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Krempen

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ESO Icon Brief.png Der folgende Artikel bezieht sich teilweise auf Quellen, die nicht im offiziellen Kontext veröffentlicht, aber aufgrund ihrer inhaltlichen Relevanz miteinbezogen werden. Für mehr Informationen siehe auch die Hilfeseite zum Einbezug inoffizieller Texte.
Krempen
Provinz Elsweyr
Regierung Potentatentum
Gewerbe Mondzuckerhandel
Statthalter unbekannter Potentat
Bevölkerung
Vorherrschendes
Volk
Khajiit
Sonstiges
Baustil Elsweyr-Stil mit akavirischen Einflüssen
Lage
Elsweyr.jpg Lage von Krempen in Elsweyr

Krempen (engl. Rimmen) ist ein Stadtstaat im nordöstlichen Elsweyr unweit der Grenzen zu Nibenay. Handelsstraßen führen nach Stromfeste und Orkruh im Westen, Bravil und Leyawiin im Osten. Historisch wurde Krempen besonders von akavirischen Einflüssen geprägt und hat immer wieder seine Unabhängigkeit gegenüber fremden Herrschaften zu behaupten versucht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krempen im Altertum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stätte des modernen Krempen bildete schon vor Beginn der menschlichen und merischen Geschichtsschreibung einen Treffpunkt für Handelskarawanen der altvorderen Khajiit-Königreiche.[1] Darloc Brae, die „Goldene Bestie von Anequina“, herrschte im fünften Jahrhundert der Ersten Ära von Arenthia bis Krempen.[2][3]

Die Khajiit beanspruchen das Land um Krempen daher traditionell für sich.[IET 1]

In den Wirren der Zweiten Ära[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demgegenüber bildete Krempen spätestens in der Potentatenzeit eine Speerspitze ost-cyrodiilischen Einflusses in den zwischen khajiitischen Nomadenstämmen, elsweyrischen Städten und fremden Mächten umstrittenen Grenzgebieten von Anequina. Auch die Gründung der Konföderation von Elsweyr 2Ä 309, die Keirgos Nordreich in eine Allianz mit Eshitas Pellitine führte, konnte die territorialen Übergriffe der Colovianer aus Skingrad oder Arenthia und der Nibenesen von Krempen nicht dauerhaft unterbinden.[4]

Im Eisherbst 2Ä 576 gelangt durch einen Putsch mit Euraxia Tharn, der jüngeren Halbschwester des Kanzlers Abnur Tharn, eine Angehörige des nibenischen Adelshauses Tharn auf den Thron von Krempen.[5]

Als cyrodiilische Akaviri[6] aus Nibenay vor den Verfolgungen des Kriegsherrn Attrebus, der im Interregnum kurzzeitig den Rubinthron usurpiert hatte, nach Elsweyr flohen, gewährten ihnen die Khajiit Zuflucht und Land im Nordwesten. Nachdem die Erben des Ada'Soom Dir-Kamal ihrerseits in Cyrodiil Attrebus Erben stürzten, kehrten viele Akaviri aus Krempen zurück, um sich den Kamal beim Wiederaufbau des zerrütteten Kaiserreichs anzuschließen. Die Khajiit versuchten unterdessen ihrerseits vergeblich, die abgetretenen Lande in einer Reihe blutiger Grenzkriege zurückzufordern.[7]

Um 2Ä 810 sagte sich Krempen von der Konföderation los und stellte seine Tributzahlungen an die Mähne ein. Da Cyrodiil unter Cuhlecain und Tiber Septim ab der Mitte des neunten Jahrhunderts der Zweiten Ära allerdings große Eroberungen begann, nahm Krempen unter diesem Druck die Tributzahlungen wieder auf, um seine Unabhängigkeit zu garantieren. Die Mähne hatte inzwischen mit dem Aldmeri-Dominion als dem Kaiserreich feindseligen Machtblock Verträge geschlossen.[7]

Als sich Tiber Septim Elsweyr zuwandte, wurde ein Großteil des Landes gewaltsam annektiert und die Khajiit gezwungen, ihre Ansprüche auf Krempen abzutreten.

Drachenbruch und Kaiserreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Numidium wird bei Krempen wiedererrichtet

Ihr habt Alkosh wirklich gründlich zerbrochen, und das ist nicht leicht. Ihr habt es erneut gemacht, mit dem Großen Geher, nicht nur einmal, gleich zweimal! Einmal in Krempen, damit werden wir uns nie abfinden können.

R'leyt-harhr[IET 2]

Tiber Septim[8] benutzte das Umland von Krempen zur Errichtung eines geheimen Laboratoriums, der Hallen des Kolosses, worin das Numidium von den cyrodiilischen Kampfmagiern wieder zusammengesetzt werden sollte. Septim beabsichtigte, den weltnihilierenden, zeitbrechenden Messinggott der Dwemer gegen das Dominion einzusetzen.[IET 1]

Die Tribunen, die Numidium 1Ä 668 auf dem Höhepunkt ihrer Apotheose im Drachenbruch am Roten Berg bezwungen hatten, überließen dem Kaiser mit dem Waffenstillstandsvertrag von Morrowind die Relikte des titanischen Golems, die von den Klingen insgeheim in die Hallen bei Krempen geschafft wurden.[IET 1]

Die Reaktivierung des Großen Gehers resultierte in einem Drachenbruch, als dessen Resultat das Dominion vor Tiber Septim kapitulierte. Eine bestimmte Region um Krempen gilt durch die Experimente der Kampfmagier oder die Folgen der Numidition noch immer als stark verstrahlt. Selbst in der späten Dritten Ära bestand die Gegend um die Hallen des Kolosses noch aus „vergiftete[m] Leuchtfels“ und wurde von den Khajiit gemieden.[IET 1]

Zucker und Unabhängigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als ich das letzte Mal hier war, gehörte die Gegend hier noch zum Kaiserreich und war befriedet. Die Dinge haben sich geändert.

Sul[9]

Mondzuckerhandel und Skoomaschmuggel weiteten sich in den letzten zwanzig Jahren der Dritten Ära in Elsweyr und darüber hinaus stark aus. Die Geschäfte der berüchtigten „Goldkatze“ Ya'Tirrje von Senchal liefen über Torval und Corinth bis hinauf nach Krempen.[1]

Wie sich Krempen in den letzten Jahren der Septim-Dynastie zu Elsweyrs Grenzkonflikt mit Leyawiin um Trans-Niben und die Renrijra Krin stellte ist dagegen nicht bekannt.

Mit den Auflösungserscheinungen des Kaiserreichs nach der Oblivion-Krise 3Ä 433 entwickelte sich Krempen nach vierhundert Jahren wieder zu einem unabhängigen Königreich, das in akavirischer Tradition von einem Potentaten regiert wurde und mit den Regulatoren seine eigenen Wachtruppen stellte. Der Potentat erklärte die khajiitischen Nomadenclans des Umlands für Geächte.[10] und zentralisierte den Zuckerhandel unter seiner Amtsgewalt. Mondzucker wurde offiziell nur noch in einem „Staatslager des Königreichs Krempen“ zu vom Büro des Potentaten festgelegten Preisen verkauft und der Ausfuhr aus der Stadt unter Strafe gestellt.

Sul und Attrebus in Krempen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mondzucker ist hier draußen knapp, in Krempen jedoch in Hülle und Fülle vorhanden. Leider verwehrt der neue Potentat unseren Clans den Aufenthalt innerhalb der Stadmauern und will uns keinen Zucker verkaufen. Ihr seid keine Khajiit. Ihr geht nach Krempen und holt den Zucker.

Lesspa vom Clan F'aashe[9]

Prinz Attrebus Mede und Sul wurden auf der Reise nach Leyawiin von den Khajiitnomaden des F'aashe-Clans aufgegriffen. Sie beschlossen, einander gegenseitig zu helfen. Attrebus und Sul sollten der am Betreten der Stadt gehinderten Bande Mondzucker beschaffen. Der Schmuggelversuch wurde allerdings von den Regulatoren durchschaut und die Gruppe festgesetzt. Durch sein überzeugendes Auftreten als kaiserlicher Prinz und einen Appell an die Ehrenhaftigkeit des Wachhauptmanns Evernal als Veteran von Titus Medes 19ter Legion gelang es Attrebus, die Freilassung ihrer selbst und der Khajiit herauszuhandeln.[9]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Liste der Bewohner von Krempen

Der Osten ist Menschen und Mer nicht allzu freundlich gesinnt, abgesehen von, ihr wisst schon, Krempen.

Lesspa vom Clan F'aashe[9]

Krempen ist eine kosmopolitische Handelsstadt, die kulturell wesentlich von akavirisch-cyrodiilischen Einflüssen geprägt wurde. Als Attrebus und Sul die Stadt besuchen, besteht etwa die Hälfte der Bevölkerung aus Khajiit. Im Gegensatz zu cyrodiilischen Städten sind Skoomapfeifen auf öffentlichen Pläzten in Krempen (besonders nach der Zentralisierung des Zuckerhandels durch den Potentaten) kein ungewöhnlicher Anblick und die Schar der Abhängigen ist groß.[9]

Stadtbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ich wollte Krempen schon immer sehen [...] Man sagt, die Akaviri haben dort einen prachtvollen Schrein errichtet: den Tonenaka. Es heißt, er würde zehntausend Statuen beherbergen. Und die Kanäle sollen verblüffend sein.

Annaïg Hoïnart[9]

Die mediterrane, von Olivenbäumen, Palmen und Tamarisken geprägten Regionen Nordelsweyrs weichen um Umland von Krempen zerklüfteten Steppen voller Dornenbüsche. Aus der Ferne ist für Reisende zuerst der goldene Schimmer von Krempens höchster Kuppel sichtbar. Um 4Ä 48 ist die Stadt massiv befestigt und verfügt über Wehrgänge mit Stellungen für Bogenschützen, Magier und Kriegsmaschinen, aber nur wenige Türme. Die Zugangsbereiche bestehen aus engen Gassen, die einfach gehalten und gesperrt werden können.[9]

Die Häuser von Krempen sind aus „elegantem elfenbeinfarbenem Gestein“ errichtet und verfügen über Flachdächer. Bedeutende Gebäude werden von Kuppeln überfangen. Über der Stadt thront auf einem steinernen Sockel der Palast des Potentaten, ein kreisrundes, in der Vierten Ära bereits „uralt aussehendes Bauwerk“ unter einer großen, goldglänzenden Kuppel. Von den Wänden des Palastes rinnt Wasser herab und speist ein Becken. Ganz Krempen wird von Kanälen durchzogen, die repräsentative Alleen und ausgedehnte Plätzen säumen. Der Marktplatz der Handelsstadt gilt ähnlich wie der von Stromfeste als außergewöhnlich farbenprächtig. Abseits davon finden sich schmale, verwinkelte Gassen, zwischen denen „leise klirrende Glöckchen“ aufgehängt sind und in deren Schatten „viridiangrüne Motten“ herumflattern.[9]

An der Ostseite des Palastes liegt mit dem Tonenaka, Haus der zehntausend Statuen, ein sich vom allgemeinen Stadtbild abhebendes Gebäude. Da es im reinen akavirischen Stil errichtet wurde, fühlt sich Attrebus an den Wolkenherrscher-Tempel nördlich von Bruma erinnert.[9] Über die akavirische Kultpraxis im Tempel ist allerdings nichts genaueres bekannt.

Weitere Erwähnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Longinus Attius, kaiserlicher Champion und ehemaliger Zenturio der Dritten Legion, stand gegen 2Ä 582 der Kriegergilde von Krempen vor, die sich unter seinem Kommando offenbar bewährte.[11]
  • Cinnabar von Taneth zitiert die Fröhlichen Prügler von Krempen, einen Kult von Clavicus-Anbetern, um Phrastus von Elinhir seinen Irrtum über die weite Verbreitung öffentlicher Daedraverehrung zu verdeutlichen.[12]
  • Fürst Jornibrets letzter Tanz ist ein launiges westliches Tanzlied um Verwicklungen in höfischer Gesellschaft, das in Krempen spielt: „Zur Winterszeit, das ist bekannt, / es sei denn, es herrscht Krieg im Land, / laden die Königin von Krempen und ihr Prinzgemahl / ein jedes Jahr den Adel zum Ball.“
  • Im Winterpalast von Krempen ausgegrabene Mosaike stellen Reman als hochgewachsen und blondhaarig dar.[IET 3]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arena war ursprünglich als Gladiatorenspiel geplant, das den Held durch Arenen in den Städten von ganz Tamriel führen sollte. In einem Dokument aus dieser frühen Entwicklungsphase findet sich die erste, noch recht generische Ortsbeschreibung: „Seid willkommen in Krempen, das im Kaiserreich ausersehen ist, mit den Zerbrechern die großartigste aller Mannschaften zu besitzen.“[13]
  • Die Stadt heißt im englischen Original „Rimmen“, was der Kleine Reiseführer etymologisch erklärt: „Rim Men“, wörtlich übersetzt „Randmänner“, Menschen von der Grenze Elsweyrs. In den deutschen Versionen wird der Name der Stadt dagegen als „Krempen“ übertragen.
  • Während Krempens (akavirische) Geschichte schon in einem Abschnitt des Kleinen Reiseführers, 1. Auflage dargestellt ist, wurde die Stadt als Handlungsort erstmals im Roman Die Höllenstadt von Grey Keyes ausgearbeitet. Die Darstellung scheint an den Handelsstädten des Orients und der Seidenstraße, aber auch sehr deutlich von Venedig inspiriert. Die goldene Kuppel erinnert an den Felsendom in Jerusalem.

Anmerkungen

  1. 1,0 1,1 vgl. Kleiner Reiseführer durch das Kaiserreich, Dritte Auflage, Kapitel Zucker und Blut: Die Katzen des Südens
  2. Ladebildschirm zur Dro'Krin-Abtei in The Elder Scrolls Online.
  3. vgl. Rislav der Rechtschaffene für die zeitliche Einordnung dieses Khajiitherrschers.
  4. vgl. Der 'verbesserte' Reiseführer von Tamriel, Abschnitt Elsweyr
  5. vgl. Das Haus Tharn von Nibenay
  6. d.h. Tsaesci, obwohl der Kleine Reiseführer erster Auflage bei der allgemeineren Angabe bleibt
  7. 7,0 7,1 vgl. Kleiner Reiseführer durch das Kaiserreich, Erste Auflage, Kapitel Die Konföderation von Elsweyr
  8. Das meint in diesem Kontext, der Arcturischen Häresie folgend, sowohl General Talos und Zurin Arctus
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 9,4 9,5 9,6 9,7 9,8 vgl. Die Höllenstadt
  10. Lesspa: „Er hat nichts für die freien Clans übrig. Er hat uns auf unserem eigenen Land zu Geächteten erklärt.“ (- Die Höllenstadt)
  11. vgl. Gathering Force: Arms and Armor of Tamriel. Arms and Armor of the Imperial Champion, Hall Steward Longinus Attius [1]
  12. vgl. Die Beständigkeit der Daedraverehrung
  13. Der Weg in die Arena
Anmerkung: Die folgenden Referenzen finden sich nicht in den Spielen oder im offiziellem Begleitmaterial. Vergleiche auch die Hilfeseite.
  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 vgl. Interview mit Einwohnern Tamriels, Antwort von dro'Mhakij, „Prophet von Rajhin“
  2. Wo wart Ihr, als der Drache brach?, Kommentar von R'leyt-harhr, Hüter der Mähne
  3. vgl. Reman I.
 
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