzung bezüglich der Positionierung am Fahrzeug zu kommen? Weißt du, wie man ein in Bewegung befindliches Kraftfahrzeug stoppt (Protip: Wir reden nicht von einem Actionfilm)?