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Vor den Zeitaltern der Menschheit

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Vor den Zeitaltern der Menschheit
Autor Aicantar von Schimmerheim
Art Buch
Genre Geschichte, Mythologie

Vor den Zeitaltern der Menschheit, manchmal auch Vor den Zeitaltern der Menschen, (engl. Before the Ages of Man) ist der erste Band der Zeitstrahl-Serie und bietet eine gelehrte Übersicht über die Frühgeschichte Nirns vor dem Aufstieg der menschlichen Reiche. Der Autor systematisiert mythologische Überlieferungen und frühe Chroniken in eine strukturierte Abfolge von der Ära der Dämmerung bis zum Ende der Merethischen Ära.

Inhaltsangabe

Aicantar von Schimmerheim teilt die Frühzeit in zwei Hauptperioden: die Ära der Dämmerung und die Merethische Ära.

In der Ära der Dämmerung entstehen aus dem Aurbis durch Anu und Padomay die Götter (et’Ada) sowie Akatosh (Auriel), wodurch die Zeit beginnt. Lorkhan überredet die Götter zur Schöpfung der sterblichen Welt Nirn. Magnus verlässt das Projekt, viele Götter folgen ihm, während andere sich opfern und als Ehlnofey verbleiben. Lorkhan wird verurteilt, sein Herz aus dem Diamantturm gerissen; an dessen Landestelle entsteht ein Vulkan. Mit dem Exodus der Götter stabilisiert sich die Welt und lineare Geschichte wird möglich.

Die Merethische Ära beginnt nach nordischer Zählung mit MÄ 2500 und reicht bis zum Jahr vor der Gründung der Camoran-Dynastie. In dieser Epoche siedeln zunächst Tiervölker in Tamriel. Später erreichen aldmerische Flüchtlinge aus Aldmeris den Kontinent, gründen Kolonien und errichten monumentale Türme wie den Kristallturm und den Weißgoldturm. Die Ayleïden entfalten im Herzland ihre Kultur, während im Osten die Chimer unter Veloth nach Morrowind ziehen und Konflikte mit den Dwemer entstehen.

In der späten Merethischen Ära kommt es zum Niedergang der Velothi-Kultur, zur Ausbreitung der Dwemer-Siedlungen und zur Einwanderung der nedischen Völker aus Atmora. Ysgramor gründet Saarthal, übersteht die „Nacht der Tränen“ und kehrt mit seinen Gefährten zurück. Auch legendäre Gestalten wie Pelinal Weißplanke werden in dieser Epoche verortet.

Analyse

Das Werk fasst die mythischen Ursprünge der Welt, den Exodus der Götter und die Entwicklung der frühen Elfen- und Menschenkulturen in chronologischer Form zusammen. Es dient als historiographischer Versuch, göttliche Mythen und legendäre Überlieferungen in einen kohärenten Zeitrahmen einzuordnen.

Es verbindet Mythologie und Geschichtsschreibung und bemüht sich um eine lineare Ordnung mythischer Ereignisse. Dabei wird deutlich, dass viele Aussagen auf elfischen und nordischen Überlieferungen beruhen, die bereits interpretierend gefiltert sind.

Aicantars Darstellung folgt einer stark altmerisch geprägten Perspektive: Die Rolle der Aldmeri-Kulturen wird als zivilisatorisch überlegen dargestellt, während Tiervölker und frühe Menschen als schriftlos oder unzivilisiert erscheinen. Gleichzeitig versucht der Text, mythische Vorgänge, etwa die Bestrafung Lorkhans oder das Wirken Magnus’, in eine quasi-historische Chronologie einzupassen, wodurch Mythos und Geschichte bewusst ineinander überführt werden.

Als historiographisches Dokument zeigt das Buch vor allem, wie Gelehrte der späteren Zeitalter versuchten, kosmische Mythen, elfen- und menschenzentrierte Überlieferungen sowie politische Ursprungslegenden in ein gemeinsames Zeitmodell zu bringen.