Kann man als gläubiger Christ Metal hören?

Dieses Thema im Forum "Musikforum" wurde erstellt von Ehemaliger Benutzer, 16. Mai 2007.

  1. Naja, nicht unbedingt. Kunst ist ja in erster Linie ein Mittel zum Ausdruck von Gefühlen. Wieviele Gefühle hat ein rational denkender Mensch?

    Eine andere Definition von Rationalität in diesem Kontext wäre bestenfalls die Ausnutzung menschlicher Gefühle in Form von Kommerzmusik, um damit seine eigenen finanziellen Bedürfnisse zu befriedigen. Aber das kann man nicht als Kunst ansehen.

    :lol: wie geil ist der denn? xD
     
  2. ja-kobi

    ja-kobi Fremdländer

    baaaam

    Hey,

    bin wiedergeborener Christ und höre selber Metal/Hardcore.

    Man muss zunächst sagen, dass hingegen vieler Behauptungen der Text nicht alleine die Musik christlich oder unchristlich macht.

    Die Musik spielt eine große Rolle, so kann man in 1. Samuel 16 ab Vers 14 lesen, dass König Saul von Gott verworfen wurde und von einem bösen Geist geängstigt wurde und er jedes mal David auf der Harfe hat zocken lassen und "es ihm leichter wurde".
    Was sagt uns das? Da David nicht gesungen hat, muss es komplett an der Musik gelegen haben. Und wenn es jetzt solche Musik gibt die Geister vertreibt, so muss es auch die Gegenseite geben. Okkult Musik.

    Ich will damit nicht sagen, dass man die Finger von Metal lassen sollte, außer Black Metal und solcher bei dem man weiß, dass die Texte sich nicht mit Gottes Ansichten vereinbaren lassen.

    Auch will ich nicht sagen, dass Schlager, Pop, Hiphop nicht okkult sind und Metal doch, trotzdem muss man sehr sehr sehr sensibel als Christ sein.

    Ich persönlich würde mich gerne den ganzen Tag mit Worship befassen, aber die Musik ist einfach nicht mein Fall...

    Schönen Abend und Grüße aus WOB,

    Alex
     
  3. Mr.Raggaedeman

    Mr.Raggaedeman Freund des Hauses

    Seit wann glauben Christen an die Wiedergeburt ? Oo
     
  4. Soweit ich weiß, bezieht sich das nicht auf eine fleischliche Wiedergeburt, sondern eher auf die geistige Rückbesinnung auf den christlichen Glauben, eine mentale Rundumerneuerung ... sofern man da von Erneuerung sprechen kann, was ich polemischerweise bezweifle.
     
  5. Mandrake

    Mandrake Neuankömmling

    hmmm ...

    ich kann nur für mich selber sprechen, nicht für Christen im Allgemeinen.

    Ich selbst würde mich nicht mehr als gläubig bezeichnen, habe aber noch viele Kontakte in Richtung Kirche, wo ich viele Jahre lang aktiv tätig gewesen bin.

    Ich habe kein Problem mit Metal im Allgemeinen, und meine Bereiche wären dort im Epic/Progressive/Symphonic anzusiedeln.

    Ich bin aber auch jemand, der schon auf die Texte guckt, oder auf das Auftreten oder Erscheinen der Band.

    Vor allem im Black/Death Metal gibt es vieles, was für mich untragbar ist. Dabei ist es für mich unerheblich, ob die Band vielleicht nur so tut als ob. Also ob es ein Spiel ist mit dem Schockieren. Wenn die Texte/Cover/Auftreten schlichtweg menschenverachtend und an der Grenze zur Verfassungsfeindlichkeit daher kommen, dann ist für mich aus. Denn wir dulden auch keine Bands, die zum Beispiel Nazilieder nur aus Spaß bringen. Bei Nazigruppen sagen die meisten Metaller, die meinen das ja auch ernst, bei Black/Death-Gruppen eigentlich immer, ach nö, das hat überhaupt nichts mit ihnen zu tun. So allgemein ist das sicherlich nicht. Ich würde auch sagen, das hat weniger mit einer betont christlichen Haltung meinerseits zu tun als vielmehr mit dem Gefühl, dass ich irgendwo Grenzen setzen möchte, dass ich einfach Menschlichkeit achte und denke, dass dies bei den Texten der Musikgruppen, die ich höre, zumindest nicht brachial gegenübersteht.

    Eine weitere Sache ist, dass ich denke, das trifft halt bei mir nicht nur auf Metal zu, bei gewissen Themen eine Grenze zu ziehen. Gewaltverherrlichender Ghetto-HipHop ist ebenfalls nicht mein Ding.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Februar 2008
  6. Kensen

    Kensen Abenteurer

    Der Herr Pfarrer (naja, noch nicht ganz, ein paar Semester fehlen noch...) möchte sich kurz zu Wort melden:
    Meine Lieblingsband ist Rammstein, in der Garage steht eine Kawasaki Ninja und ich trag grad ein Amon-Amarth-T-Shirt, noch Fragen? :-D

    Gruss
    Kensen
     
  7. SWSB

    SWSB Fremdländer

    Sorry aber als ich das im zusammenhang gelesen habe bin ich vor lachen vom Stuhl gefallen .... Kritisieren und dann ein Beispiel das wenig kritik zeigt eher eine Konsequenz^^ aber schöne geschrieben.....:lol:

    Ich für meinen Teil höre Metall, trage Leder jacken, hab Schwerter an der Wand hängen hab einen Rottweiler der eher in die Abteilung Kuscheltier gehört und bin eigentlich ein Änhänger des Zen Buddhismus (Schwankt nach Tagesform manchmal eher von dem heiligen Aspirin) ....

    abärrrrrrrrrr

    Wenn ich eine Meinung vertrete dann ganz oder gar nicht... und ich sehe das Christentum in vielen Punkten so offen bzw, verändert das ich denke mal es gar kein Problem darstellt sich jedwede Form von Musik anzuhören sonst dürften Christen auch keinen Hip Hop usw. hören sondern nur Orgelmusik, White Metall usw. ihr versteht sicher was ich meine. Bei Konzerten oder manchen Liedern ist es aber auch so das einen einfach die Mucke und die Stimmung mitreisst und da können die mir in dem Text erzählen das es gleich entsicherte Handgranaten regnet ich würde trotzdem weiter den Takt mitnicken.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Februar 2008
  8. RedoX

    RedoX Fremdländer

    Die Frage ist interessant und ich habe sie mir auch schon gestellt. Ich glaube an Gott! Ich ging auch oft zur Kirche leider hat sich mein Glaube ein wenig geschwächt in letzter Zeit...
    Ich höre auch gerne Metal. Allerdings halte ich mich bewusst von Death und Blackmetal fern - das mag zum einen daran liegen, dass mir die Musik nicht sonderlich gefällt aber zum anderen ist es sicherlich auch damit verbunden, dass eben in diesen Stilrichtungen viel negatives weiter gegeben wird.
    Ich habe ein Buch gelesen ( Okkultes in der Rockszene ) und mich auch schon , wenn auch nur bescheiden, über das Thema Unterbewusstsein schlau gemacht.

    Es ist also für mich Fakt, dass negative und vorallem unterschwellige Botschaften von der Metalmusik ausgehen können.
    Ich höre auch hauptsächtlich Metalcore und Powermetal. Ich werde auch dieses Jahr aufs Wacken Open Air gehen und hab auch schon mit dem Gedanken gespielt am Sonntag dem Gottesdienst beizuwohnen.

    Gruß
     
  9. Pelinal Weißplanke

    Pelinal Weißplanke Fremdländer

    ih bin auch Christ und höre Lordi...
    Allerdings ist es sehr klischeehaft wenn man sagt :"BUH LORDI SIND SATI'S!!"
    Es ist nömlich anders.Wenn man sich deren Songinhalte anguckt ist es so sie sind sogar eher gläubig. Beispiel : Devil is a loser^^
    anderes : Hard Roch Hallelujah - "Striking down the prophets of FALSE (die falschen propheten)"
    oder auch : "Brothers and Sisters keep strong in the faith (Brüder und Schwestern halten stark im Glauben)"

    Frage beantwortet?Nicht jeder Metal ist Sati! :yeah: :angel:
     
  10. Lordi ist kein Metal :roll: Und dein Kommentar geht in die falsche Richtung. Du stellst Lordi als "christlich" orientiert da und rühmst dich, es als Christ zu hören, die Frage ist aber explizit diejenige, wie ein gläubiger Christ spezifisch säkularen bzw. explizit antichristlichen Metal hören kann, dessen Inhalte im Widerspruch zu den Glaubensinhalten des Christentums stehen.

    Das einzige, was du damit "bewiesen" hast, ist, dass du persönlich als Christ christlich orientierte Musik hörst. Punkt aus.

    Nebenbei, woher zum Teufel kommt die selten dämliche Abkürzung "Satis"? Nenn das Kind ruhig beim Namen, dafür beißt dir niemand den Kopf ab. Eher für das Gegenteil, da hab ich so ein paar Geschichten auf Lager wegen eines scherzhaft gemeinten "Heil Satan"'s beispielsweise...
     
  11. Pelinal Weißplanke

    Pelinal Weißplanke Fremdländer


    Ja öhm was ist es den dann? Rock? Klassik :eek:?

    Mir ist es zu lange um Satanist auszuschreiben.Nebenbei kenn ich kein Satanisten (langes Wort :eek:) und bin sehr froh darüber.
    Das mit "Nicht jeder Metal ist sati hät ich echt anders schreiben können^^
     
  12. Florifee

    Florifee Ehrbarer Bürger

    Metal ist nicht einfach NUR Musik sondern irgendwo auch ne Stilrichtung, siehe Kleidung etc. Was Lordi gemacht hat, in Sachen auftreten, hat nichts, aber auch gar nichts mit dem zu tun, was man allgemeinhin als echten Metal bezeichnet. Vom musikalischen her waren ihre Lieder meist auch weniger Aggressiv und kraftvoll wie z.B im Thrash oder Death Metal. Ich würde sie aus meiner persönlichen Meinung heraus vielleicht als... Rock definieren. Na gut und das kleidungsmäßige Auftreten der Band ist wie ich finde, ziemlich lächerlich.

    Naja und zum Thema, ich denke hören kann man alles, egal als was. Es kommt eben nur darauf an inwieweit man das was man hört LEBT. Sprich wie man das in den Liedern erzählte in sich aufnimmt und damit umgeht. Angenommen ein Pfarrer würde so etwas Gorgoroth hören, einfach weil ihm die Musik Spaß macht und er sich dran erfreut, dann kann bzw. sollte man ihm daraus doch keinen Strick drehen, sofern er sich "normal" verhält. Soweit meine Meinung.

    PS: Achja und Satis ist übrigens eine altägyptische Gottheit, hat also wenig mit dem Teufel oder seinen Anhängern zu tun :p
     
  13. Exaras

    Exaras Reisender

    Lordi ist ganz normaler Hard Rock. Übrigens würd ich Metal weniger an hart und kraftvoll oder dem Auftreten festmachen als an der Benutzung der für dieses Genre typischen Tonleitern (zb Kirchentonleiter) und natürlich dem Tritonus. Im Hard Rock wird dagegen sehr oft die Bluestonleiter verwendet.

    Wenn schon verniedlichungen, dann bitte Satili. :lol:
     
    1 Person gefällt das.
  14. Hard Rock. Nicht mehr.

    Es ist außerdem eine Maßgabe der Höflichkeit und der Verständigung untereinander, solche Sachen voll auszuschreiben. Erwarte nicht, dass dich jeder ernstnehmen oder anhören wird, wenn du dir einen derartig abgehackten Ausdruck zulegst. Angefangen bei mir. Ich werd aggressiv, wenn ich diesen verdreckten Jugend- und Hopperslang auch noch im Forum lesen muss, wenn ich ihn schon tagtäglich auf der Straße hören muss. Zeigt außerdem das dahinterstehende Diskussionsniveau. Wenn es dir zu müde ist, Wörter voll auszuschreiben, solltest du vielleicht ganz Abstand von einer Diskussion nehmen, denn der Meinungsaustausch geht dann nicht über Stammtischgelabber hinaus.

    Kann auch sein, dass ich das falsch erinnere, aber ich mein, mal etwas über eine Black Metal-Band aus Ägypten gelesen zu haben, deren primärer inhaltlicher Fokus Antiislam und die heidnische, vorislamische ägyptische Religion ist. Insofern ist das gar nicht mal soooooooooo abwegig.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27. Juni 2008
  15. Florifee

    Florifee Ehrbarer Bürger

    Ich hab auch nicht Metal an sich an den Punkten "hart" und "kraftvoll" festgemacht sondern Thrash und Death Metal (außerdem sagte ich "aggressiv" und "kraftvoll" :p ), dabei gedacht an Slayer und Nile. Aber ich denke schon das auch das Auftreten an sich eine große Rolle spielt, zumindest fällt es dem Zuhörer bzw. dem Zuschauer schneller auf als bspw. der phrygische Modus in der Musik (dummes Beispiel: Angenommen man schaut sich das Video einer MEtal Band an und der Ton fällt aus, dann kann man doch wenn es sich bei den Akteuren um langhaarige, bärtige , dunkel gekleidete Männer mit E Gitarren bzw. Schlagzeug handelt, ungefähr schätzen was für Musik die wohl spielen. Natürlich trifft das Klischee nicht auf alle zu, aber doch auf einige.).

    Aber trotzdem ergeben alle diese Sachen und wahrscheinlich noch ein paar weitere zusammen, das was wir als Metal kennen. Und bei Lordi war das meiner Meinung nicht der Fall, von der Tonleiter her weiß ich nich welche die für gewöhnlich benutzen, aber insgesamt. Und darum ging es doch.

    Ich hoffe es war soweit verständlich was ich sagen wollte.
     
  16. Exaras

    Exaras Reisender

    Ja, mir ist schon klar was du meinst. Allerdings findest du die beschriebenen Leute halt auch sehr häufig im Bereich des Hard Rock. Es gibt ja auch beim Metal, Bands in Kostümen (zB Turisas oder die ganzen Blackmetal Heinos). Primär würde ich die Stilrichtung einer Band immer an der Musik festmachen, aber nicht an subjektiven Eindrücken wie einem agressiven Klang oder der Kleidung. Wenn, dann währe Lordi Heavy Metal, aber der Vergleich mit Trash/Death Metal hinkt etwas. Druckvoll genug währe ihre Musik schon um da mit diesem Genre mitzuhalten, da gibts Bands die lange nicht so treibend/agressiv klingen (zb Iron Maiden). Allerdings haben ihre Lieder halt andere Strukturen. Zusammen ergeben diese Sachen wohl einen populären Teil der Subkultur, aber für die Stilrichtung ist es nicht zwingend notwendig und kann auch was völlig anderes sein.
     
    Florifee gefällt das.
  17. Orgon

    Orgon Abenteurer

    Also ich würde sagen ja denn Metal hat zwar in einem gewissen Bereich etwas mit der Lebenseinstellung zu tun, allerdings gehört hierzu nicht die Religiöse Einstellung es sei den man hört nur Metal Subgerenes in denen es um Antichristlichkeit geht (also was texte und teilweise Auftreten angeht). Obwohl die vorstellung durchaus amüsant ist (also ein Gläubiger Christ schreit munter in einer Horde voller Gotthasser das die Kirchen dieser Welt niedergebrannt werden sollen und oder so etwas ähnliches)
     
  18. Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. Januar 2011
  19. guilder

    guilder Fremdländer

    Ich würde sagen man sollte sich auf keinen Fall bei solchen Sachen von
    der Kirche beeinflussen lassen.
    Ich bin überzeugter nicht gläubiger und habe zum Glück keine solchen Probleme. :p

    Also in diesem Fall: Lets Rock:hah:
     
  20. Florifee

    Florifee Ehrbarer Bürger

    ICh würde sagen man sollte sich auf gar keinen Fall von der Kirche oder irgendeiner anderen Religions Organisation zu stark beeinflussen lassen. Naja aber das gehört nicht hierher.

    So amüsant find ich das gar nicht. Denn eigentlich würde er bis zu einem gewissen Grad ja recht behalten, aber auch nur wenn er sagt die Kirche handelt nich tim Sinne der christlichen Religion, dies kann man weitestgehend nachvollziehen und es stimmt auch größtenteils. Nur ist es ebenso "unchristlich" mit Gewalt etwas auszulöschen was einem nicht passt. (Genau das hat die Kirche ja in der Vergangenheit falsch gemacht :/ )

    Also stellt sich die Frage ob es sich bei solchen Personen tatsächlich um gläubige Christen handelt, vielleicht viel mehr um Extremisten die ihrem Gewalttrieb freien Lauf lassen wollen. Ich denke "gläubiger" Christ ist man nur dann wenn man sich nicht auf irgendeine Weise extremistisch bzw. fanatisch verhält, in Bezug auf Kirche und Christentum. Sonst wäre man ein "fanatischer" Christ. Und ob ein fanatischer Christ Metal überhaupt hören würde wage ich stark zu bezweifeln ;) .

    Also wie gesagt, es ist völlig in ORdnung an Gott zu glauben und gleichzeitig z.B Black Metal zu hören, solange man beides in einem gewissen Gleichgewicht hält und sich nicht durch das eine sozusagen gegen das Andere aufhetzen lässt. Das ist jedenfalls meine Meinung.
     
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