Topal der Navigator

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Artikelweiche.svg Dieser Artikel handelt von dem altmerischer Entdecker Torval. Für die gleichnamige Stadt, siehe Torval (Stadt)
Statue Topals in Leyawiin[1].

Topal der Navigator, selten auch Torval der Pilot[2], war ein in der Merethischen Ära lebender aldmerischer Seefahrer, Entdecker und Kartograf. Nach ihm wurde die Topal-Bucht benannt.

Frühes Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die frühen Jahre Topals ist nahezu nichts bekannt. So ist nicht überliefert, wann und wo genau Topal geboren wurde. Vermutlich wurde er in Ersthalt auf der Insel Summerset geboren, da er von dort aus seine später bekannt gewordene Forschungsreise begann.

Topals Forschungsreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über Topals Forschungsreise gibt es heute nur noch einen in insgesamt vier Fragmenten vorliegenden aldmerischen Text mit dem Titel Udhendra Nibenu.

Der Auftrag: der Seeweg nach Alt-Ehlnofey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Irgendwann stellte er sich in die Dienste des Herrschers des Kristallturms, dem König von Alinor. In dessen Auftrag wurde Topal damit beauftragt, eine sichere Passage zurück nach Alt-Ehlnofey zu finden, damit die auf der Insel Summerset lebenden Altmer erfahren konnten, was aus ihrer alten Heimat geworden ist.

Für diese Suche nach Alt-Ehlnofey wurden drei alte Wegsteine verwendet. Diese speziellen Steine funktionieren in etwa wie eine Art Kompass: sie sind auf bestimmte Energielinien und haben die Tendenz, sich um die eigene Achse in eine bestimmte Richtung zu drehen. Aufgrund dieser Drehbewegungen können geübte Lotsen einen Kurs ermitteln. Einer dieser Wegsteine zeigte nach Süden, der andere nach Nordwesten, und der dritte schließlich nach Nordosten. Aus diesem Grund wurden insgesamt drei Schiffe für eine Expedition zusammengestellt: die "Pasquiniel" unter dem Kommando des Navigators Illio erhielt den nach Süden weisenden Wegstein, die "Niben" unter Topals Kommando den nach Nordosten weisenden. Ein drittes Schiff, dessen Name heute unbekannt ist, erhielt den Nordweststein.

Die Reise nach Hochfels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Ersthalt aus setzte Topal mit der "Niben" aus Kurs nach Nordosten, mitten hinein in die Abekäische See. Wäre Topal genau nach Osten gesegelt, hätte der die Goldküste Cyrodiils gesegelt. Bei näherer Betrachtung heutiger Karten muss Topal von Ersthalt aus jedoch erst nach Norden beziehungsweise viel mehr Nordwesten gesegelt sein, da er entgegen den Angaben in Vater des Niben von Ersthalt aus nicht direkt in einem nahezu geradlinigen Kurs nach Nordosten hinein in die Iliac-Bucht gesegelt sein kann.[3] Nach ungefähr zwei Monaten [4] auf See das Gebiet des heutigen Anticlere landete. Als er und seine Männer an Land gingen, sollen sie auf Orks gestoßen sein. Hierbei gibt es erste Zweifel daran, dass das erste Fragment des Textes nicht vollkommen korrekt zu sein scheint. Nach den bekannten Überlieferungen sind die Orks erst entstanden, nachdem die Altmer die Küsten Hochfels’ besiedelt hatten, nach dem genau genommen nach dem Kampf zwischen Trinimac und Boethiah. Die Forscher sind noch daran, die dementsprechenden Fragmente zu analysieren, um eine Antwort auf diese Unstimmigkeit zu finden.

Weiter gen Osten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen dem ersten und zweiten Fragment von Udhendra Nibenu liegt nach Schätzungen von Florin Jaliil eine ungefähre Zeitspanne von achtzig Monaten , da sich die "Niben" nun an der Ostküste Tamriels befand. Was genau in der Zwischenzeit vorgefallen sein könnte ist heute nicht mehr überliefert.

Topals Expedition nun nun, nachdem sie Alt-Ehlnofey nicht gefunden hatten, nach Südwesten zu segeln, zurück nach Ersthalt. Auf ihrem Weg entlang an den stählernen Klippen, wie in Udhendra Nibenu bezeichnet werden, begegnete ihnen eine Flederechse, vermutlich eine Art Vorfahr der heutigen Klippenläufer. Diese Flederechse griff das Schiff, und Topal konnte sie mit zwei gezielten Bogenschüssen in den Kopf und das Herz erledigen. Danach segelte die "Niben" noch vierzig Tage und Nächte weiter gen Süden, ehe das zweite Fragment endet.

Aufgrund der Aufzeichnungen über die Landschaft, welch ein diesem Fragment beschrieben wird, wird davon ausgegangen, dass sich Topals Expedition in der Gegend um die Nekropole Necrom befunden haben muss und die Flederechse vermutlich ein Nest auf der Insel Gorne besessen haben muss.

Die Entdeckung der Topal-Bucht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Topal segelte die Ostküste Tamriels weiter gen Süden, in der Hoffnung, bald die Möglichkeit zu haben, sich wieder nach seinem Wegstein richten zu können und einen Weg zurück nach Ersthalt zu finden. Nachdem die "Niben" die Schwarzmarsch umschifft hatte, erreichte die Expedition einen scheinbar weitläufigen, "diamantblauen, klaren süßen Ozean", und Topal glaubte, dass er die Festlandmasse Tamriels längst umschifft hatte und sich nun nach seinem nach Nordwesten, nach Ersthalt weisenden Wegstein richten konnte.

Der Navigator musste jedoch nach dreitägigem Segeln feststellen, dass sich vor dem Schiff erneut eine bislang unbekannte Festlandmasse aufbaute. Topal studierte seine Karten und konnte sich keinen Reim darauf machen, um was für ein Land es sich handelte. Er wusste nicht, dass es sich um das südliche Elsweyr handelte und er nicht in einem weitläufigen Ozean, sondern sich lediglich in einer schmalen Bucht zwischen Schwarzmarsch und Elsweyr befand. Eine breite Öffnung wurde zwischen den beiden Landmassen gefunden, und so war nun die Frage, die sich Topal stellen musste: sollte er sich an seinen Wegstein halten und durch diese Passage hindurchsegeln, oder sollte er auf Südkurs gehen und die neue Landmasse umsegeln, um danach auf Nordwestkurs zu gehen.

Topal der Navigator brütete lange über dieser Frage, ehe er eine Entscheidung traf:

Nach Norden! Wir segeln nach Norden! Fürchtet euch nicht - nach Norden!

Topal der Pilot [5]

Und so beging Topal einen entscheidenden, fatalen Fehler: unwissend, dass diese Passage ein riesiger, breiter Fluss war, welcher in das Innere des Kontinents führte, setzte er geradewegs Segel in eine riesige Sackgasse, anstatt den richtigen Südkurs einzuschlagen. Ironischerweise jedoch war es diese Fehlentscheidung, welche dem altmerischen Seefahrer seinen Platz in der Geschichte einbrachte.

Die Acht Inseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elf Tage lang segelte die "Niben" den riesigen Fluss hinauf. Auf ihrem Weg nach Norden erblickten die Seefahrer an den Ufern des Sees wild fauchende, mit grünen Augen ständig auf das Schiff starrende Katzenwesen, vermutlich frühe Khajiit. Nach elf Tagen erreichte die "Niben" schließlich einen kristallklaren, riesigen See, welcher heute unter dem Namen Rumare-See bekannt ist. In der Mitte des Sees entdeckte Topal acht Inseln (die Inseln, auf denen heute die Kaiserstadt steht), und auf diesen seltsame, aber laut Udhendra Nibenu, "leuchtende fliegende Wesen in prachtvollen Farben". Zur Verwunderung der erschöpften Seeleute schienen diese Vogelmenschen die Sprache der Altmer zu sprechen, bis sich herausstellte, dass die Wesen die Worte lediglich nachplapperten, ohne sie zu verstehen.

Topal der Navigator war von diesen Vogelmenschen begeistert und beschloss, länger auf den Acht Inseln zu bleiben. Einen Monat lang ankerte die "Niben", und Topal lehrte die Vogelmenschen, ihre eigenen Worte zu sprechen und mit ihren Krallenfüßen zu schreiben. Die Vogelmenschen dankten es Topal, dass er sie unterrichtet hatte, indem sie ihn zu ihrem Fürsten ernannten und ihm die Acht Inseln schenkten.

Topal versprach, eines Tages wiederzukommen, doch zunächst müsse er eine sichere Passage nach Ersthalt finden. So verlies Topal die Acht Inseln und die Vogelmenschen und versuchte, vom Rumare-See aus eine Passage in die Abekäische See zu finden, um wieder zurück nach Ersthalt zu gelangen. Er scheiterte an diesem Versuch und musste so den langen Weg zurück über den heute als Niben bekannten Fluss zurück nach Süden segeln, um von dessen Delta aus nun gen Südwesten, vorbei an der Elsweyrhalbinsel und an der Südküste Valenwalds entlang seinen Weg nach Ersthalt finden.

Bedeutung Topals für die heutige Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Expedition von Topal dem Navigator war von ihrem eigentlichen Auftrag her gescheitert. Es war dem Seemann nicht gelungen, eine sichere Passage nach Alt-Ehlnofey zu finden. Er war jedoch insofern erfolgreich bei dieser Suche, als dass er als einziger zurückkehrte. Weder die "Pasquiniel", noch das heute namenlose Schiff kehrten von ihren Reisen zurück.

Trotz seines Scheiterns hat Topal jedoch einen bedeutenden Teil zu der Erforschung des Tamriels der Merethischen Ära beigetragen. Topal war wohl einer der ersten, welcher auf frühe Orks, Argonier, Klippenläufer und Khajiit sowie die legendären, heute schon längst ausgestorbenen Vogelmenschen Cyrodiils gestoßen ist. Seine von Hand gezeichneten groben Seekarten zählen noch heute zu den wertvollsten Schätzen des Kristallturms von Summerset und waren wohl lange Zeit die einzigen, verlässlichen Seekarten.

Seine größte Bedeutung jedoch erlangte Topal der Navigator mit der Entdeckung der heute nach ihm benannten Topal-Bucht und des gewaltigen Niben, welcher nach seinem legendären Schiff benannt wurde. In Leyawiin, der Stadt im Mündungsgebiet des Niben in die Topal-Bucht steht heute ein Denkmal zu Ehren des Mannes, welcher ausgezogen war, um eine sichere Passage in die alte Heimat der Aldmer zu finden und daran scheiterte, um dann durch eine Fehlentscheidung eine solche bedeutende Entdeckung zu machen, welche seinen Namen bis in alle Ewigkeit in den tamrielischen Geschichtsbüchern festigen sollte.

Literaturverweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen

  1. Quelle: Offizielles Lösungsbuch zu The Elder Scrolls IV: Oblivion, Seite 423
  2. laut einer Stadtwache aus Leyawiin sowie dem offiziellen Lösungsbuch zu The Elder Scrolls IV: Oblivion
  3. wäre er direkt nach Norden oder Nordosten gesegelt, hätte er das Festland von Hammerfell, welches den direkten Weg von Ersthalt in die Iliac-Bucht blockiert, erreicht; es könnte jedoch sein, dass er zuerst wirklich nach Nordosten gesegelt und dann an der Hammerfellküste entlangsegelte, um dann in die große Iliac-Bucht zu gelangen
  4. laut den überlierfeten Fragmenten von Udhendra Nibenu genau 66 Tage
  5. entnommen: Florin Jaliils "Vater des Niben"
  • Namensnennung 2.5
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