Donald Trump - Er will nicht gehen...

Das Video ist für mich eindeutig. Die Fahrerin gibt nicht Vollgas auf den vorderen ICE-Beamten, sondern möchte um ihn herumfahren. Der Typ steht ihr nicht einmal im Weg und eröffnet erstmal wahllos das Feuer.
Wie ich oben bereits schrieb, selbst wenn diese Behauptung den Tatsachen entsprechen würde: Der betreffende Beamte selbst steht im Verdacht im Sommer bereits einmal seitlich von einem Fahrzeug mitgeschliffen worden zu sein. Spätestens das sollte auch bei fehlendem fachlichen Einblick die Gefahren eines Fahrzeuges während einer Personenkontrolle aufzeigen...

Der Identitätsschutz ist nur ein kleiner Aspekt. Trump möchte mit dieser Behörde eines erreichen -Abschreckung. Es gab mal eine gute Reportage, wo das mal aufgezeigt wurde, die Leute hatten vor denen alle Angst und zeigen sich nur noch wenig auf der Straße, obwohl diese in den USA geboren sind. Psychologisch sehr effektiv.
Es gibt auch Menschen, die Angst vor Moslems haben, weil ein bestimmter Promillesatz dieser eine höhere Affinität für spontane Umseztungen in Menschenmengen hat. Das ist aber ähnlich sinnreich wie die Angst dieser Leute, wenn sie amerikanische Staatsangehörige sind. Angst ist häufig nicht gerade rational.
 
Der betreffende Beamte selbst steht im Verdacht im Sommer bereits einmal seitlich von einem Fahrzeug mitgeschliffen worden zu sein.
Ändert allerdings an den Tatsachen nichts. Auch hier ist der Waffengebrauch das letzte Mittel. Der Polizist gibt gezielte Schüsse ab. Wie Tommy bereits einmal erwähnt hat ist es einfach nur Polizeigewalt. Es gab keinen Grund, noch wollte die Frau jemanden überfahren. Die letzten Worte des Beamten sind natürlich auch nicht gerade angebracht gewesen. Das ist alles so eindeutig.

Angst ist häufig nicht gerade rational.
Es gibt immer noch unsere rationale Angst und darunter zählt auch unser Fluchtinstinkt. Was würdest du tun, wenn 4 vermumte Gestalten mit Waffen in dein Fahrzeug wollen und ICE sind im Umgang mit Menschen keine zahmen Personen. Aus psychologischer Sicht wird die Mehrheit der Bevölkerung flüchten.
 
Allerdings ist es der Trump-Regierung ebenso wie der Strömung zu welcher Good gehört sehr eigen, voreilige Schlüsse zu ziehen und die Propagandamaschine zu bedienen, um die Meinungsbildung im eigenen Sinne zu beeinflussen. Dem sollte durch Objektivität entgegengehalten werden, anstatt in die gleiche Kerbe zu schlagen.
Was ist diese "Strömung"? Bitte um mehr Informationen dahingehend. Laut Medienberichten hat sie sich laut staatlichen Äußerungen als "legal observer" betätigt.
"Several state leaders have said that Good was at the scene of an ICE raid in the south of Minneapolis as a legal observer - a volunteer who monitors police and security forces at protests and operations."
Das klingt zunächst mal nur nach einer Person, die sich zivilgesellschaftlich engagiert. Vertreter des Staatsapparats nennen sie deshalb eine Terroristin, was natürlich völlig überzogen und bedenklich ist. Wir würden Leute, die hierzulande Polizeieinsätze beobachten, auch nicht zu Terroristen erklären. Zumal der Rechtsschutz für Leute, die in den USA als Terroristen eingestuft werden, so naja ist.
Bei der Tötung scheint sie sich aber eben nicht in dieser Rolle befunden zu haben, da sie wohl gerade eines ihrer Kinder zur Schule gebracht hat.
"Her ex-husband, who asked not to be named out of concern for the safety of their children, said Good had just dropped off her six-year-old son at school on Wednesday and was driving home with her current partner [...]"

So oder so, ich finde es befremdlich, mit welcher Gleichgültigkeit viele hinnehmen, dass dort eine Zivilistin von Personal der Exekutive getötet wurde. Hierzulande ist es nicht normal, und das sollte es in keinem freiheitlichen Rechtsstaat sein, dass Menschen bei jeder Begegnung mit Staatsdienern ultimativer Gefahr ausgesetzt sind. Dadurch ist Angst und der Fluchtreflex zunächst mal verständlich. Der Beamte hätte sich nicht aktiv vor dem Fahrzeug positionieren sollen (das ist Eigengefährdung und sollte in jeder Ausbildung klar adressiert worden sein) und die wegfahrende Person auf kurze Distanz mit Kopfschüssen zu töten als Notwehr zu werten finde ich gewagt. Erinnert mich eher an Fälle wie diesen, auch wenn es hier nicht um Beamte geht.
 
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Ändert allerdings an den Tatsachen nichts.
Die Argumentation war, dass sich John Doe und Max Mustermann nicht bewusst sind, wie gefährlich ein Fahrzeug ist und ich versuche diesen Wissenstransfer ohne unnötig lange Ausführungen oder Nennung nicht öffentlicher Quellen anhand von Realsachverhalten mit entsprechenden Folgen aufzuzeigen. Natürlich kann man sich dieser Tatsache verwehren, das ist aber weder besonders nachhaltig, noch bekräftigt es den eigenen Standpunkt.

Der Polizist gibt gezielte Schüsse ab. Wie Tommy bereits einmal erwähnt hat ist es einfach nur Polizeigewalt. Es gab keinen Grund, noch wollte die Frau jemanden überfahren. Die letzten Worte des Beamten sind natürlich auch nicht gerade angebracht gewesen. Das ist alles so eindeutig.
"Gibt gezielte Schüsse ab" - natürlich macht der Beamte das, ungezielte Schüssen wären in der Konstellation auch eine riesige Gefahr für am Ereignisort befindliche Dritte. Solche Aussagen offenbaren, dass man fachlich zu weit entfernt von der Materie ist, um eine relevante Aussage dazu treffen zu können und aus Emotionalität schreibt. Um wenige Worte später dem Beamten genau diese Emotionalität abzusprechen, nachdem man versucht hat ihn umzufahren und er von der Schusswaffe Gebrauch machen musste.
Handelt es sich hier um das Phänomen "keyboard warrior" oder warst du tatsächlich schon einmal in der Situation, unmittelbaren Zwang gegen eine widerständige Person anwenden zu müssen? Das geht nicht spurlos an allen Betroffenen vorüber und zumindest die Rechtsprechung in Deutschland trägt in Kenntnis der psychologischen Hintergründe dem auch Rechnung, indem sowas nicht als vorsätzliche Beleidigung gewertet wird.
Mir ist schon klar, dass sowas in den USA aufgrund der politischen Agenda geframed werden muss. Als halbwegs vernünftiger Mensch sollte man diesem Hoax aber nicht aufsitzen.

Es gibt immer noch unsere rationale Angst und darunter zählt auch unser Fluchtinstinkt. Was würdest du tun, wenn 4 vermumte Gestalten mit Waffen in dein Fahrzeug wollen und ICE sind im Umgang mit Menschen keine zahmen Personen. Aus psychologischer Sicht wird die Mehrheit der Bevölkerung flüchten.
Wenn es sich bei den vier Personen erkennbar um Polizeibeamte handelt, würde ich ihre Nähe und damit ihren Schutz suchen sowie ihren Anweisungen Folge leisten, weil ich davon ausgehe, dass sie Schaden von mir abwenden wollen oder es einen Anlass für ihr Einschreiten gibt. So würde sich übrigens auch das Gros der Menschen, in den USA wie in Deutschland, entscheiden. Auch wenn erfolglos aber reichweitenstark versucht wird es anders darzustellen: Die Mehrheit der Bevölkerung (und sogar die "bösen Jungs") rufen bei Gefahrenlagen die Polizei, weil sie wissen, dass sie dort den Schutz der Staatsgewalt erfahren. Ein Auftrag mit dem (selbst in den USA) die Staatsgewalt übrigens durch das Staatsvolk legitimiert wird.

Was ist diese "Strömung"? Bitte um mehr Informationen dahingehend. Laut Medienberichten hat sie sich laut staatlichen Äußerungen als "legal observer" betätigt.
Ich habe nicht die Absicht mich in der Tiefe mit der Biographie von Good auseinanderzusetzen, aber in diversen Artikeln (willkürliche Quelle) wird beschrieben, dass sie häufiger staatliches Handeln zu torpedieren versucht hat, indem sie bspw. vollziehbar Ausreisepflichtige durch Nutzung einer Pfeife gewarnt oder Fahrtwege blockiert hat.
Wer von Gerichten bestätigte Maßnahmen (über die Rechtmäßigkeit amerikanischer Gerichte kann man an anderer Stelle gern reden) aus einer moralischen Selbstüberhöhung heraus zu verhindern versucht, gehört einer problematischen Strömung an, weil sie geltendes Recht nicht akzeptieren.

So oder so, ich finde es befremdlich, mit welcher Gleichgültigkeit viele hinnehmen, dass dort eine Zivilistin von Personal der Exekutive getötet wurde.
Mich stimmt eher bedenklich, dass in den USA pro Jahr ca. 20 Millionen Fahrzeugführer angehalten werden und die Mehrzahl in der Lage ist, simple Anweisungen zu befolgen und danach weiterzufahren, aber keiner darüber reden möchte, weshalb sie den Anweisungen nicht Folge geleistet hat und damit diese Situation nicht hervorgebracht hätte?

Hierzulande ist es nicht normal, und das sollte es in keinem freiheitlichen Rechtsstaat sein, dass Menschen bei jeder Begegnung mit Staatsdienern ultimativer Gefahr ausgesetzt sind.
Dazu habe ich oben bereits etwas an Licht geschrieben. Wenn Menschen "bei jeder Begegnung (...) ultimativer Gefahr ausgesetzt sind", warum rufen dann alle die Polizei? Oder bist du da möglicherweise eine verzerrten Wahrnehmung einer Bubble auf den Leim gegangen?

Der Beamte hätte sich nicht aktiv vor dem Fahrzeug positionieren sollen (das ist Eigengefährdung und sollte in jeder Ausbildung klar adressiert worden sein) und die wegfahrende Person auf kurze Distanz mit Kopfschüssen zu töten als Notwehr zu werten finde ich gewagt.
Welche Qualifikation bringst du mit, um zu dieser Einschätzung bezüglich der Positionierung am Fahrzeug zu kommen? Weißt du, wie man ein in Bewegung befindliches Kraftfahrzeug stoppt (Protip: Wir reden nicht von einem Actionfilm)?
 
Die Argumentation war, dass sich John Doe und Max Mustermann nicht bewusst sind, wie gefährlich ein Fahrzeug ist
Stellt sich aber unmittelbar vor dem Fahrzeug, auch ein sehr schwaches Argument. In seiner Ausbildung wüsste er eigenlich dann lernen, wie man Situationen gut einschätzt. Die Frau war auf jeden Fall keine Bedrohung noch das war ihre Ehefrau anwesend, ich bezweifle, dass sie Amok läuft.
"Gibt gezielte Schüsse ab" - natürlich macht der Beamte das, ungezielte Schüssen wären in der Konstellation auch eine riesige Gefahr für am Ereignisort befindliche Dritte. Solche Aussagen offenbaren, dass man fachlich zu weit entfernt von der Materie ist, um eine relevante Aussage dazu treffen zu können und aus Emotionalität schreibt. Um wenige Worte später dem Beamten genau diese Emotionalität abzusprechen, nachdem man versucht hat ihn umzufahren und er von der Schusswaffe Gebrauch machen musste.
Er hätte auch woanders ziehlen können, die Frau war keine Bedrohung. Für mich ist das nichts anderes als Polizeigewalt. Es gab weiterhin keinen Grund dafür, es gab auch keine Gefahr und diese Worte geben auch sehr gut wieder, dass er die Frau absolut nicht ausstehen konnte. Soweit die Berichte stimmen, gab er auch keine Hilfeleistung, dem Typ war es auch wahrscheinlich egal. Er hat diese Situation ähnlich schon einmal erlebt, sollte also in der Lage sein, diese besser einzuschätzen.

Du kannst es auch anders sehen, da möchte ich dir auch nicht absprechen. Es müsste erst einmal alles untersucht werden, dies wird entweder lange dauern oder unter dem Tisch gekehrt werden. Für mich ist das Video eindeutig.

Wenn es sich bei den vier Personen erkennbar um Polizeibeamte handelt, würde ich ihre Nähe und damit ihren Schutz suchen sowie ihren Anweisungen Folge leisten
Beziehe mal das bitte auf die USA, wenn du dort lebst. Die Leute haben Angst vor der Behörde, da traut sich keiner mehr etwas und wenn du dann Soldaten mit großen Gewehren an öffentlichen und harmlosen Plätzen siehst, geh ich lieder einen anderen Weg. Ich persönlich würde mir eher bei normalen Polizisten Schutz suchen, aber keinesfalls bei dieser Einwanderungsbehörde.

Mich stimmt eher bedenklich, dass in den USA pro Jahr ca. 20 Millionen Fahrzeugführer angehalten werden
Da müsste man unterscheiden sind es normale Polizeikräfte, das Ordnungsamt oder eher ICE? Dann müsste man sich wiederum fragen, in wie vielen Fällen wollten die Fahrer flüchten und kam es dann auch zum Einsatz einer Schusswaffe?

Dazu habe ich oben bereits etwas an Licht geschrieben. Wenn Menschen "bei jeder Begegnung (...) ultimativer Gefahr ausgesetzt sind", warum rufen dann alle die Polizei?
Die meisten rufen Hilfe.😉
 
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Also trotz dieser ganzen mühevollen/bemühten juristischen Erwägungen vom Sgt., die sicher in der Theorie irgendwie ihre Berechtigung haben, muß man schon feststellen, daß für den Beamten trotz Rempler durch das Auto wohl keine ernsthafte Gefahr für sein Leben bestand. Die Weiterfahrt der Täterin dann mit dem Einsatz tödlicher Gewalt zu beenden, vor allem vor dem Hintergrund der Tatvorwürfe (Straßenblockade / Widerstand gegen die Beamten), ist zumindest nach deutschen rechtlichen Maßstäben wohl nicht als verhältnismäßig anzusehen.

Aber das ist eben nicht Deutschland, sondern die USA und da wissen die Bürger eigentlich, dass man sich für derartige Dinge schnell mal eine oder zwei Kugeln einfängt. Von daher hat die Tote auch maximal unklug gehandelt, was wohl auch mit ihrer Ablehnung des ICEs begründet werden kann, was ihr Handeln allerdings in keiner Weise relativiert.

Dass es bei dem Beamten bereits eine Vorgeschichte gab, habe ich auch gehört. Hier müßte man prüfen, inwiefern der überhaupt geeignet war, wieder Dienst zu schieben.
 
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