Adventskalender

Eigenes Werk Lyrik und Poesie

Dieses Thema im Forum "Literaturforum" wurde erstellt von Ehemaliger Benutzer, 25. April 2006.

  1. düster-bertie

    düster-bertie Freund des Hauses

    [​IMG]

    grüße bertie
     
  2. Mikiru

    Mikiru Abenteurer

    die sachen die nun folgen sind schon etwas älter , aber vlt gefällt es ja doch dem ein oder anderen von euch , falls ja hat sich das schreiben und wieder rauskramen doch noch gelohnt =)

    ...ist...

    Leben ist , was Leben frisst
    mit eisig kalten Zähnen
    Sterben ist , was Leben misst
    mit Werten wie dem Tot

    Rache ist , was schmerzen frisst
    mit süßen , heißen Schmerzen
    Liebe ist , was das Herz vergisst
    wie alles , was es liebt.

    Lust ist das , was Fleisch vernetzt
    in honigscharfen schlägen
    Gier ist das , was alles isst
    mit simplen Menschenmündern


    Wege

    ...Führen in die Ewigkeit
    jeder Schritt ein Tackt von Stunden
    -geleiten in die Wenigkeit
    mit Liebe in Sekunden.

    Man geht sie in Unendlichkeit
    Im immer gleichen Gang.
    man verläuft sich in Wahrhaftigkeit
    und spürt die triste Einsamkeit.

    Man schleicht sie voller Ängstlichkeit
    vor all den andren Menschen
    Die gehen ihn aus Menschlichkeit
    die ohne Herzen denken.​
     
  3. Saruman

    Saruman Neuankömmling

    Wahnsinn

    Das ist der Wahnsinn der mich packt
    in meiner Zelle - klein und nackt.
    Es ist der Irrsinn der mich treibt ,
    - der mir böse Briefe schreibt.

    Rote Libellen auf weißem Grund.
    Insekten stechen meinen Körper wund.
    Ich weiß nicht : Ist es Traum oder wahr ,
    - ist es vorhanden oder garnicht da.

    Durchgeknallt und abgehoben ,
    die Realität total verschoben ,
    völlig schräg und sehr verbogen ,
    was ist wahr ,
    - und was gelogen ?

    Da ist ein Toter Kopf am Strand.
    Und fremde Zeichen
    sind im Sand.
    Und eine Kraft
    die mich dann treibt,
    und ein Wort ,
    das dies beschreibt...

    Das ist der Wahnsinn der mich packt ,
    der mich zerfetzt und dann zerhackt.
    Es ist der Irrsinn der mich treibt ,
    der nachts im Gitterbettchen schreit.
     
  4. Mikiru

    Mikiru Abenteurer

    "durchgeknallt und abgehoben" ich weis nicht ... ist dass nun auch altertümlich oder passt das schon in die neuzeit ? dass ich das nicht weis hindert mich dran zu sagen dass das ganze Schriftwerk "modern" ist , aber soo gut kenn ich mich damit auch nicht aus . trotzdem gefällt mir das ganze doch sehr , vor allem weil es stimmt . so könnte man wahnsin gewiss beschreiben =)
     
    Saruman gefällt das.
  5. Saruman

    Saruman Neuankömmling

    Es ist ein eher Neuzeitliches Gedicht. Ich glaube es ist 2003 entstanden. Obwohl es sicherlich schon immer wahnsinnige Leute gab.
     
  6. Mikiru

    Mikiru Abenteurer

    dass es wahnsinnige leute gab , bestreite ich nicht , =) ich wollte nur wissen , ob es nun moderner zeit entstanden ist oder schon älter ist . schlichtweg weil mich dcie wortwahl etwas irritiert hat =)
     
  7. killerkarotte

    killerkarotte Vertrauter

    *WiederbelebungAufThreadCaste*

    Mir war mal danach, etwas zu schreiben...




    Bleich sitzt du im Saal
    Unter Menschen und doch allein
    Am liebsten willst du einfach schrein´

    Es war unser Plan
    Doch sie fanden nur dich
    Und bedachten nicht mich

    Es war seine Brutalität
    Die ihm zum Verhängnis wurde
    Denn nur auf dir lastete die Bürde

    So vollführten wir das geplante Werk
    Ließen ihn verschwinden
    Seine Asche fortgetragen von den Winden

    Während du denkst
    Trete ich in den Saal
    Und beende deine Qual

    Nur ein Satz reicht
    "Ich war´s", rufe ich
    "Meine Idee, sicherlich"

    Du willst etwas sagen
    Aber ich bedeute dir zu schweigen
    Stumm zuzuschauen, an deinem Platz zu bleiben

    So verlässt du das Gericht
    Als freier Mensch, als freie Seele
    Freigekauft, sozusagen
    Im Tausch für mein Leben
    Erhältst du dein´s​
     
  8. Soul

    Soul Neuankömmling

    Das ist mein persönliches Lieblingsgedicht:

    Das Ding

    Es gibt ein Ding, das jeder kennt,
    und ist er noch so abstinent,
    wird er´s von Zeit zu Zeit benützen,
    um sich vorm Vorwurf "faul" zu schützen.

    Der Umgang mit dem Ding ist nett,
    man braucht´s nicht unbedingt im Bett,
    es geht im Stehen und auch im Sitzen,
    und mancher tut dabei auch schwitzen.

    Ich hab so´n Ding heut mitgebracht,
    ein schönes Päckchen draus gemacht,
    und mancher hier, was gilt die Wette,
    wär froh, wenn er so ein Ding hätte.

    Das Ding ist hart und doch geschmeidig,
    und ist man dieses Ding mal leidig,
    packt man es einfach wieder ein,
    bis zum nächsten Stelldichein.

    Das Ding muss manchmal sehr viel leisten,
    in einer Öffnung nützt´s am meisten,
    da muss das Ding dann ganz weit rein,
    dann klappt die Sach, so soll es sein.

    Die Zentimeter sind auch wichtig,
    so 15 wär in etwa richtig.
    Man hat auch welche schon gesehen,
    mit 20, 30 und auch 10.

    Die Regel ist, das weiß ein jeder,
    so etwa 15 Zentimeter:
    5 für drinnen und 5 für draußen,
    und 5 für hin und her zu sausen.

    Doch nicht zu hastig, seid nicht dumm,
    sonst wird das Ding am Ende krumm.
    Denn wo man Gutes tuen kann,
    da geht man nicht zu hastig ran.

    Das Schönste was das Ding halt kann,
    es passt sich jeder Öffnung an.

    Es gibt auch Leut, ihr werdet stutzen,
    die das Ding nicht mehr benutzen.

    Obwohl ein jeder drüber spricht,
    es tut nicht weh und staubt auch nicht.

    Dinger gibt´s, es ist nicht gelogen,
    die sind ein ganz klein Stück gebogen.
    Doch wenn man die geschickt dann dreht,
    wird die Wirkung noch erhöht.

    Bei großen Dingern braucht man Kraft,
    bis man es durch die Öffnung schafft.
    Dagegen bei den all zu Kleinen,
    ist es leider oft zu Weinen.

    Freunde ich bin kein Revolutzer,
    ich zeig jetzt meinen........ Flaschenputzer!
    Das Ding ist kaum noch im Verkehr,
    drum kennen viele es nicht mehr.

    Ihr Männer, wer bis jetzt gestutzt,
    hat wohl noch nie ne Flasch geputzt.

    Was ich soeben vorgebracht,
    war nicht als Ferkelei gedacht.
     
  9. Eldarie

    Eldarie Hausvetter

    Ich hab auch mal was selbst Gedichtetes. :book:

    Die Welt war jung, die Täler grün,
    die Wälder weit, die Berge hoch.
    Noch sah man nicht die Sonne glüh'n,
    als in Cuivíenen der erste Elb erwacht,
    ohne Angst noch war die Finsternis der Nacht.
    Auf fernen Wegen, die sind nicht mehr,
    gingen sie, dem Licht entgegen, nach Westen,
    noch weht kein böser Wind in den Ästen.
    Bei hohem Berg manchen das Herze stockt,
    doch zieht die Sehnsucht viele sehr,
    nach Westen über's weite, ferne Meer.
    wo auf der and'ren Seit' Valinor lockt.


    Weite Wälder - Beleriand,
    wo Elu, Führer der dritten Schar, entschwand.
    Lang suchten sie, doch fanden nicht,
    denn er sah Merlian ins unverderbliche Gesicht.
    Manche hielt das Meereslied.
    Doch das Volk der Vanyar schied,
    nach Westen hin zum Segenreich,
    die Noldor folgten ihnen sogleich.
    Seit langem weht nun reiner Wind,
    in Valinor, wo die Valar sind.
    Und zwei Bäume, wie Gold und Silber, steh'n,
    doch hat kein Sterblicher sie je geseh'n.


    Die Welt war jung, die Täler grün,
    die Wälder weit, die Berge hoch.
    Als Feanor elde Gemmen schuf,
    die wie die Bäume glüh'n.
    Doch von Morgoth geseeter Neid,
    machte sich in der Noldor Köpfen breit.
    Der dunkle Herrscher die Silmaril stiehlt,
    Feanor sie nie mehr in den Händen hielt.
    Die Bäume tot, der Schatten groß,
    voll Wut zog Feanor gen Mittelerde los.
    In Tirion den Eid geschworen,
    wurde Feanor zum König der Noldor erkoren.


    Trotz Wahrnung zogen sie über's Meer.
    Die Valar nun alle Noldor verbannt,
    Nach großer Schlacht ist Feanor nicht mehr,
    sein Leib vom feurigen Geist verbrannt.
    Nun die Noldor eigens Reiche gründen,
    Keinen Sieg konnten sie verkünden.
    Gondolin ward in den Bergen nun erbaut,
    und sehtsüchtig jeder Noldor nach Westen schaut.
    In den Wäldern von Neldoreth Beren Lúthien sieht,
    als sie vor Schreck in die Wälder entflieht.
    Als Mitgift Beren nun einen Silmaril stiehlt,
    in Thangorodrim er ihn in den Händen hielt.


    Die Welt war dunkel, die Täler grün,
    die Wälder weit, die Berge grau,
    Plötzlich sah man die Sonne am Himmel glüh'n!
    der Mond folgte ihr des Nachts genau.
    in Hildórien nun die Menschheit erwacht,
    von Westen durchflutet Licht die Nacht.
    sie zogen nun gen Westen ins Elbenland,
    wo Finrod Felagund sie als erster fand.
    Seit an Seit Eldar und Edain nun sterben,
    bald liegt Reich um Reich in Scherben.
    Lang dauert der große Kampf um Beleriand,
    doch nacheinander fiel ein jedes Land.


    Und Earendil, ein Schiffer kühn, ward ausgesand;
    fuhr nach Valinor und erbat um Gnad'.
    als erster Sterblicher im Segenreich,
    wurd er aus der Welt verbannt.
    In Valinor hielt der Schicksalsring lange Rat,
    bis die Valar aufriefen zum ersten Streich.
    Vernicht ward Morgoth in der großen Schlacht,
    zu dieser Stund verging endlich die Nacht.
    Vor Freude man nun in Valinor singt,
    doch in Mittelerde Beleriand versinkt.
    Und neues Land ward den Edain gegeben,
    wo sieh im neuen Zeitalter sollen leben.


    Die Welt war alt, die Täler leer,
    die Wälder kalt, die Berge grau.
    Die Eldar fehlten in Mittelerde sehr,
    die Edain gingen mit Mann und Frau.
    In Mittelerde ward es dunkel,
    nur selten sah man der Sterne funkeln.
    Sauron nach Mordor zieht,
    und die Elben Städte sieht.
    In Eregion die Ringe der Macht geschmiedet,
    doch in Mordor der Eine Ringe entsprang.
    Schon bald Sauron mit Eregion rang,
    über die Elben Saurons hass siedet.


    Und die Númenor sandten ein Heer,
    schnell über's weite, wilde Meer.
    Geforscht ward viel in aller Welt,
    von Númenor fuhren Schiffe weit,
    doch von Sauron drohte Krieg,
    So ward entsandt ein riesiges Heer.
    Sauron gezwungen ward anzuerkennen den Sieg,
    gebracht wurde er nach Númenor über's Meer.
    Und die Menschen wurden von Bösen gebannt,
    Unheil schnell Númenor überrannt.
    Und Ar-Pharazôn gen Westen Krieg begann,
    in Túna Iluvatar der Menschen Schicksal ersann.


    Bestraft ewig zu leben in Gefangenschaft.
    In Mittelerde die Exilreiche gegründet sind.
    Doch es weht kein reiner Wind,
    Traurig wird bei den Elben an vergangene Tage gedacht.
    Noch einmal kämpfen Edain und Elben in letzten Bund,
    in Mordor gegen Sauron zu dunkler Stund.
    Die Welt ward rund, die Täler grün,
    doch immer noch sah man die Sonne glüh'n.
    Doch der Bund versagt, ein fruchtloser Sieg,
    denn der Eine Ring unzerstört blieb.
    Und Isildur den Ring von des Feindes Hand schlug,
    beendend die Dunkelheit und den bösen Trug.
     
  10. LordKain

    LordKain Bürger

    Im Vollmond

    Hab es letzte Nacht vernommen, gar mit eigenen Augen gesehen.
    Bevor der Tag erwachte ging ich dorthin und sah es vor mir liegen.
    Von schwarzer Erde befreit, im Lichte des Vollmondes gar erhellt.
    Vom Schleier der Nacht und selbst von schweren Ketten befreit.
    Noch kraftlos und von Narben gezeichnet, ein wildes Tier vor mir.
    Ich sah ihm ihn die Augen.
    Ich sah in den Spiegel.



    Nur eine Stimme

    Meine Stimmen sind fort.
    Jene die mich stets quälten.
    Letzte Nacht war ein Traum.
    Und seitdem sind sie fort.

    Jetzt sind sie endlich still.
    Es ist wunderbar ruhig hier.
    Ich vermisse sie nicht mehr.
    Komme alleine damit klar.

    Nur eine Stimme blieb hier.
    Es ist meine eigene Stimme:
    Sag mir alles, was du fühlst.
    Sag mir alles, was du willst.


     
  11. Cognus

    Cognus Neuankömmling

    Hier mein Lieblingsgedicht von MArkus Heitz:

    LAMENTO IV
    Die Lieb´ ist ein zerbrechlich Ding.
    So hab ich sie zerbrochen.
    Geborsten gar, das Blut spritzt hin,
    weiß schimmern all die Knochen.

    Die Lieb´ist gleich dem Mädchenleib:
    zart, fein und doch verdorben,
    die Zähne in den Hals ich treib
    die Lieb´ist schreiend gestorben.

    Die Lieb ist fern, weit weg von mir,
    wohnt nicht mehr in meinem Herzen.
    In mir tobt laut ein wildes Tier
    bringt anderen Leid und Schmerzen.

    Die Lieb´....
     
  12. AkiRa

    AkiRa Abenteurer

    Hi,

    Ich konnte mich auch mal wieder dazu durchringen was schreiben:

    Mittsommernacht

    Ein stechender Schmerz
    geborgen in ruhigem Fall
    Dem schwarzen Abgrund entgegen
    Ein schillern der Hoffnung
    Welches sich im Glanze des seichten Wassers
    Im Sommerflusse wiegt
    Und doch ein Schreien
    Eine Geste unbändiger Hilflosigkeit
    Welche versinkt im warmen, spiegelglatten Meer der Angst

    Ein Flehen
    Ein bewegungsloses Zittern
    Dessen Wellen sich sanft in den heißen Wüstenboden pressen
    Ein Feuertaumel der Gefühle
    Wo die Uhren anders ticken
    Und doch ein stillstehen der Zeit

    Drei Worte die die Welt erschließen
    Um sie neu zu deformieren
    Und mein Herz erfriert
    In deiner Wärme
    Sieh wie ich zugrunde gehe

    Heller Mondschein
    Doch am Firmament die Sonne prangt
    So bricht ein Meteorschauer niederer Beweggründe
    Ohne Gnade auf uns herab
    Ein Auslöser den zu finden es gilt
    Ein verwittertes Empfinden irgendwo in dir

    Ein grünes Gefängnis
    Wenn Freiheit gefangen nimmt
    Ein Lauf ohne Kontrolle
    Doch du rührst dich nicht

    Ein Tadel mit heiterer Stimme
    Der lau des Abends letzte Kerze löscht
    finsteres Licht
    Wirft Schatten die du in dir trägst
    Und doch

    Ein lieben ohne Emotionen
    Eine trostlose Oase
    Die ruhe vor dem großen Sturm
    Eine surreale Phrase

    Drei Worte die die Welt erschließen
    Um sie neu zu deformieren
    Und mein Herz erfriert
    In deiner Wärme
    Sieh wie ich zugrunde gehe

    Und ich kenne nicht die Wahrheit
    Die mich jeden Tag belügt
    Denn deine Worte sind nur schweigen
    So bin ich blind und sehe doch
    Nur einen Steinwurf weit entfernt
    so zerfiel
    Was einst sich auftat
    In dir

    Der Letzte Sturm eine milde Briese
    Gemacht aus dem was ich nur ahne
    Das der Libellen Flügel nun
    Dich an die Quellen bringen

    Du warst ein Wandernde eine tugendhafte Heldin
    Dies gebührt nur dir allein, du, die mein Herz am schlagen hält
    Doch bitte ich
    Beende es

    In dieser letzten Mittsommernacht
    Ein strudel der Leere
    durchbricht nun den grauen Dunst
    Und legt an dich
    Sein eisig Dasein

    Drei Worte die die Welt erschließen
    Um sie neu zu deformieren
    Und mein Herz erfriert
    In deiner Wärme
    Sieh wie ich zugrunde gehe

    Sieh wie ich zugrunde gehe
    Während du am Leben bist
    Sieh wie sich die Welt verändert
    Während ich nicht bei dir bin
    Sieh wie jede Hoffnung schwindet
    Während du alleine stribst

    Zeig mir wer du wirklich bist
    Leg dein Herz in meine Hand
    Doch du lügst indem du schweigst
    Tote Seelen reden nicht

    Und so fällst auch du hinab
    Dem tiefsten Tal entgegen

    Wo sind deine Schwingen bloß?

    So sprich…

    Drei Worte die die Welt erschließen
    Um sie neu zu deformieren
    Worte die dein Herz erfüllen
    Um dich neu zu definieren
    Und du siehst
    wie mein Herz erfriert
    In deiner Wärme
    Nun schweig
    Und sieh wie ich zugrunde gehe

    Sieh wie ich zugrunde gehe…

    Und dann war da nochwas:

    Die kleine Anekdote vom Weltuntergang

    Der dunkle, angsteinflößende und zugleich die Schönheit der Nacht in sich spiegelnde Mond stand starr und reglos am schwarzen, einer friedlichen See in deren Wasser sich sein Licht brach gleichenden Nachthimmel und erleuchtete die toten, still von dem unbändigen Hass der Menschen erfüllten und von Trümmern umgebenen Ruinen, welche wie verwelkte Blumen, aus Eis geformt, in ihn aufragten. Alles lag tot, fast Idyllisch und verlassen in den starken, Finsternis spendenden Armen der drückenden Nacht und nur die rufe der Nachtigall brachen sich an den Mauern, errichtet aus gestorbener Liebe und verhallten in den zerstörten Straßen bis ihr nächster Schrei ein weiteres mal die Lautlosigkeit zerriss.
    Kleine, fast unscheinbar wirkende und paradoxerweise wunderschöne weiße Partikel leuchteten am Himmelszelt und tauchten die verstörende Pracht der endgültigen Vernichtung in ein reines, unbescholtenes Kleid, gleich einer winzigen Lilienblüte welche im Schutze der Dunkelheit zu ihrer vollen Pracht heranwächst. Der Ascheregen durchdrang die drückenden Schattenspiele der Trostlosigkeit in stiller Erinnerung an all die verlorenen Seelen welche nun in einem sanft grün schimmernden Feuerschweif gen Universum stiegen und mit ihren qualvollen, schmerzerfüllten Schreien der Pein die tote Leere der Idyllischen Menschenleeren Erde wie eine Blutverschmierte Klinge durchschnitten.
    Nun, da alles vernichtet worden war, sangen einzig die schwarzen Wölfe ihr Loblied an den leuchtenden Kadaver des einst blauen Planeten, dessen undankbare, naive Bewohner sich nun selbst und aus freiem willen in die Hände der Ungnädigen Ewigkeit gegeben hatten, einzig dem Zweck dienlich einer unschuldigen Welt ihre Heilung zu schenken. So vergingen nun Jahrtausende lautloser Regenzeiten, welche in stetigem beharren dem Ziel frönten, die Steinernen Leichen einer nun nicht mehr existierenden Rasse in den Wassern der Veränderung hinfort zu waschen
    .


    würde mich über n paar Meinungen freuen^^
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2010
  13. Eldarie

    Eldarie Hausvetter

    Kriegerin

    Langsam dringt der harte, kalte Stahl,
    tödlich, ohne Gnad' ins warme Fleisch.
    ein letzter stummer klagevoller Schrei,
    schwer verwundet fällt sie in den Sand.

    Eine Träne, traurig in den blauen Augen,
    und nun die Hoffnung weicht der Müdigkeit.
    Da beginnt ihr letzter stummer Kampf,
    unausweichlich, das Treffen mit der Ewigkeit.

    Über ihre Lippen dringt ein leises Fleh'n,
    doch die Dunkelheit lässt sie nicht geh'n.
    der Tod ihr schon die kalten Hände reicht,
    die letzte Reise, beginnt im Wasser seicht.​
     
  14. Tohawk

    Tohawk Moderator Mitarbeiter

    Falsches Lächeln

    Im Licht des holden Tages wandelnd,
    kommt Schönheit schreitend hier daher.
    Im Augenlicht der Menschen handelnd,
    ist sie dem Einfachen verwehrt.

    Vom Rampenlicht umtost sie ist,
    lächelt hier und winket dort,
    wird sie Zuhause nicht vermisst,
    denn niemand gibt dort auf ihr Wort.

    Nach außen strahlend, unbezwingbar,
    innen rostend, nur die Schminke,
    das falsche lächeln und gewinke,
    verbirgt, was ist nun offenbar

    Models, It-girls und dergleichen,
    sollen wieder von uns weichen.
    Nie wieder möchte ich sie sehen,
    niemands Leben soll um sie sich drehen.
     
  15. Lightknight

    Lightknight Neuankömmling

    Mutter Erde Spricht

    Mion Leutz

    Hier mal ein gedicht das ich im Netz fand.
    Sry falls das schon mal jemand gepostet haben sollte.(Habe mir nicht alle seiten angesehen:oops:)

    Author: Unbekannt

    Mutter Erde Spricht

    Ihr habt mir großen Schmerz bereitet,
    habt mich verletzt und ausgebeutet.
    Seit ewig hab ich euch gegeben,
    was alles Ihr gebraucht zum Leben.
    Ich gab euch Wasser, Nahrung, Licht,
    lang hieltet ihr das Gleichgewicht,
    habt urbar mich gemacht, gepflegt,
    was ich euch bot, betreut gehegt.
    Doch in den letzten hundert Jahren
    ist Satan wohl in euch gefahren.
    Was in mir schlummert, wird geraubt,
    weil ihr es zu besitzen glaubt,
    Ihr bohrt nach Öl an tausend Stellen,
    verschmutzt die Meere, Flüsse, Quellen,
    umkreist mich sinnlos Tag und Nacht,
    seid stolz, wie weit ihr es gebracht.
    Habt furchtbar mich im Krieg versehrt,
    kostbaren Lebensraum zerstört,
    habt Pflanzen, Tiere ausgerottet,
    wer mahnt der wird von euch verspottet -
    kennt Habgier, Geiz und Hochmut nur,
    und respektiert nicht die Natur.
    Drum werde ich jetzt Zeichen setzen,
    und euch, so wie ihr mich, verletzen.
    Ich werde keine Ruhe geben,
    an allen meinen Teilen beben,
    schick euch Tsunamiwellen hin,
    die eure Strände überziehn.
    Vulkane werden Asche spein,
    verdunkelt wird die Sonne sein.
    Ich bringe Wirbelstürme, Regen,
    bald werden Berge sich bewegen,
    was himmelhoch ihr habt errichtet,
    mit einem Schlag wird es vernichtet,
    und Blitze, wie ihr sie nicht kennt,
    lass fahren ich vom Firmament.
    Ich kann es noch viel ärger treiben,
    drum lasst den Wahnsinn endlich bleiben!
    Hört, Menschen, was die Erde spricht -
    denn ihr braucht sie, sie braucht euch nicht!

    Ich finds richtig gut! :)
     
  16. Deepfighter

    Deepfighter Almanach-Moderator Mitarbeiter

    Bitte Quelle für Internetfunde hinzufügen! Ist einfach eine Sache des gegenseitigen Respekts.

    Beispielsweise gibts das hier
     
  17. Lightknight

    Lightknight Neuankömmling

    :sorry: Kommt nicht wieder vor.

    Genau von da hab ichs her! :oops:
     
    Deepfighter gefällt das.
  18. ScHiZoPhReN

    ScHiZoPhReN Ehrbarer Bürger

    Gedicht aus dem Manga Elfenlied

    Elfenlied

    Bei Nacht im Dorf der Wächter rief: Elfe!
    Ein ganz kleines Elfchen im Walde schlief
    wohl um die Elfe!
    Und meint, es rief ihm aus dem Tal
    bei seinem Namen die Nachtigall,
    oder Silpelit hätt' ihm gerufen.

    Reibt sich der Elf' die Augen aus,
    begibt sich vor sein Schneckenhaus
    und ist als wie ein trunken Mann,
    sein Schläflein war nicht voll getan,
    und humpelt also tippe tapp
    durch's Haselholz in's Tal hinab,
    schlupft an der Mauer hin so dicht,
    da sitzt der Glühwurm Licht an Licht.

    Was sind das helle Fensterlein?
    Da drin wird eine Hochzeit sein:
    die Kleinen sitzen bei'm Mahle,
    und treiben's in dem Saale.
    Da guck' ich wohl ein wenig' nein!

    Pfui, stößt den Kopf an harten Stein!
    Elfe, gelt, du hast genug?
    Gukuk!

    von Eduard Mörike
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Dezember 2010
  19. Tohawk

    Tohawk Moderator Mitarbeiter

    Ehm, Elfenlied ist nicht wirklich aus dem Manga, sondern ein Gedicht von Eduard Mörike, einem deutschen, evangelischen Pfarrer aus dem 19. Jahrhundert.


    hier noch ein paar von meinen neueren Gedichten (jedenfalls im Vergleich zu denen, die hier schon stehen):

    Ich fühle mich, lebendig begraben, nur ohne dich, keine Gefühle zu haben. Gefühllos, kalt und leer in einer Welt voll Sonnenschein. Ach, wenn ich nur nicht wär, nicht ganz, nicht ganz allein. Ich hab sie begraben, unter tausend Gedanken, unter tausend Erinnerungen, hinter tausend Schranken. Meine Gefühle so tief eingemauert, damit ich nichts spüre, weil mein Herz nur trauert. Ich habe gespührt, ganz tief in mir drin, ob ich noch fühle, ob ich noch ich bin. Und meine Gefühle, lebendig begraben, wenn ich sie berühre, stelln sich eintausend Fragen. So viel Hoffnung, so viele Schmerzen, ist das die Liebe, von ganzem Herzen?

    Was ist blos des Lebens Sinn,
    wo komm'n wir her, wo gehn wir hin?
    Die großen Fragen suchen wir.
    Was machen wir, was tun wir hier?

    Warm ist's, Wärme dringt herein,
    durch die Haut, tief ins Gebein.
    In mir schlägt es, Tag für Tag,
    mein Herz, das niemals stehen mag.

    Ist ein Gefühl, was ich nicht seh,
    die Liebe, die ich nicht versteh,
    ist sie gar der Sinn vom Leben,
    das Ziel von allem menschlich' Streben?

    Die Zeit des wartens ist vorbei,
    auf dich, nun bin ich endlich frei.
    gewartet hab ich Jahr und Tag,
    stell' fest, dass Ich dich dennoch mag.

    Ein Jahr verändert viel.
    Nur nicht dieses mein Gefühl.
    Hab gewartet, wustest's nicht.
    Erinnernd mich an dein Gesicht.

    Meine Schuld, was nicht geschah,
    dass ich dort nicht sicher war,
    ob ich wirklich könnt' es wagen.
    Doch was ich tat war verzagen.

    Dacht: wart halt ein wenig,
    nächstes mal, frag sie.
    Doch wieder sah ich sie nicht.
    Erst heut. Und wie, und wie!?

    An eines anderen Hand!
    Hat zu ihm sich nun bekannt.
    Ich seh: es ist nicht mein Sieg.
    Ich sprech: flieg Taube, flieg.

    Die einen mähen das Getreide,
    bringen Schafe auf die Weide.
    Dies ist, was uns hält am Leben.

    Die einen bauen große Häuser,
    Schaffen neuer, was schon neu war.
    Dies ist, was uns schützt beim Streben.

    Some want us to things bad.
    really pushing us to crack.
    This is what pulls us apart.

    Menschen sind die großen Geister.
    Groß und größer, wahre Meister.
    Motivation, this is art.
     
  20. ScHiZoPhReN

    ScHiZoPhReN Ehrbarer Bürger

    @Tohawk hab vergessen den Autor drunter zu schreiben :d
    Kommt aber auch im Manga vor..
     
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