Kleinmottien

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Artikelweiche.svg In dem Artikel Kleinmottien geht es um die Hintergrundgeschichte. Spielbezogene Einzelheiten findet ihr auf den folgenden Seiten:
Kleinmottien
Provinz Schwarzmarsch
Region Tiefensümpfe
Regierung Stadtrat der An-Xileel
Gewerbe Zuckerrohranbau, Theiluldestilation
Statthalter Xhon-Mehl (Stand: vor 4Ä 48)
Bevölkerung
Vorherrschendes
Volk
Argonier
Sonstiges
Baustil Mischung aus kaiserlich und argonisch
Lage
Schwarzmarsch.jpg Kleinmottien im Süden Schwarzmarschs

Die Stadt Kleinmottien oder Lilmoth, auch als Brandiges Herz der Schwarzmarsch bekannt,[1] liegt ganz im Süden der Schwarzmarsch. Die Stadt war einer der Knotenpunkte der kaiserlichen Besatzungen in der Zeit, als Schwarzmarsch Provinz des Kaiserreichs war, und erlangte während der Umbriel-Krise traurige Berühmtheit.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hafenstadt Kleinmottien liegt im Süden der Schwarzmarsch. Von Kleinmottien aus gesehen liegt nordwestlich Schwarzrose und westlich Seelenruh. Deutlich weiter im Nordosten findet man Archon.

Kleinmottien liegt in den sogenannten Tiefensümpfen[2] und ist über die Oliis-Bucht[3] mit dem Padomayer-Ozean verbunden. Der Boden unter der Stadt ist nicht fest, sondern weich, wodurch die Bauten der Stadt vielerorts Stück für Stück versinken, bevor sie überbaut werden.[4] Um die Stadt herum befinden sich Plantagen, auf denen Zuckerrohr angebaut und Theilul gebrannt wird.[5]

Bezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist in mehrere Bezirke geteilt.

Auf den Hügeln der Stadt liegt das alte Reichsviertel,[6] dass in der kaiserlichen Besatzungszeit errichtet wurde. Auf diesen breiten sich Herrenhäuser im kaiserlichen Stil aus, die wohl ehemals von Adeligen bewohnt waren und deren Grundstücke mittlerweile von Schlafpalmen und Bambus überwuchert sind.[7] Das Reichsviertel ist durch einen großen Kalksteinbogen von der restlichen Stadt getrennt.[2]

Etwas entfernt vom Reichsviertel, liegt der Eitergund, der auch als das brandige Herz Kleinmottiens bekannt ist. Auch hier findet sich aus der Zeit der ersten Besatzung die kaiserliche Architektur wieder, jedoch ist ein großer Teil davon bereits verfallen oder zumindest im unteren Stockwerk versandet. Nach der Unabhängigkeit vom Kaiserreich infolge der Oblivion-Krise, sammelten sich in diesem Viertel die Armen und die Verbrecher der Stadt.[6]

An der Oliis-Bucht liegt der alte kaiserliche Hafen der Stadt. Die Docks des kreuzförmige Hafenbecken sind am Kai vertäut, damit er sich den Gezeiten anpassen kann. Die Gebäude am Hafen sind nach Ende der kaiserlichen Besatzung tief eingesunken und stehen bei Zwillingsflut unter Wasser. Unter der Herrschaft der An-Xileel hat sich in der frühen Vierten Ära der Hafen hierher verlagert.[8]

Nicht fern von vom Hafen, auf dem Weg zur Oliis-Bucht, liegt das älteste Viertel der Stadt. Hier wurde bereits vor dem Dämmersturz gesiedelt. Das größte Zeugnis davon, ist der große Xanmeer von Ixtaxh-thtithil-meht.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleinmottiens Geschichte reicht bis vor den Dämmersturz zurück, wie die steinernen Ruinen der schon fast im Schlamm versunkenen Xanmeere zeigen.[4]

Die früheste schriftliche Erwähnung findet sich in Valenca Arvinas Aufzeichnungen über den Schwarzwasserkrieg. In der dritten Phase des Krieges, die um 1Ä 2833 begann, drängt der befehlshabende General Lucinia Falco das Kaiserreich dazu, den Piraten vor den Küsten Kleinmottiens und Archons Kaperbriefe auszustellen. Zusammen mit der Kaiserlichen Marine gelang es ihnen große Abschnitte der Küste unter Kontrolle zu bringen und sogar in die inneren Sümpfe vorzudringen. Diese Handlung trug dazu bei, dass im Jahr 2837 die Argonier die Waffen streckten und Schwarzmarsch zur kaiserlichen Provinz erklärt wurde.[9]

Eine weitere Erwähnung findet sich in Carlovac Stadtwegs historischen Roman 2920: Das letzte Jahr der Ersten Ära. Demnach übernahm 1Ä 2920 in der Schlacht von Bodrum der Kriegsfürst Ulaqth von Kleinmottien die Führung über die rechte Flanke der kaiserlichen Armee.[10]

Danach verliert sich die Geschichte von Kleinmottien wieder im Dunkeln der Zeit bis in die Dritte Ära hinein. Im Septimischen Kaiserreich wurde Kleinmottien in den Jahren nach 3Ä 80[11] zum Königreich erhoben. In 3Ä 109 heiratete Magnus Septim die Königin Hellena von Kleinmottien, übernahm ihren Titel und lies den argonischen Priesterkönig hinrichten.[12] Als nach dem Tod Kaiser Antiochus' und der Thronbesteigung Kintyras II der Krieg des Roten Diamanten ausbrach, unterstützte Magnus zusammen mit seinem Bruder Cephorus, König von Gilane, die regierende Kaiserin gegen den Anspruch von Potemas Sohn Uriel und führte seine Truppen geradewegs von Schwarzmarsch nach Himmelsrand. Vor allem in den Sommermonaten erlangten die Argonier unter dem Banner Kleinmottiens große Erfolge, doch mussten sie sich bei Wintereinbruch vor der ungewohnten Kälte zurückziehen und sich neu zu gruppieren. Im Sommer 127 vollführte das kleinmottische Heer erneut einen Angriff auf Himmelsrand und besetzte Schloss Kogmenthist. [13] Trotz der überlegenen Stellung von Magnus' Armee, griff Potemas Armee die Stellung an und konnte die Schlacht von Kogmenthist für sich entscheiden. Dennoch verlor Potema immer mehr Verbündete, als ihr Sohn Uriel starb und Cephorus sich zum Kaiser ausrief, und wurde nach Einsamkeit zurückgedrängt. In 3Ä 137 schließlich wurde das Schloss Einsamkeits gestürmt und Potema getötet. Zwei Jahre später, nach dem Tod seines Bruders Cephorus, wurde Magnus zum Kaiser gekrönt.[14] Wer in der Folge den Thron von Kleinmottien übernahm, ist nicht weiter bekannt.

Als die Oblivion-Krise im Jahr 3Ä 433 ausbrach und sich auf ganz Tamriel Tore zu den Totenländern öffneten, brach im Kaiserreich das Chaos aus. Auf Befehl des Hist hin, sammelten sich die Argonier jedoch in Schwarzmarsch und drängten die Daedra ins Reich des Vergessens zurück.[15] Als die daedrische Bedrohung abgewendet war, formierten sich die An-Xileel, die das Kaiserreich aus Schwarzmarsch vertrieben und in den ursprünglich kaiserlich verwalteten Provinzstädten, zu denen auch Kleinmottien gehörte, selbst die Macht an sich rissen.[16] In den folgenden Jahren versuchten die traditionellen An-Xileel Kelinmottiens unter ihrem vorherrschenden Organlord Xhon-Mehl[4] die alten argonischen Bräuche wieder zu beleben und restaurierten die alten Xanmeere.[4]

Die fliegende Stadt Umbriel

In 4Ä 47 stattete Minister Hierem, begleitet von seiner Assistentin Delia Huerc, Kleinmottien einen Besuch ab. Am Hist vollführte er zusammen mit den An-Xileel ein Ritual um Umbriel nach Tamriel zu rufen.[17] Ein Psijik namens Urvwen, der das drohende Unheil spürte, das die fliegende Stadt Umbriel bringen sollte, kam in die Stadt und versuchte die Bewohner vergeblich zu warnen.[18] Schließlich erschien im folgenden Jahr über dem Ozean vor der Stadt Umbriel, saugte die Seelen der Bewohner Kleinmottiens auf[19] und setzte seinen Weg in Richtung Vvardenfell fort. Ob Kleinmottien später wieder bewohnt wurde, ist nicht bekannt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

War Kleinmottien unter der Septim-Dynastie noch Sitz eines Königreichs, änderte sich dies radikal nach der Oblivion-Krise. Mit dem Verfall des Kaiserreiches, lösten sich auch die Gebiete der Schwarzmarsch. Die radikale An-Xileel-Partei übernahm daraufhin die Verwaltung der Stadt und bildete einen Organismus, der von einem Stadtrat geleitet wird.[20] Diesem Organismus scheint der Vorherrschende Organlord[4] vorzustehen, doch sind die genauen Verknüpfungen nicht bekannt. Dem Stadtrat standen in den ersten Jahrzehnten nach der Unabhängigkeit frühere kaiserliche Beamte als Berater zur Verfügung. So übte Taig Hoïnart diese Funktion noch 4Ä 48 aus.[21]

Gesetze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Loslösung vom Kaiserreich und der Übernahme der Regierung durch die An-Xileel wurden die Verwaltung der Stadt reorganisiert und den Vorstellungen der neuen Regierung angepasst. In fast alle Wacheinheiten der Stadt wurden nur noch Argonier aufgenommen, lediglich die Thtachalxan standen für Nicht-Argonier offen.[22] Kleinmottien selbst durft nur noch von Fremden betreten werden, die eine Aufenthaltsgenehmigung ausgestellt bekamen. Einzige Ausnahme bildete der Hafen, wo sich infolge ein großer Markt ansiedelte.[8]

Probleme/Kriminalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Übernahme der Regierung durch die An-Xileel und Einführung einer neuen Verwaltungsstruktur, entstanden viele Probleme. Die kaiserlichen Gebäude und besonders die Hafenanlagen wurden nicht mehr in Stand gehalten und versanken langsam im Sumpf.[8] Alte Viertel, wie der Eitergrund, wurden kaum noch von Patrouillen der Stadtwache besucht und boten nun Unterschlupf für Verbrecher.[6] Es florierte der Skoomaschmuggel in der Stadt.[7] Die Regierung selbst wurde in den Augen vieler als Verbrecher angesehen, die korrumpiert waren.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Umland von Kleinmottien befinden sich Plantagen auf denen Zuckerrohr angebaut und zu Theilul gebrannt wird. Viele der Plantagen befanden sich in kaiserlicher oder bretonischer Hand, bevor sie von den An-Xileel enteignet wurden.[23]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Liste der Bewohner von Kleinmottien

Gesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spätestens seit der Unabhängigkeit vom Kaiserreich wird Kleinmottien zum Großteil von Argoniern bewohnt. Dennoch blieben auch noch Jahrzehnte nach der Loslösung einige Familien der alten Garde, die in den schlecht bezahlten Dienst der An-Xileel traten, dort wohnen.[21] Die komplette Vernachlässigung einiger Bezirke sorgte dafür, dass sich in diesen eine große Schicht Armer und Verbrecher etablierte.[6]

Wichtige Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herrscher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arena war ursprünglich als Gladiatorenspiel geplant, das den Held durch Arenen in den Städten von ganz Tamriel führen sollte. In einem Dokument aus dieser frühen Entwicklungsphase findet sich die erste Ortsbeschreibung: „Kleinmottien, Heimat der Dunklen Flut, scheint bedrückend und abstoßend. Nie zuvor habt Ihr die widernatürliche Furcht erfahren, welche die Atmosphäre hier durchdringt. Es heißt, die Stadt würde unter ihren Straßen vieles bereithalten ...“[24]
  • Lilmothiit setzt sich aus Lilmoth und der Ta'agra-Phrase "-iit" zusammen und bedeutet in etwa "einer, der aus Lilmoth kommt".

Anmerkungen

 
  • Namensnennung 2.5
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