Malacath

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Eine Statue von Malacath in Valenvaryon

Malacath, ehemals als Trinimac bekannt, ist ein daedrischer Fürst, der über die Ebene Aschengrube herrscht.[1] Malacath gilt als die Sphäre des Betrugs, der gebrochenen Versprechen[1] und der Flüche.[2] Besonders in der Kultur der Orks spielt Malacath eine wichtige Rolle. Die Ursprünge von Malacath sind rätselhaft, da er aus dem Aedra Trinimac entstanden sein soll.

Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als daedrischer Fürst ist Malacath unter vielen verschiedenen Namen bekannt. Der Ursprung vieler dieser Namen geht vermutlich auf seine Existenz als Trinimac zurück. Andere Namen beschreiben seine Eigenschaften als daedrischer Fürst näher. Einige seiner Namen sind:

  • Alter Nörgler[3]
  • Gott der Flüche[4]
  • Malak, Gottkönig der Orks[4]
  • Malauch[3]
  • Mauloch[4]
  • Orkey[3]
  • Trinimac[3]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Ogrim

Malacath wird für gewöhnlich als Ork dargestellt. Er tritt immer mit nacktem Oberkörper und bewaffnet mit einem Schwert auf. Die Art des Schwerts ändert sich je nach Darstellung, so gibt es Standbilder mit Säbeln oder Claymores. Auf Statuen wird Malacath meistens in einer Kampfposition dargestellt. Bekleidet ist Malacath entweder mit einer einfachen Hose und Stiefeln oder nur mit einem verlängerten Lendenschurz.

Da Malacath ursprünglich der Aedra Trinimac war, ist er nach seiner Verwandlung durch Boethiah auch kein vollwertiger Daedroth geworden. Entsprechend wird er auch von den anderen daedrischen Fürsten nicht als solcher angesehen. Er gilt als schwach und rachsüchtig.[3] Trotzdem scheint er genügend Macht zu besitzen um eine eigene Ebene im Reich des Vergessens zu kontrollieren. Die Ebene von Malacath ist die Aschengrube. Diese Ebene besteht einzig aus Staub, der manifestierte Qual, Verrat und gebrochene Versprechen symbolisiert. Ohne Magie ist man weder in der Lage zu laufen, noch zu atmen. In den Millionen Grautönen ziehen nebelhafte Kreaturen umher.[1]

Der Ogrim ist ein Diener Malacath.[5] Ebenfalls betrachtet Malacath die Rassen der Orks und Oger als seine Schützlinge.[6]

Malacath hatte laut der Legende einen sterblichen Sohn, den Ork Emmeg gro-Kayra. Sheogorath brachte ihn mit einer List dazu seinen eigenen Sohn zu töten. Auch dies zeigt sein schwieriges Verhältnis zu den anderen daedrischen Fürsten.

Verhältnis zu den Sterblichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie alle daedrischen Fürsten hat auch Malacath seine Anhänger. Malacath ist dabei vor allem in den Religionen der Ork und Dunmer verbreitet. Die Ork verehren ihn als ihren Stammvater. Auch zeigte sich im Laufe der Geschichte immer wieder, dass sich Malacath auf die Seite der Ork schlägt. Bei den Dunmern hingegen gilt Malacath als eines der schlimmsten Feindbilder. Malacath ist der erklärte Feind Boethiahs, der von den Dunmern sehr hoch angesehen ist.

Malacath ist dafür bekannt ständig nach Zeichen körperliche Schwäche bei den Dunmern zu suchen und diese auszunutzen.[4] Nach der Apotheose des Tribunals weigerte sich Malacath diesen Aufstieg zu akzeptieren, daraufhin erklärte das Tribunal zu einem der bösen Daedra. Er gilt heute als die erste Säule im Haus des Chaos. Auf seine Anbetung steht nach dem Recht des Tribunalstempels und des Kaiserreichs die Todesstrafe.[7]

Trotzdem wird von einem Propheten des Tempels verlangt, dass er die Pilgerreisen der Vier Säulen des Haus des Chaos absolviert. Diese beinhalten auch eine Pilgerreise zu Malacath Schrein auf Sheogorad an dem vier Daedra-Herzen geopfert werden müssen.[8]

Anhänger Malacath beschwören ihn am achten Tag des Eisherbsts.[9]

Schreine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malacath besitzt Anhänger, die ihm Schreine errichtet haben. Vor allem auf Vvardenfell lassen sich viele ihm geweihte Schreine finden, die allerdings hauptsächlich von Orks und nicht von den einheimischen Dunmern benutzt werden.

Artefakte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malacath wird als daedrischer Fürst mit einer Vielzahl an Artefakten in Verbindung gebracht. Am wichtigsten hierbei sind hierbei die Geißel, der Kriegshammer Vholendrung und der Harnisch aus des Erretters Haut.

Die oftmals legendär genannte Geißel ist das wohl bekannteste Artefakt Malacaths. Diese Waffe besitzt die Fähigkeit Wesen aus dem Reich des Vergessens herbeizurufen.[10] Das besondere an der Waffe ist, dass sie von Malacath gesegnet wurde, speziell gegen Daedra eingesetzt zu werden. Gleichzeitig ist Waffe so verzaubert, dass jeder Daedroth, der versucht sie zu führen, ins Reich des Vergessens zurück geschleudert wird.[11][2]

Auch der Hammer Vholendrung wird Malacath zugeordnet.[12] Malacath verteilt diesen sehr gerne an Personen, die Aufgaben für ihn erfüllt haben.

Der Harnisch aus des Erretters Haut ist laut dem Buch Tal Marog Kers Untersuchungen ebenfalls ein Artefakt Malacaths, das in der Lage ist, die Magie von daedrischen Fürsten zurückzuwerfen.[13] Andere Quellen ordnen dieses Artefakt aber Hircine zu.[10] Es ist unklar, welche dieser Quellen im Recht ist.

Auch wenn der Helm von Oreyn Bärentatze ursprünglich kein von Malacath geschaffenes Artefakt ist, gelangte er nach der Spaltung der Oreyn-Blutlinie in den Besitz des Helms und behielt ihn über Jahrhunderte bis er davon überzeugt war, dass die Blutlinie ausgelöscht worden war.[14]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malacath Geschichte beginnt als Trinimac. Trinimac war ein mächtiger Aedra der Altmer. Als Kriegergott führte er die Altmer in den Kampf gegen die Menschen. Er war sehr beliebt und geschätzt.[4] Der Legende nach versuchte der daedrische Fürst Boethiah eine Gruppe von Mer zum Exodus in ein neues Land zu bewegen in dem er die alten Götter als Lügner darstellte. Trinimac und seine Anhänger versuchte ihn aufzuhalten. Allerdings gelang es Boethiah Trinimac zu fressen. In seinem Inneren wurde Trinimac korrumpiert und als Malacath neu geboren, dabei wurden auch seine Anhänger korrumpiert. Die Anhänger Boethiahs sollten als Chimer bekannt werden und die Anhänger Trinimacs als Orsimer oder Orks.[15][3] Aus dieser Geschichte erklärt sich natürlich auch die grundlegende Feindschaft zwischen den Ork und den Dunmern, die ja die Nachkommen der Chimer sind.

Laut einer Legende hatte Malacath zum Beginn der Ersten Ära ein sterbliches Kind mit einer Orkmaid gezeugt.[16] Der Ork Emmeg gro-Kayra ließ sich laut der Legende im Alter von siebzehn Jahren unwissend auf einen Tauschhandel mit Sheogorath ein. Er erhielt so das Schwert Neb-Crescen, das den Träger in einen Blutrausch versetzt. In einem Blutrausch tötete Emmeg aus Versehen eine Orkmaid. Schockiert über seine Handlung ließ er das Schwert zurück und floh. Sheogorath gelang es nun Malacath davon zu überzeugen, den Mörder, dessen Identität Malacath nicht kannte, mit Neb-Crescen zu töten. Während Malacath das Recht der Ehrentötung haben sollte, sollte der Mörder danach für immer in das Reich Sheogoraths verbannt werden. Malacath tötete so unwissend seinen eigenen Sohn und verbannte seine Seele in das Reich Sheogoraths. Er erkannte erst danach wie Sheogorath ihn überlistet hatte.[17]

Malacath soll auch die Ork im Kampf gegen die Nord nach dem Fall von König Harald angeführt haben. Nach der Schlacht am Drachenwall um das Jahr 1Ä 660 flüchtete er in den Osten. Aus Wut soll er den Himmel mit schwefligem Hass erfüllt haben, so dass das Jahr als das Jahr des Winters im Sommer bekannt geworden sein soll.[4] Letzterer Teil kann möglicherweise als Erklärungsversuch zum Ausbruch des Roten Bergs in Morrowind im Jahr 1Ä 668, der die Sonne über ganz Nirn für ein Jahr verdunkelte[18], angesehen werden. Die Ursache dieser Verdunklung könnte im Westen des Kontinents nicht bekannt gewesen sein und in der Folge möglicherweise Malacath zugeschrieben worden sein, der laut der Legende nach Osten, also dem Ort des Ausbruchs, geflüchtet war. Der auftretende Zeitunterschied könnte eventuell durch Ungenauigkeiten der Überlieferung erklärt werden.

Nach der Apotheose des Tribunals weigerte sich Malacath mit den Triunen zusammenzuarbeiten. Daraufhin erklärten ihn diese zusammen mit Sheogorath, Molag Bal und Mehrunes Dagon zu den bösen Daedra und verboten ihre Verehrung.[19]

Als Folge eines Angriffs Molag Bals auf das Dorf Gilverdale in Valenwald handelte Sotha Sil in der Regenhand des Jahres 1Ä 2920 im Kalthafen eine Vereinbarung mit acht daedrischen Fürsten, Azura, Boethiah, Hermaeus Mora, Hircine, Malacath, Mehrunes Dagon, Molag Bal und Sheogorath, aus. Diese würden sich nur noch von bestimmten ausgewählten Personen wie Hexenmeistern beschwören lassen, um solche Katastrophen wie in Gilverdale zu verhindern. Sotah Sils Gegenleistung ist nicht bekannt.[20]

Im Jahr 3Ä 399 gründete der Ork Gortwog gro-Nagorm die Stadt Nova Orsinium und rief erneut das Königreich Orsinium in Hochfels aus. Gleichzeitig erließ er eine neue Religion, die nicht mehr der Anbetung Malacath folgte, sondern wieder wie in der Ersten Ära Trinimac verehrte. Seine Begründung ist, dass Trinimac noch immer lebe und Malacath nur ein böser Dämon sei, der die Orks seit jeher über das Schicksal Malacath belogen hätte. Die Mehrheit der Bevölkerung Orsiniums steht hinter diesen Ansichten. Außerhalb des Königreichs wird dies größtenteils als Häresie angesehen.[21]

Am achten Tag eines Eisherbsts irgendwann ziwschen den Jahren 3Ä 405[22] und 3Ä 417[23] beschwor ein Abenteurer in der Iliac Bucht Malacath. Dieser beauftragte ihn eine Daedra-Verführerin zu töten, die ihn um Schönheit und Macht gebeten hatte, ihn nach der Verwandlung aber nicht mehr gehorchen wollte. Nachdem der Abenteurer die Verführerin getötet hatte, belohnte ihn Malacath mit dem Kriegshammer Vholendrung.[9]

Im Jahr 3Ä 427 beauftragte Malacath einen Abenteurer, der ihn im Daedra-Schrein Assurdirapal beschworen hatte, damit den letzten lebenden Nachkommen des Dunmers Oreyn Bärentatze zu töten, da diesem fälschlicherweise die Heldentaten des Orks Kharag gro-Khar zugeschrieben werden. Dem Abenteurer gelang es Farvyn Oreyn zu töten. Malacath überreichte ihm dafür als Dank den Helm von Oreyn Bärentatze[24], der vor langer Zeit verschollen gegangen war.[10] Irgendwann vor dem Jahr 3Ä 433 fand der Abenteurer heraus, dass die Oreyn-Blutlinie noch nicht ausgestorben war. Er suchte Modryn Oreyn in Chorrol auf und übergab ihm den Helm.[14] Dieser gab den Helm im Jahr 3Ä 433 an den neuen Meister der Kriegergilde weiter.[25]

Ebenfalls im Jahr 3Ä 433 opferte ein Abenteurer Trollfett am Schrein von Malacath an der Goldküste. Somit beschwor er den Daedra, der ihn damit beauftragteeine Gruppe von Ogern aus der Mine von Fürst Drad zu befreien, die dort versklavt wurden. Nachdem dies der Abenteurer getan hatte, wurde er mit dem Kriegshammer Vholendrung belohnt.[6]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Anmerkungen

  1. 1,0 1,1 1,2 Laut dem Buch Die Türen von Oblivion
  2. 2,0 2,1 Laut dem Buch Das Buch der Daedra
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 Laut dem Buch Die wahre Natur der Orks
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 Laut dem Buch Verschiedene Arten des Glaubens
  5. Laut dem Buch Die dunkelste Dunkelheit
  6. 6,0 6,1 Vergleiche mit der Malacath-Schrein-Quest aus The Elder Scrolls IV: Oblivion
  7. Laut dem Buch Das Haus des Chaos
  8. Vergleiche mit der Quest Malacath vom Haus des Chaos aus The Elder Scrolls III: Morrowind
  9. 9,0 9,1 Vergleiche mit Malacath Aufgabe in The Elder Scrolls II: Daggerfall
  10. 10,0 10,1 10,2 Laut dem Buch Artefakte aus Tamriel
  11. Laut dem Buch Die legendäre Geißel
  12. Laut dem Buch Moderne Ketzer
  13. Laut dem Buch Tal Marog Kers Untersuchungen
  14. 14,0 14,1 Laut dem Dialog Helm von Oreyn Bärentatze in The Elder Scrolls IV: Oblivion
  15. Laut dem Buch Die Gewandelten
  16. 16 Akkorde des Wahnsinns – Band XII schreibt, dass sich die Handlung in den Tagen vor der Gründung von Orsinium ereignet habe. Da Orsinium bereits im Jahr 1Ä 980 zerstört wurde, muss man vom Beginn der Ersten Ära sprechen. Das Datum ist zum Beispiel im Buch Die Schweine-Kinder nachzulesen.
  17. Laut dem Buch 16 Akkorde des Wahnsinns – Band XII
  18. Laut dem Nirnwurz-Sendschreiben
  19. Laut dem Buch Die Abbilder
  20. Laut dem Buch 2920, Regenhand
  21. Laut dem kleinen Tamriel-Almanach (3. Auflage), Kapitel Orsinium
  22. In diesem Jahr entsandte Uriel Septim VII seinen Kaiserlichen Agenten an die Illiac Bucht. Vergleiche mit der Haupthandlung von The Elder Scrolls II: Daggerfall
  23. Laut dem Kleinen Tamriel-Almanach (3. Auflage) ereignet sich die Verwerfung im Westen in diesem Jahr und beendet somit die Haupthandlung von The Elder Scrolls II: Daggerfall
  24. Vergleiche mit der Quest Malacaths Aufgabe aus The Elder Scrolls III: Morrowind
  25. Vergleiche mit der Quest Die Hist aus The Elder Scrolls IV: Oblivion
 
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