Sancre Tor

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Die Ruinen von Sancre Tor
Positionskarte Cyrodiil.jpg
Flagge Karte klein.png
Lage von Sancre Tor

Sancre Tor (ayleid. für "Goldener Hügel"[1]) ist eine berühmte, nördlich von Chorrol in den Jerall-Bergen gelegene Ruinenstätte. In der Geschichte Tamriels spielte die heilige Stadt als mythischer Geburtsort von Reman I, angebliche Grabstätte der heiligen Alessia, Grabstätte der Reman-Dynastie und als bedeutendes Schlachtfeld eine wichtige Rolle. Darüber hinaus war die Stadt auch als Verwahrungsort des Amuletts der Könige sowie der Rüstung von Tiber Septim bekannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründungsmythen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Gründung von Sancre Tor ranken sich bis heute Legenden und Mythen. Bis heute ist es Forschern nicht gelungen, die exakte Gründungsgeschichte der antiken Stadt zu ergründen, und bis heute ist daher nicht genau bekannt, wer genau die Stadt gründete und wann dies letztendlich geschah.

Ausgangspunkt für die verschiedensten Theorien über die Gründung von Sancre Tor liefern zwei Texte, welche jedoch völlig unterschiedliche Angaben über selbige machen und daher vielerorts mehr Rätsel aufweisen als Antworten bringen.

Laut dem Buch Die legendäre Stadt Sancre Tor von Matera Chapel ist es die Heilige Alessia selbst gewesen, welche die Stadt gegründet haben soll. Demnach soll die erste menschliche Kaiserin in der Geschichte Tamriels an der Stelle, wo sich heute die Stadt Sancre Tor befindet, die göttlichen Visionen und die Inspiration für den Sklavenaufstand empfangen haben, welcher zum Sturz der ayleidischen Vorherrschaft in Cyrodiil und der Ausrufung des heute als Alessianisches Kaiserreich bezeichneten ersten cyrodiilischen Kaiserreich führte. An der Stelle, an der sie diese Visionen hatte, gründete sie anschließend die Stadt Sancre Tor.[2]

Die zweite Geschichte über die Entstehung von Sancre Tor ist nicht nur die geheimnisvollste und mysteriöseste der bekannten Erzählungen über die Entstehung dieser Stadt, sondern verschiebt das Gründungsdatum um ungefähr 2500 Jahre. Diese in dem antiken Buch Remanada niedergeschriebene Geschichte über die Entstehung Sancre Tors besagt, dass König Hrol aufgrund einer Vision bezüglich einer akavirischen Invasion nach Cyrodiil kam, um nach dem seit langer Zeit verschollenen Amulett der Könige zu suchen. Auf seiner Suche erschien ihm und seinen sechzehn Gefährten schließlich El-Estia, die Königin des Altertums, welche in der einen Hand das Drachenfeuer Akatoshs, in der anderen das Amulett der Könige gehalten haben soll. Hrol und seine Gefährten flehten El-Estia auf Knien an, ihnen das Amulett zu überreichen, doch die Königin legte ihnen eine Prüfung auf. Demnach wollte sie ihnen das Amulett erst überreichen, wenn sie den Schmerz, welcher Tamriel umringt, fühlen sollten. El-Estia verschwand daraufhin, und Hrol und sein Schildknappe fanden sie schließlich in einem Waldstück. König Hrol beschwor die Königin des Altertums daraufhin mit den folgenden Worten:

Ich liebe Euch, süße Aless, süße Frau von Shor, von Auri-el und vom Heiligen Stier, und ich bin gewillt, dieses Land wieder lebendig zu machen, nicht durch Schmerz, sondern durch eine Rückkehr zum Drachenfeuer des Bundes, um Osten und Westen wieder zu vereinigen und alles Verderben abzuschütteln

König Hrol[3]

Daraufhin soll sich El-Estia vor Hrol entkleidet haben, und der Schildknappe meißelte das folgende Geschehen in einen kleinen Felsen, ehe er starb:

UND HROL BESCHLIEF EINEN HÜGEL

Inschrift des Schildknappen[3]

Als die anderen fünfzehn Ritter daraufhin kamen, fanden sie Hrol tot an einen Schlammhügel gelehnt und zogen voller Scham weiter. Der Hügel jedoch wuchs nach neun Monaten zu einem kleinen Berg heran und begann sich zu bewegen. Von Gläubigen, die sich um den wachsenden Berg herum sammelten, wurde dieser bald als Goldener Hügel, als der Sancre Tor, bezeichnet. Und als die Schäferin Sed-Yenna den Hügel bestiegen haben soll, soll sie auf selbigem einen Säugling gefunden haben, welchen sie Reman taufte. Auf der Stirn war der Chim-el Adabal, woraufhin Sed-Yenna den Säugling in den seit dem Tod des letzten Kaisers verwaisten Kaiserpalast brachte und ihn auf den Drachenthron setzte, wo der Säugling wie ein Erwachsener die folgenden Worte gesprochen haben soll:

ICH BIN DAS REICH CYRODIIL

Reman I als Säugling[3]

Es ist wie erwähnt bis heute weder vollständig geklärt, wieso beide Texte eine so unterschiedliche Version über die Entstehung Sancre Tors liefern, noch ist genau klar, welche die korrekte ist. Forscher versuchen daher fieberhaft, dieses Mysterium der Geschichte zu ergründen. Es gibt bereits einige Theorien, welche auf den Gründungsmythen basieren und im späteren Verlauf genauer erläutert werden sollen.[3]

Erste Ära[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hoch oben in den Jerall-Bergen gelegene Stadt entwickelte sich während der ersten Ära aufgrund vieler unter dem Felsen gelegenen und ertragreichen Erzvorkommen zu einer wichtigen Bergbaustadt, und die Minen von Sancre Tor galten als sehr bedeutsam. Dank seiner ertragreichen Minen gelangte Sancre Tor so schnell zu Reichtum, jedoch musste die Stadt aufgrund des unfruchtbaren und rauen Klimas der Jerall-Berge aus dem Herzland mit Nahrungsmitteln versorgt werden, was die Stadt nicht nur stark abhängig, sondern auch sehr anfällig machte.[2]

Eine weitere Gefahr für Sancre Tor bestand in den sich immer wechselnden Beziehungen zu Himmelsrand. Sancre Tor war aufgrund seiner Lage und seiner monoindustriellen Wirtschaft auf den Handel angewiesen, welcher über diverse Gebirgspässe auch nach Himmelsrand führte. Solange die politischen Beziehungen zur Nordprovinz gut und ruhig waren, profitierte die Stadt in den Jerall-Bergen vom Handel mit den verbündeten Nord. Doch wenn sich diese Beziehungen ins Gegenteil änderten, was aufgrund der kriegerischen Natur der Nord oftmals der Fall war, war Sancre Tor nicht nur von wirtschaftlicher Existenznot betroffen, sondern aufgrund seiner exponierten und abhängigen Lage oftmals das Ziel von Belagerungen und Plünderungen.[2]

Dennoch bildete die Stadt aufgrund ihrer Geschichte als der Ort, an welchem Alessia ihre Visionen hatte, das religiöse Zentrum des damaligen Cyrodiils. Nach dem Zerfall des alessianischen Ordens im Jahre 1Ä 2321 verlor Sancre Tor diesen Status jedoch an die Kaiserstadt, welche nun zum Sitz der religiösen Herrschaft wurde. Dennoch behielt Sancre Tor seine Bedeutung als religiöse, heilige Stadt bei, was auch aufgrund des in Remanada geschilderten Mythos über die Geburt von Reman I verstärkt wurde. Außerdem war die Stadt weiterhin eine wichtige Bergfestung und ein wichtiger Knotenpunkt für den Handel über die Jerall-Berge.[2]

Nach der Abwehr der akavirischen Invasion und der Ausrufung des zweiten Kaiserreiches durch Reman I blühte in Sancre Tor erneut der Reichtum und Wohlstand auf. Aber der Stadt wurde noch eine weitere wichtige Bedeutung zuteil. Da es die Gerüchte gab, dass die Heilige Alessia in den Katakomben unter der Stadt bestattet wurde, wollte Reman I, welcher seine Herkunft auf die erste cyrodiilische Kaiserin zurückführte, dass seine Linie in der Nähe ihres Grabes ihre letzte Ruhe finden sollte. Aus diesem Grund ließ der Kaiser unter der Stadt einen prächtigen Gräberbezirk für die Kaiser der Reman-Dynastie anlegen, in welchem alle bekannten Kaiser dieser Dynastie ihre letzte Ruhe fanden. Als letzter Kaiser der Dynastie wurde im Jahre 1Ä 2920 Reman III beigesetzt, Legenden zur Folge mit dem Amulett der Könige.[2]

Zweite Ära[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schrein des Tiber Septim in Sancre Tor; dahinter: das Grab von Reman III.

Während der ersten Phase der Zweiten Ära blieb der Status von Sancre Tor als religiöses Zentrum bestehen, und aufgrund ihrer Lage behielt die Stadt auch ihren Status als wichtige Bergefeste bei. Es ist zwar nicht überliefert, aber während der Potentatenzeit sowie in der Zeit des Interregnums[4] wurde die Stadt vermutlich des öfteren geplündert und besetzt.[5]

So auch im Jahre 2Ä 852, als ein Bündnis aus Nord und Bretonen im Norden Cyrodiils einfielen und Sancre Tor besetzten. Beide Seiten erhofften sich dadurch, das geschwächte, unter dem neuen Kaiser Cuhlecain mühevoll wiederauferstandene Cyrodiil zu zerschlagen. Cuhlecain jedoch entsandte mit General Talos seinen besten und erfahrensten General nach Sancre Tor, um die Stadt aus den Händen des Nord-Bretonen-Bündnisses zu befreien. In dem heute als Schlacht von Sancre Tor bekannten Gefecht gelang es General Talos durch einen raffinierten Trick, die Truppen des Bündnisses im Tal zu binden, während er selbst mit seiner Eliteeinheit von den als unüberwindlich geltenden Berghängen in die kaum verteidigte Stadt einfallen konnte. Während sich die Nordkrieger dem tapferen General ergaben, wurden die Bretonen getötet.[6]

Nach seinem Sieg bei Sancre Tor ließ General Talos seine Armee die in Ruinen daliegende Stadt plündern. Er selbst drang in das Grabmal der Reman-Kaiser ein und barg das seit dem Tod von Reman III in den Tiefen Sancre Tors ruhende Amulett der Könige.[7] Seine Rüstung überreichte der heldenhafte General Talos seiner Eliteeinheit, welche im Grabmal der Reman-Kaiser einen Schrein zu Ehren der Rüstung, aber auch zu Ehren ihres Generals errichteten. In der Folgezeit wurde dieser Schrein für die Elitekämpfer, welche heute als die Klingen bekannt sind, zu einem wichtigen Heiligtum und Pilgerziel.[8]

Dritte Ära[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Schlacht von Sancre Tor endete die Zeit der legendären Stadt endgültig. Nachdem General Talos nach Cuhlecains Tod selbst den Kaiserthron bestieg und als Tiber Septim ganz Tamriel unter seiner Herrschaft im Kaiserreich von Tamriel vereinigte, ließ er das in Trümmern liegende Sancre Tor nicht wieder aufbauen. Der Kaiser erkannte die Schwächen der Stadt in Bezug auf ihre Lage, weshalb sie als Festung des Imperiums keine Bedeutung mehr besaß. Auch verliefen die wichtigsten Kommunikationsstränge über die Jerall-Berge nun über die Bergpässe bei Chorrol und Bruma, was die Bedeutung Sancre Tors noch einmal um einiges minderte.[2]

Tiber Septim erkannte Sancre Tors Schwächen und ließ die Stadt nicht wieder aufbauen.

Seit Beginn der Dritten Ära lag die einst heilige Stadt daher in Trümmern und spielte nur noch als Pilgerstätte für die Klingen eine Rolle.[8] Doch bereits während der Regentschaft Tiber Septims begann Sancre Tor nach und nach dem Bösen zu verfallen. Immer mehr Pilger, welche sich zum Schrein des Tiber Septim aufmachten, kehrten nicht wieder, und es gingen Gerüchte über die Gefahren, welche in den Tiefen von Sancre Tor ruhten, durch das ganze Kaiserreich von Tamriel. Aus diesem Grund entschloss sich Tiber Septim, die vier besten Klingen seiner Zeit, die Klingen Alain, Casnar, Rielus und Valdemar, nach Sancre Tor zu entsenden, um zu überprüfen, was in der alten Stadt vor sich ging.[9] Als auch diese vier nicht mehr zurückkehrten, gab Tiber Septim schließlich den Befehl, den Zugang zu den Katakomben von Sancre Tor zu versiegeln, was durch den ersten Großmeister der Klingen schließlich auch geschah.[9]

Rund vierhundert Jahre lang wusste niemand genau, welcher dunkle Fluch die einst heilige Stadt in den Jerall-Bergen heimgesucht hatte, und niemand wagte es, sich auch nur in die Nähe der alten Ruinen zu begeben. Gerüchte über untote Krieger, welche durch die verfallenen Gebäude und Korridore Sancre Tors wanderten, machten vielerorts die Runde.

Als im Jahre 3Ä 433 die verheerende Oblivion-Krise das Kaiserreich von Tamriel in ihren schrecklichen Bann zog, rückte Sancre Tor ein letztes Mal in den Fokus der Geschichte. Um ein Portal in Camorans Paradies zu öffnen, benötigte Martin Septim das Blut eines Göttlichen. Nach langem Überlegen fiel ihm die Rüstung von Tiber Septim ein, an welcher noch das Blut des zum Gott aufgestiegenen ersten tamrielischen Kaisers haften musste. Obgleich es ihm aufgrund der grassierenden Gerüchte über Sancre Tor unangenehm war, jemanden in die seit Jahrhunderten unerkundeten Katakomben unter der Stadt zu entsenden, bat er den Helden von Kvatch darum, nach Sancre Tor zu reisen und die Rüstung aus dem Schrein des Tiber Septim zu bergen.[10]

In Sancre Tor angekommen stellten sich dem Helden von Kvatch neben zahllosen Untoten auch insgesamt vier mächtige Skelettkrieger entgegen. Bei diesen vier untoten Wächtern handelte es sich um niemand geringeren als die vier Klingen, welche unter Tiber Septim nach Sancre Tor geschickt worden waren. Als Untote Klingen bewachten sie nun aufgrund eines Fluches die antiken Hallen. Als es dem Helden von Kvatch gelang, die erste der vier untoten Klingen zu besiegen, berichtete ihm der daraufhin erschienene Geist von Rielus, was dereinst geschehen war. Laut Rielus hatte sich der Unterkönig Zurin Arctus, der ehemalige kaiserliche Kampfmagier Tiber Septims erhoben, um sich an seinem einstigen Herren für dessen Verrat zu rächen. [11] Aus diesem Grund belegte Zurin Arctus Sancre Tor und den Schrein des Tiber Septim mit einem Fluch, welcher jeden, der zum Schrein pilgerte, in ein willenloses, untotes Wesen verwandeln sollte. Auch die vier Klingen wurden von diesem Fluch heimgesucht, welcher sie dazu verdammte, als Untote Klingen die verfallenen Hallen Sancre Tors zu bewachen und jeden Eindringling daran zu hindern, zum Schrein des Tiber Septim zu gelangen.[10]

Zwar war Zurin Arctus im Jahre 3Ä 433 schon längst wieder fort, jedoch hielt sein Fluch noch immer an und verhinderte, dass der Held von Kvatch zum Schrein und somit zur Rüstung von Tiber Septim gelangen konnte. Rielus erklärte dem Helden von Kvatch jedoch auch, dass wenn er auch die drei anderen untoten Klingen von ihrem Fluch erlösen könnte, sie ihm dabei helfen wollten, den Bann von Zurin Arctus zu brechen. So geschah es dann schließlich auch: nachdem der Held von Kvatch auch Alain, Casnar und Valdemar von ihrem Fluch befreit hatte, brachen die vier Klingen den Bann über dem Schrein des Tiber Septim, wodurch der Held von Kvatch die Rüstung von Tiber Septim bergen und zu Martin Septim bringen konnte.[10]

Außenanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schäden, welche Sancre Tor durch die Schlacht von Sancre Tor und den nunmehr vierhundert Jahre andauernden Verfall erlitten hat, sind deutlich zu erkennen. Die einst prachtvolle Stadt ist nur noch ein Schatten ihrer Vergangenheit. Von der einstingen Stadt selbst ist heute ausschließlich die alte Festung von Sancre Tor erhalten. Die umliegende Stadt selbst ist heute bereits vollkommen verschwunden. [12] Aufgrund der Anordnung der Ruinen sind Rückschlüsse auf das ursprüngliche Aussehen der Festung von Sancre Tor zu schließen.

Die Festung war einst von einer wehrhaften Mauer umgeben, welche noch heute die verfallenen Reste von fünf kleinen und zwei großen Wehrtürmen beinhaltet. Der Zugang in die Festung lag im Nordosten und erfolgte über ein gut gesichertes Tor. Durschritt man das Torhaus, so gelangte man über eine mit einer ebenfalls dicken, an einigen Stellen ebenfalls mit Türmen versehenen Mauer umfassten Straße immer weiter in den westlichen Teil der Festung. Es liegt nahe, dass dieser Teil weniger als Straße, sondern eher als Zwischenraum zwischen dem zweiten und dritten Mauerring um die Zitadelle herum gedient haben könnte.

Es fällt auf, dass die Mauer nur an der Südseite der Festung eine Dreistufung aufweist, wohingegen die Nordmauer nur einfach geschützt ist. Auch befinden sich an der alten Südmauer die beiden dicken, massiven Wehrtürme. Der Grund hierfür ist die geographische Lage Sancre Tors. An der Nordseite befinden sich die steilen Hänge des Jeralls, weshalb ein Angriff von dort eher unwahrscheinlich bis unmöglich war (was Tiber Septim jedoch in der Schlacht von Sancre Tor widerlegte), während die Südseite Angriffen vom Tal aus trotzen musste.

Das Zentrum der Festung von Sancre Tor bildet der gewaltige, mehrstöckige Bergfried der Zitadelle. Geschützt durch die massiven Mauern des Bergfriedes und durch die Mauerringe um die Festung herum lag hier der Eingang in die unterirdischen Katakomben von Sancre Tor. Laut dem Buch Die legendäre Stadt Sancre Tor soll die Zitadelle einst von Tarnzaubern geschützt und von den Göttern selbst verteidigt worden sein. Da Sancre Tor aber mehrmals geplündert und besetzt wurde, scheint es, als ob diese noch aus alessianischer Zeit stammende Überlieferung sich als falsch herausstellte.

Innenanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterhalb der Zitadelle von Sancre Tor befindet sich ein weitläufiges System aus Tunneln, Gängen und Kammern, welche um die antiken Katakomben herum angelegt wurden.

Obere Ebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die obere Ebene [13] ist an sich nur ein Verbindungskorridor zwischen der Oberwelt und der eigentlichen Eingangshalle von Sancre Tor.

Über eine lange Treppe, an deren oberen Ende das Skelett eines verunglückten Abenteurers liegt, gelangt man in die südliche, kleine Halle der oberen Ebene. Die dortige Treppe hinab führt - an Pfeilfallen vorbei - in einen längeren Korridor, welcher in die nördliche Halle mündet. Auf der dortigen, zentralen Plattform schob bis 3Ä 433 die Untote Klinge Rielus ihre Wache, bis er vom Helden von Kvatch erlöst wurde.[10] Von der Plattform aus führt in südöstlicher Richtung eine kurze, kleine Brücke in einen weiteren Korridor mit langer Treppe, an dessen Ende der Zugang zur Eingangshalle von Sancre Tor liegt.

Eingangshalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hat man die obere Ebene durchquert, gelangt man über einen kurzen Gang aus nordöstlicher Richtung in die eigentliche Eingangshalle.

Bei der Eingangshalle von Sancre Tors unterirdischen Gewölben handelt es sich um eine kreisrunde Halle, in deren Zentrum sich eine von einem Wassergraben umgebene, mit zwei Steinbrücken mit dem Festland verbundene Steinplattform befindet. An den vier Ecken der Plattform befinden sich vier massive, in der cyrodiilischen Baukunst einmalige Säulen, von denen die Nordwestlichste in der Mitte gebrochen ist.

Die Eingangshalle bildet das zentrale Verbindungsglied im unterirdischen Sancre Tor. Von ihr aus gelangt man über den nordwestlichen Korridor in die Halle der Beurteilung, über eine kleine, am Ufer des Wassergrabens gelegene Tür in der Südwestecke in die Katakomben, über die Südliche Tür in das Grabmal der Reman-Kaiser und über den östlichen Korridor in das Gefängnis. Es gibt im Westen, gegenüber dem Korridor zum Gefängnis, noch einen weiteren Gang, welcher jedoch mittlerweile eingestürzt ist. Wohin er einst führte ist heute nicht mehr bekannt.

Gefängnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den östlichsten Ausgang der Eingangshalle gelangt man über einen längeren Korridor in das alte Gefängnis von Sancre Tor.

Hat man das dortige Eisengitter passiert, befindet man sich in einer kleinen Halle mit Plattform, auf welcher der Gefängniswächter den Zugang zum Zellentrakt überwacht. Nur mit dem Schlüssel des Wächters lässt sich die massive Holztür öffnen.

Der Zellentrakt selbst besteht aus einem Gewirr von Gängen und Tunneln, in welchem sich insgesamt neun der zwölf Zellen des Gefängnisses befinden. Während die meisten der Zellen recht kleine Aussparungen in der Wand darstellen, sind zwei Zellen etwas größer und geräumiger. Sie dienten wohl dereinst als Großraumzellen für mehrere Gefangene auf einmal.

Ganz im Osten des Gefängnistraktes befindet sich eine größere Halle, in welcher eine breite Treppe zu drei weiteren Zellen führte. Es ist zwar nicht genau belegt, aber hierbei könnte es sich um den Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses gehandelt haben, da dieser Bereich erstens abgesondert von den anderen Zellen liegt und die Zellen zweitens eine Art Vorbereich besitzen. Bei seiner Expedition nach Sancre Tor stieß der Held von Kvatch hier auf die Untote Klinge Valdemar, welchen er nach einem langen und heftigen Kampf schließlich von seinem Fluch befreien konnte.[10]

Ein weiterer untoter Wächter in diesem Bereich von Sancre Tor ist Aufseher Kastav, welcher in der erwähnten ersten Halle, welche den Zugang zum Gefängnistrakt bildet, patroulliert. Da mit Aufseher Kastav der wohl letzte Gefängnisaufseher von Sancre Tor dem scheinbar gleichen Fluch wie die untoten Klingen anheim fiel, scheint es, als ob trotz der Aufgabe von Sancre Tor unter Tiber Septims Herrschaft das Gefängnis der Stadt auch noch in der Dritten Ära genutzt wurde. Es gibt zwar keine Belege dafür, jedoch wäre dies eine Möglichkeit, wieso Aufseher Kastav noch im Jahre 3Ä 433 in Sancre Tor das Gefängnis bewachte.

Halle der Beurteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlässt man die Eingangshalle in nordwestlicher Richtung, so gelangt man über einen Korridor in die sogenannte Halle der Beurteilung [14]. Biegt man an der ersten Weggabelung nach rechts, so führt ein langer, verwinkelter Korridor auf die östliche Zuschauerplattform der Halle. Im Südwesten dieser Plattform befindet sich der Zugang zu einem weiteren Korridor, welcher in den Kampfbereich der Halle führt. Hier patroullierte Casnar, eine der vier untoten Klingen von Sancre Tor, ehe er vom Helden von Kvatch erlöst wurde.[10] An der Nordwestseite des Kampfbereiches befindet sich in erhöhter Position die Loge, in welcher wohl einst der Fürst von Sancre Tor oder gar der Kaiser selbst den Kämpfen in der Halle zugesehen hatte. Noch heute befindet sich dort ein heute halb vermoderter, alter Thron.

Ist man an der eingangs beschriebenen Gabelung nach links abgebogen oder hat den Ausgang an der Südoststseite der Zuschauerplattform genommen, gelangt man über einen Korridorin in eine kleine Halle, welche lediglich als Verbindung zu einem weiteren Korridor dient. Dieser Korridor führt anschließend in die Katakomben.

Die Halle der Beurteilung war während der Blütezeit Sancre Tors wohl ein Trainingsbereich für die Festungsbesatzung. Unter Aufsicht des Fürsten wurden hier wohl Trainingskämpfe abgehalten und die Leistung der Soldaten beurteilt. Es könnte aber auch sein, dass die Halle als eine Art Arena fungierte und wie die Arena der Kaiserstadt zur Unterhaltung diente. Genau lässt sich dies wohl nicht mehr klären.

Katakomben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die über die Halle der Beurteilung oder den verborgenen Zugang in der Eingangshalle erreichbaren Katakomben von Sancre Tor bilden das Zentrum der unterirdischen Anlagen der alten Stadt. Hier soll die Heilige Alessia der Legende nach ihre letzte Ruhe gefunden haben, und hier ist es auch, wo die meisten Gräber auf dem Gebiet von Sancre Tor liegen.

Betritt man die Katakomben über die Halle der Beurteilung, findet man sich zunächt in einer großen, von Stalagmiten und Stalagtiten überwucherten Kammer wieder. Hier erwartete 3Ä 433 mit Alain die letzte der vier untoten Klingen den Helden von Kvatch.[10]

Im Südwesten der Kammer befindet sich der Zugang zu einem Korridor, welcher sich in zwei Richtungen gabelt. Der nach Südosten verlaufende Korridor ist nach ein paar Metern eingestürzt, während der nach nordwesten führende Gang in eine kleine Sargkammer mündet. In den dortigen Wandnischen sind einige Sarkophage aufgestellt. Über einen Durchgang im Südwesten der Kammer führt ein kurzer Korridor in eine größere Kammer, in welcher auf verschiedenen Ebenen weitere Sarkophage aufgereiht stehen. Über die Plattform und eine Steinbrücke gelangt man schließlich in einen längeren Korridor, welcher in die letzte, größere Kammer der Katakomben führt. Hier befindet sich auf einer erhöhten Plattform ein einzelner Sarkophag. Es ist nicht bekannt, wer in ihm ruht. Es könnte sein, dass Reman I diesen Sarkophag für die letzte Ruhestätte der heiligen Alessia gehalten hat.

Ein letzter Korridor führt schließlich zu einer alten Holztür, über die man wieder in die Eingangshalle, genau gesagt zum Ufer des unterirdischen Wassergrabens, gelangt.

Grabmal der Reman-Kaiser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Grabmal der Reman-Kaiser bildet den zentralen Teil der antiken Festung Sancre Tor. Der Zugang zur letzten Ruhestätte der Kaiser der Reman-Dynastie liegt im Süden der Eingangshalle und ist über die zentrale Insel zu erreichen.

Das Grab ist heute wie ganz Sancre Tor größtenteils verfallen, jedoch trotz seines Alters noch in bemerkenswert gutem Zustand. Betritt man es von der Eingangshalle aus, findet man sich zunächst in einer kleinen Halle wieder. Zur Linken und Rechten der Eingangstür befinden sich vier Nieschen mit vier Sarkophagen von vier Kaisern der Reman-Dynastie. An der Südseite der Kammer befindet sich wiederum ein Durchgang, welcher über einen kurzen Tunnel zu einer kleineren Kammer führt. Hier liegen das Grab des letzten Reman-Kaisers, Reman III, und der Schrein des Tiber Septim von Sancre Tor.

Das Grabmal wurde seinerzeit von Reman I angelegt, als dieser das Gerücht vernahm, dass die Heilige Alessia tief unten in den Katakomben von Sancre Tor ihre letzte Ruhestätte gefunden haben soll. Um seine Verbundenheit und Abstammung von der ersten Kaiserin in der Geschichte Tamriels zu begründen und zu legitimieren, ließ der erste Kaiser des zweiten Kaiserreiches in Sancre Tor das Grabmal für seine Dynastie anlegen. Bis zum Ende der Dynastie fanden in dem Grab fünf Kaiser ihre letzte Ruhe, allerdings ist nur von dreien ihre Ruhestätte gesichert:

Die letzten beiden Gräber gehören wahrscheinlich zwei dieser drei Kaiser:

Es gibt im Grabmal insgesamt fünf Sarkophage, von welchen nur drei den drei Remanen zugeordnet werden können. Bei zwei Sarkophagen ist die Inschrift auf dem Deckel nicht mehr lesbar, weshalb keine genaue Zuordnung getroffen werden kann. Da man jedoch weiß, dass es vermutlich einen Kaiser namens Brazollus Dor gegeben und dieser zwischen Reman I und Reman II regiert hat [15], müsste einer der Sarkophage diesem gehören. Der Kaiser im fünften Sarkophag ist vermutlich Kastav[16], der zwischen Brazollus Dor und Reman III regierte. Jedoch kann man auch bei ihm nicht mit Sicherheit sagen, ob der Sarkophag ihm gehört oder nicht. Namentlich sind eben nur die vier genannten Kaiser bekannt.

Nach dem Ende der Reman-Dynastie mit dem Tod von Reman III wurde das Grabmal versiegelt. Des weiteren wurde mit dem letzten Kaiser das Amulett der Könige beigesetzt. Erst fast ein Jahrtausend später sollte das Grabmal wieder geöffnet werden.

Nach der Schlacht von Sancre Tor brach General Talos das Siegel am Tor zum Grabmal auf und öffnete den Sarkophag von Reman III, aus welchem er das Amulett der Könige barg.[7] Danach wurde direkt vor diesem Grab der Schrein mit der Rüstung von Tiber Septim angelegt. Die Grabruhe der Reman-Kaiser war zunächst einmal gestört.

Kurz darauf wurde Sancre Tor vom Unterkönig Zurin Arctus, Tiber Septims ehemaligem Kampfmagier verflucht. Der Zugang zum Schrein des Tiber Septim und somit zum hinteren Teil der Grabanlage war damit versperrt. Erst dem Helden von Kvatch gelang es, zusammen mit den Geistern der vier verfluchten Klingen, den Bann zu brechen, wodurch es dem Helden möglich war, die Rüstung von Tiber Septim aus dem Grabmal zu bergen.[10]

Bedeutung von Sancre Tor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sancre Tor mag mit der Bergung der Rüstung von Tiber Septim und der Aufhebung des Fluches des Unterkönigs seine letzte wichtige Funktion verloren haben, dennoch bleibt die antike Stadt in den Jerall-Bergen eine für die Geschichte Tamriels bedeutende Lokalität.

Die legendäre Stadt hat als mythischer Geburtsort von Reman I, dem Begründer des zweiten Kaiserreiches, letzter Ruheplatz der Reman-Dynastie sowie als Verwahrungsort für das Amulett der Könige und die Rüstung von Tiber Septim in vielen wichtigen geschlichtlichen Ereignissen eine nicht unbedeutende Rolle gespielt. Und auch in Zukunft wird Sancre Tor nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken.

Durch die Aufhebung des Fluches, welcher Sancre Tor zu einem Ort des Todes machte, ist es Forschern nun möglich, mehr über die genaue Geschichte der einst heiligen Stadt zu ergründen. Ausgrabungen und Vermessungen könnten so neue Aspekte und Antworten in der Erforschung der Ereignisse der vergangenen Ären liefern und so vielleicht das eine oder andere Geheimnis der Geschichte lösen.

Bis es jedoch soweit ist, wird Sancre Tor das tun, was es über die Jahrhunderte der septimischen Herrschaft über Tamriel getan hat: in einer Art Schlummer darauf warten, dass die Menschen und Mer die Jerall-Berge und die heute leblosen, toten Ruinen der einst heiligen Stadt wieder mit Leben erfüllen werden.

Literaturverweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen

  1. vgl. Remanada; für die Bemerkung bezüglich ayleid. Ursprungs, vgl. den Stockwerksnamen "Vilverin Sel Sancremathi" in Vilverin, für genaueres, siehe Sprache der Ayleiden
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 vgl. Die legendäre Stadt Sancre Tor
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 vgl. Remanada
  4. vgl. Zweites Kaiserreich für genaueres
  5. wie gesagt: vermutlich
  6. vgl. Die Schlacht von Sancre Tor
  7. 7,0 7,1 vgl. TES IV-Loadingscreen "SancreTorLoad02": "Man sagt, bei der Plünderung von Sancre Tor habe General Talos das Amulett der Könige aus der Grabstätte von Reman III sichergestellt."
  8. 8,0 8,1 vgl. TES IV-Dialogoption "MQ09ArmorTopic (unter "Topics")
  9. 9,0 9,1 vgl. TES IV-Dialogoption "MQ09JauffreA" (unter "Topics")
  10. 10,0 10,1 10,2 10,3 10,4 10,5 10,6 10,7 dies ist Teil der Handlung von The Elder Scrolls IV: Oblivion
  11. siehe Tiber Septim, Unterkönig und Zurin Arctus für genaueres
  12. Vermutung, da sich in dem Gebiet nur Festungsruinenelemente finden lassen
  13. im Spiel heißt dieser Abschnitt "Sancre Tor", jedoch wird er im folgenden als "obere Ebene" bezeichnet
  14. auch "Halle des Urteils" genannt
  15. siehe Brazollus Dor für genaueres
  16. Siehe Kastav (Kaiser) für genaueres
 
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Festungsruinen in Cyrodiil

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