Kaiser

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Das Wappen Tamriels.

Der Kaiser (sehr selten auch Imperator genannt) ist der ranghöchste Monarch und das offizielle Staats- und Regierungsoberhaupt des Kaiserreiches von Tamriel.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krönung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Ritual der Kaiserkrönung

Seit Kaiser Reman Cyrodiil ist ein genaues Ritual zur Krönung eines neuen Kaisers festgelegt. Die genauen Abläufe dieses Rituals der Kaiserkrönung sind jedoch nicht genau bekannt. Es ist nur bekannt, dass, wenn der legitime Erbe eines verstorbenen Kaisers den Drachenthron besteigt, er mit dem während der Krönung erhaltenen Amulett der Könige die Drachenfeuer im Tempel des Einen entfacht. Diese garantieren Schutz vor den Horden Oblivions und brennen bis zum Tod des Kaisers.

Rechte und Pflichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildliche Darstellung des polit. Systemes[1]

Tamriel ist eine absolute Monarchie, was bedeutet, dass der Kaiser uneingeschränkter Herrscher über das Kaiserreich ist. Er ist weder an das kaiserliche Gesetz gebunden, noch muss er irgendeine seiner Entscheidungen rechtfertigen und bestätigen lassen. Er kann sich zwar bei Entscheidungen über neue Gesetzesbeschlüsse vom Ältestenrat beraten lassen, letztendlich jedoch trifft nur er alleine die Entscheidungen.

Der Kaiser

Kaiserlose Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als oberster Souverän des Reiches ist der Kaiser Garant für die Einheit und Sicherheit des Kaiserreiches. Ohne legitimen Herrscher auf dem Drachenthron breitet sich unter der Bevölkerung Unruhe und Angst aus. Zwar führt dann der Ältestenrat unter der Führung des Lordkanzlers die Regierungsgeschäfte, aber auch dies ist über kurz oder lang nur eine vorübergehende Sicherung. Ohne Kaiser ist ein Kaiserreich nicht lange überlebensfähig.

Dieser Fall ist mit Anbruch der vierten Ära und dem Ende der Septim-Dynastie eingetreten. Da es im Moment noch keinen legitimen Anwärter auf den Drachenthron gibt, übernahmen Lordkanzler Ocato und der von ihm geführte Ältestenrat die Regierungsgeschäfte, während der Cyrodiil-Meister de facto den Oberbefehl über die Kaiserliche Legion übernommen hat.[2]

Geschichte des Kaisertitels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Kaiser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Fall des Weißgoldturmes und dem erfolgreichen Sklavenaufstand unter der Führung einer Sklavin namens Perrif im Jahre 1Ä 243, begangen die nun freien Menschen, auf den Ruinen der einstigen Ayleidendominanz ihr eigenes Reich aufzubauen. Dabei wurde Perrif zur ersten Herrscherin über dieses Reich ausgerufen und nahm den Namen Alessia an. Dies war der Beginn des Ersten Reiches der Menschen. Es war die Geburtsstunde des Alessianischen Kaiserreiches.

Alessia nahm den Titel einer Kaiserin an, wohl um zu zeigen, dass sie über den Ayleiden-Königen steht. Vieles, was bis zum heutigen Kaiserreich von Tamriel noch Gültigkeit besitzt, wurde von ihr geschaffen, so zum Beispiel der Ältestenrat als Beraterorgan des Kaisers.

Die alessianischen Kaiser waren darum bemüht, ihren Machtbereich immer weiter auszudehnen. Dies taten sie zum einen, in dem immer mehr Ayleidenreiche unterwarfen, zum anderen, indem sie ein Auge auf das menschliche Königreich Colovia und die anderen, vom Imperium unabhängigen colovianischen Königreiche warfen[4].

Als im Jahre 1Ä 478 Mhorus vom Königreich Skingrad stirbt und dessen Sohn und Nachfolger Dorald den Alessianern die Angliederung seines Königreiches verspricht, ahnte der damlige Kaiser Gorieus nicht, dass Doralds jüngerer Bruder Rislav dies nicht zulassen konnte und sich dagegen zu wehren wusste. Rislav tötete seinen Bruder und wurde neuer König von Skingrad. Als dieser machte er das Schenkungsangebot Doralds rückgängig und zog so den Zorn Gorieus' auf sich. Im Jahre 1Ä 478 Imperator Gorieus mit seiner alessianischen Armee gegen die vereinigten colovianischen Königreiche von Skingrad und Kvatch. In der darauffolgenden Schlacht von Colovia wird er vernichtend geschlagen, und die Alessianer müssen ihre Ansprüche auf die colovianischen Königreiche vorerst aufgeben.

Bald darauf schwand die Macht der Alessianer und des Alessianischen Ordens, welcher im Krieg der Rechtschaffenheit zerschlagen wurde.

Liste der bekannten alessianischen Kaiser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

in Klammern die ungefähre Regierungszeit, sofern bekannt

keine zeitliche Zuordnung möglich:

Sonstige:

Cyrodiilische Kaiserzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reman-Kaiser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Reman-Dynastie

Nach seinem Sieg am Fahlen Pass wurde Reman Cyrodiil im Jahre 1Ä 2703 zum Kaiser des zweiten Kaiserreiches zu Reman I gekrönt.

Reman I führte das bis heute gültige Ritual der Kaiserkrönung ein. Und wie schon zur Zeit der alessianischen Imperatoren setzte auch unter den Reman-Kaisern eine erneute kaiserliche Expansionspolitik ein. Reman I gliederte so 1Ä 2814 Valenwald als Provinz in das Zweite Kaiserreich ein. Unter Reman II gelang es, im Jahre 1Ä 2837 Schwarzmarsch endgültig in das Reich einzugliedern, nachdem es seit 1Ä 2811 größtenteils unter kaiserlicher Herrschaft stand.

Im Jahre 1Ä 2840 begann der Achtzigjährige Krieg mit dem Königreich Morrowind, welcher unter dem letzten Kaiser der Reman-Dynastie, Reman III, fortgeführt und beendet wurde. Nach dem Ende dieses Krieges wurde Morrowind de facto eine Provinz des Kaiserreiches von Cyrodiil.

Im Jahre 1Ä 2920 wird Reman III am 6. des Monats Abendstern ermordet. Da zuvor schon sein einziger Sohn und Erbe Juliek einem Attentat zum Opfer gefallen war, endet mit Remans Tod die Reman-Dynastie und die Erste Ära.

Bestattet wurden die Kaiser der Reman-Dynastie im Grabmal der Reman-Kaiser in Sancre Tor. Dieses Grab wurde von Reman I angelegt, als dieser das Gerücht vernahm, dass die Heilige Alessia dort begraben liege. Mit Reman III wurde anschließend das Amulett der Könige beigesetzt.

Potentatenzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Ermordung von Reman III übernimmt dessen Berater Versiduae-Shaie die Herrschaft. Damit bricht die Zweite Ära in Tamriel an, welche mit der sogenannten Potentatenzeit beginnt.

Versiduae-Shaie lehnt den Titel eines Kaisers in seiner Ansprache nach der Ermordung Remans vom 22. des Monats Abendstern 1Ä 2920 kategorisch ab. Er sagt wörtlich:

"Ich möchte nachdrücklich betonen, dass ich den Titel des Kaisers nicht beanspruche. Ich bin und bleibe weiterhin Potentat Versidue-Shaie, ein Fremder, der in diesem Land freundlich aufgenommen wurde." [5]

Obgleich er den offiziellen Titel des Kaisers ablehnt, regieren der Potentat und seine Nachfolger wie ein selbiger. Unter der Führung der Potentaten beginnt ein langsamer Machtverlust des cyrodiilischen Imperiums. Die Regierungszeit des Potentaten, besonders die letzten Jahre, waren geprägt von Aufständen und Rebellionen.

Shaie wird im Jahre 2Ä 324 ermordet, und sein Sohn Savirien-Chorak übernimmt die Herrschaft. Auch seine Herrschaft war nicht gerade einfach und auch er fiel einem Attentat zum Opfer. Mit seinem Tod im Jahre 2Ä 431 endete gleichzeitig die Potentatenzeit.

Nun brach das so genannte Interregnum aus, eine rund 400 Jahre lang währende Phase, in der über einen Kaiser von Cyrodiil nichts überliefert ist. Auch über die Entwicklungen des Kaiserreiches ist wenig überliefert, außer, dass die Aufstände und Rebellionen auch in dieser Zeit andauerten und sich nahezu alle zur Zeit der Alessianer und der Reman-Dynastie eroberten Provinzen wieder vom Imperium losgelöst haben. Erst mit Cuhlecain begann ein Wiederaufstieg.

Die "großen Visionäre": Cuhlecain und Tiber Septim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statue zu Ehren Tiber Septims in der Kaiserstadt.

Hauptartikel: Cuhlecain, Tiber Septim

Cuhlecains Thronbesteigung im 9. Jahrhundert der zweiten Ära läutete nach der Zeit des Chaos eine neue Expansionsphase es cyrodiilischen Kaiserreiches ein. Der Imperator hatte den Traum, den ganzen Kontinent Tamriel unter der Herrschaft des Kaisers von Cyrodiil zu vereinen. Vor allem dank seines fähigen und brillanten General Talos, welcher unter anderen in den Schlachten von Alt Hrol'dan und Sancre Tor sein militärisches Geschick unter Beweis stellte und so die Macht und den Siegeswillen der Cyrodiilischen Legionen demonstrierte, sollte Cuhlecain kurz davor stehen, diesen Traum zu verwirklichen.

Dennoch blieb es dem Kaiser von Cyrodiil verwehrt, seinen Traum verwirklicht zu sehen. Cuhlecain wurde im Jahre 2Ä 854 ermordet, und General Talos, welcher bei dem Attentat der Hochfels Nachtklinge schwer verletzt wurde, übernahm als Tiber Septim die Kaiserkrone von Cuhlecain. Septim wollte den Traum seines Lehnsherren und Freundes unbedingt wahr machen.

Tiber Septim sammelte seine Legionen und eroberte in seinen Einigungskriegen nach und nach ganz Tamriel. Die Expansionswut begann mit Hochfels und Hammerfell und ging über die beiden tierischen Provinzen Schwarzmarsch und Elsweyr bis hin zu den elfischen Reichen Morrowind, Valenwald und den Summerset Inseln. Im Jahre 2Ä 897 schließlich hatte Tiber Septim den Traum Cuhlecains verwirklicht: ganz Tamriel war unter der Herrschaft des cyrodiilischen Kaisers. Die Zweite Ära war zuende, und nun begann die von vielen als glorreichste Ära beschriebene Epoche: die Dritte Ära. Die Ära der Septime.

Die Septim-Dynastie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dritte Ära beziehungsweise die Ära der Septime wird als die glorreichste Zeit Tamriels überhaupt gesehen. Tatsächlich jedoch war es eine stetige Abfolge von Glanzphase, Krise und anschließender Stagnation. Die Septim-Dynastie brachte die größten Imperatoren Tamriels hervor, gleichzeitig jedoch auch die schwächsten und einflusslosesten Kaiser in der Geschichte. Man kann die Kaiser Septim-Dynastie deshalb durchaus als eine ständig auf und ab fahrende Achterbahn bezeichnen. Auf Glanz folgte Krise, auf Frieden folgte Krieg. Auf einen guten Kaiser folgten mehrere schwache Kaiser.

Das goldene Zeitalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tiber Septims 38jährige Herrschaft über das Kaiserreich von Tamriel wird bis heute als das "goldene Zeitalter" bezeichnet. Doch bereits nach seinem Tod im Jahre 3Ä 38 begann ein langsamer Verfall des "goldenen Zeitalters".

Seine Nachfolger Pelagius I und Kintyra I regierten nur sehr kurz. Zu kurz, um dem Kaiserreich von Tamriel ihren Stempel aufzudrücken. Unter Uriel I gelang es zwar der Magier- und der Kriegergilde, ihren Einfluss zu etablieren, weshalb man von einer positiveren Entwicklung sprechen konnte. Jedoch war Uriel I an einigen Stellen ein viel zu weichherziger Kaiser. Bereits unter seinem Sohn Uriel II kamen mit zahlreichen Desastern und Aufstände wieder schwierige Zeiten auf des Septim-Imperium zu.

Auch die Regentschaft von Pelagius II, welcher, um die Staatskasse wieder aufzufüllen den gesamten Ältestenrat entlies und für ihren Wiedereintritt hohe Summen verlangte, bildete für das Kaiserreich von Tamriel nicht gerade eine positive Entwicklung, im Gegenteil: durch diese Politik wurde der neue, nur von reichen Adeligen besetzte Ältestenrat ein mächtiger Konkurrent für den Imperator, welcher bis zur Regentschaft von Uriel VI eine gewaltige Machtposition innehaben sollte.

Pelagius' Tod im Jahre 3Ä 99 sollte einer der Auslöser für den ersten, großen Krieg der Dritten Ära werden. Ein Krieg um den Drachenthron.

Der Krieg des Roten Diamanten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Krieg des Roten Diamanten

Zunächst schien mit der Thronbesteigung von Pelagius' ältestem Kind Antiochus alles seinen alten Verlauf zu nehmen. Jedoch versuchte Antiochus' Schwester Potema, ihrem Bruder das Zepter aus der Hand zu reißen und dafür zu sorgen, dass ihr Sohn Uriel der Kaiser werden würde. Potema ersann eine List, jedoch kam Antiochus dahinter und so scheiterte die "Wolfskönigin".

Als der Kaiser jedoch im Jahre 3Ä 112 [7] verstarb, nahm das Schicksal unwiderruflich seinen Lauf. Antiochus' Tochter Kintyra II bestieg den Thron trotz Protestes von Seiten Potemas, welche die Thronbesteigung Kintyras mit ihrer legendären Rede vor dem Ältestenrat zu verhindern versuchte. Aus diesem Grund sah Potema nur noch eine Chance, ihren Sohn Uriel auf den Drachenthron zu befördern: durch Krieg.

Wie genau der Krieg des Roten Diamanten abgelaufen ist, ist weitgehend bekannt. Kintyra II zog mit ihrem Heer gegen das Bündnis von Potema aus, wurde geschlagen und gefangen genommen. Uriel und Potema eroberten die Kaiserstadt und Uriel wurde zu Uriel III gekrönt. In der Schlacht von Ichidag wurde er schließlich von seinem Onkel und Nachfolger Cephorus I besiegt und gefangen genommen. Gemeinsam mit seinem Enkel Thoriz Pelagius Septim belagerte er Potemas Schloss und mit deren natürlichem Tod im Jahre 3Ä 137 endete der Krieg des Roten Diamanten offiziell.

Dennoch kann man auch die beiden Nachfolger von Cephorus I, seinen Bruder Magnus I und dessen Sohn Pelagius III als Kaiser aus der Zeit des Roter-Diamant-Krieges bezeichnen. Gerade Pelagius III ist als der "Wahnsinnige Kaiser" berühmt berüchtigt geworden und seine Eskapaden sind bis heute Stoff für Geschichten und Erzählungen.

Renaissance des "goldenen Zeitalters"?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Thronbesteigung der Dunmerin Katariah Ra'athim als Katariah I erlebte das Kaiserreich von Tamriel eine neue Blüte. Die Kaiserin bereiste viel das Land und baute das während des Krieges des roten Diamanten zerstörte Land wieder auf.

Nach dem Tod Katariahs im Jahre 3Ä 199 jedoch schien es mit der erneuten Blütezeit jedoch wieder vorbei zu sein. Ihr Sohn mit Pelagius III, Cassynder I, war krank und regierte nur kurz, weshalb ihr Sohn mit Gallivere Lariat als Uriel IV den Drachenthron besteigen musste, was aufgrund seiner nicht vorhandenen Blutsverwandtschaft mit Tiber Septim zu Entrüstungen im Imperium führte. Diese Entrüstung bekam vorallem Uriels Sohn Andorak zu spüren, welcher vom mächtigen Ältestenrat kurzerhand entthront wurde und durch den näher an der Septim-Blutline gelegenen Cephorus II ersetzt wurde. Dies löste einen erneuten, neun Jahre lang währenden Erbfolgekrieg aus, dessen Ende mit dem Ältestenratbeschluss "Tiber Septims Herz schlägt nicht mehr" beendet wurde.

Cephorus' Regierungszeit war auch gleichzeitig von der Bedrohung durch den "kamoranischen Ursurpator" geprägt. Es schien, als ob sich erneut alles zum schlechten für das Kaiserreich von Tamriel wenden sollte.

Eroberung ferner Länder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Doch dann kam Cephorus' Sohn Uriel V an die Macht. Uriel V bescherte dem Kaiserreich von Tamriel mit seinen Eroberungsfeldzügen einen erneuten Höhepunkt. Nichts schien "Uriel dem Eroberer" nicht zu gelingen. Doch sein größter Plan, der legendäre Akavir-Feldzug, sollte sein Verhängnis werden. Uriel V und sein Invasionsheer wurden in der Ferne besiegt und vernichtet. Der kurze Glanz, die kurze Euphorie, sie starb mit Uriel V bei Ionith im fernen Akavir.

Doch sollte mit seinem Sohn Uriel IV eine weitere, große Veränderung eintreten. Zwar regierten zunächst seine Mutter Thonica und der Ältestenrat, da Uriel VI beim Tod seines Vaters noch viel zu jung war. Aber es gelang dem Kaiser, sich gegen seine Mutter und den Rat zu behaupten und mit der ihm übertragenen, nur auf das Veto-Recht beschränkten Regierungsmacht, den seit Pelagius II übermächtigen Ältestenrat in die Knie zu zwingen. Wie es der Weise Ugaridge sagte: "Uriel V bezwang Esroniet, Uriel VI jedoch bezwang den Ältestenrat."

Doch auch diesmal schlug das Schicksal wieder zu früh zu. Uriel VI starb im Jahre 3Ä 313 nach einem Sturz vom Pferd kinderlos, weshalb seine Halbschwester Morihatha den Drachenthron besteigen musste. Unter ihrer Herrschaft erlebte Cyrodiil zwar eine neue Blütezeit, doch das Imperium selbst begann, seit Cephorus II kontinuierlich zu zerfallen. Morihatha und ihr Enkel Pelagius IV, welcher nach Morihathas Ermordung im Jahre 3Ä 339 den Thron bestieg, versuchten diesem entgegenzuwirken, schafften es jedoch nicht ganz. Zwar war das Imperium gegen Ende der Regierungszeit von Pelagius IV fast wieder geeint, doch erst unter seinem Sohn sollte es nach einer Phase der Krisen und der Stagnation wieder zu einer zwar kurzen, aber immerhin vorhandenen Glanzphase kommen. Jedoch sollte dies das letzte Mal in dieser Ära sein.

Niedergang der Dynastie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Kaiserliches Simulacrum, Oblivion-Krise

Pelagius' Sohn Uriel VII brachte neue Stabilität in das Kaiserreich von Tamriel. Viele behaupten, dass zum ersten Mal ein wirkliches Wiederaufleben des "Goldenen Zeitalters" unter Tiber Septims Herrschaft so nahe war wie nie. Der junge Kaiser gab war diplomatisch geschickt und regierte das Imperium mit viel Umsicht. Doch auf dem scheinbaren Höhepunkt seiner Herrschaft trat eine Person auf die politische Bühne Tamriels, durch welche das Schicksal des Kaiserreiches und der Septim-Dynastie schon fast ein halbes Jahrhundert vor dem Ende der Dritten Ära besiegelt wurde. Diese Person war Jagar Tharn.

Tharn gelang es, unter Zuhilfenahme des Stabes des Chaos, den Kaiser in eine Paralleldimension zu verbannen. der kaiserliche Kampfmagier nahm nun die Gestalt Uriels VII an und regierte an dessen Stelle zehn Jahre lang über das Kaiserreich. Während dieser als "das kaiserliche Simulacrum" bezeichneten Phase wurde das Imperium von vier schweren Kriegen heimgesucht und versank im Chaos. Erst im Jahre 3Ä 399 gelang es einem unbekannten Helden, Jagar Tharn zu besiegen und Uriel VII aus seinem Gefängnis zu befreien.

Doch der Imperator war nicht mehr der selbe. Der Enthusiasmus aus den ersten Regierungsjahren Uriels VII war verflogen, der Kaiser zog sich, auch wegen seines zunehmenden Alters und dem daraus resultierenden Gesundheitszustand, immer mehr zurück. Ab 3Ä 427 übernahm offiziell der Lordkanzler Ocato die Regierungsgeschäfte [8].

Auch war das Ansehen des Kaisertitels durch das Kaiserliche Simulacrum ernsthaft angekratzt worden. Das Volk war verunsichert und viele hegten Zweifel, ob der "richtige" Uriel Septim VII tatsächlich auch der Richtige war.

Dennoch muss man die Regierungszeit Uriels VII als eine der wichtigsten überhaupt ansehen. So wurde zum Beispiel dank seiner nie verblassten politischen Weitsichtigkeit die nerevarinische Prophezeiung auf Vvardenfell erfüllt und der dämonische Dagoth Ur vernichtet sowie das Tribunal erheblich geschwächt. Die 65 Jahre, welche Uriel Septim VII auf dem Drachenthron sas kann man getrost als die wichtigste Phase nach dem "goldenen Zeitalter" von Tiber Septim ansehen.

Martin Septim, der bislang letzte Kaiser von Tamriel.

Im Jahre 3Ä 433 jedoch wurde auch diese Glanzphase in der Geschichte Tamriels jäh beendet. Der greise Uriel Septim VII wurde von einem daedrischen Geheimkult namens Mythische Morgenröte zusammen mit all seinen bekannten Erben ermordet. Im ganzen Kaiserreich von Tamriel taten sich nun Tore nach Oblivion auf und Daedrahorden strömten aus den selbigen. Kvatch und Ald'ruhn gingen unter, und selbiges drohte mit dem gesamten Imperium zu geschehen. Die fürchterliche Oblivion-Krise war ausgebrochen.

Doch die Hoffnung starb mit Uriel Septim VII nicht vollkommen. Das Schicksal Tamriels und seiner Bewohner ruhte nun auf den Schultern zweier Helden, welche man durchaus als die Größten in der Geschichte Tamriels bezeichnen darf. Zum einen war dies Martin Septim, der uneheliche Sohn des Imperators, welcher wie durch ein Wunder die Hölle von Kvatch überlebte. Zum anderen war es wieder ein unbekannter Held, welcher sein eigenes Leben für das Kaiserreich von Tamriel riskierte und so zur Rettung von Martin Septim beitragen konnte. Dieser Held wurde für seinen Heldenmut bei der Rückeroberung des gefallenen und vernichteten Kvatch fortan nur als "Held von Kvatch" bezeichnet.

Diesen beiden gelang es, die Mythische Morgenröte unter ihrem Anführer Mankar Camoran zu besiegen und das seit dem Tod Uriels VII in deren Hand befindliche Amulett der Könige zurückzuerobern. Nun versuchte Martin Septim, die Oblivion-Krise durch das Wiederentfachen der Drachenfeuer im Tempel des Einen zu beenden. Doch das Schicksal wollte es mal wieder anders.

Mehrunes Dagon höchst selbst war in der Kaiserstadt erschienen, und so blieb dem heldenhaften letzten Septim nur eine Möglichkeit. Zusammen mit dem Helden von Kvatch stürmte er an Dagon vorbei in den Tempel des Einen, wo die Legenden um das Ende des Hauses Septim und sein eigenes Schicksal beginnen. Plötzlich nämlich erschien ein riesiger, feuriger Drache, welcher gegen den Daedra-Fürsten kämpfte und diesen besiegte. Damit war die Oblivion-Krise beendet, doch hatte dieser Sieg einen hohen Preis. Martin Septim, der letzte Kaiser des Hauses Septim, gab dabei sein Leben.[9] Das Haus Septim war erloschen, die Dritte Ära zu Ende. Und das Kaiserreich von Tamriel stand ohne einen Herrscher da.

Bis auf weiteres haben der Ältestenrat und dessen Anführer, der Lordkanzler Ocato die Regierungsgeschäfte übernommen. Doch wie es mit dem Imperium in der vierten Ära weitergeht wagt keiner abzuschätzen. Fakt ist, dass ohne einen legitimen Anwärter auf den Drachenthron das Schicksal des Kaiserreiches besiegelt zu sein scheint.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. für genauere Informationen, siehe die Bildinformationsseite
  2. anzunehmen, da die Legionäre ihn als "Meister" ansprechen. Belege dazu gibt es jedoch nicht.
  3. Quelle: Offizielles Lösungsbuch zu The Elder Scrolls IV: Oblivion, Seite 404
  4. es wird in manchen Quellen von einem Königreich Colovia gesprochen. Andere Quellen wiederum (wie die Biografie über Rislav Larich schreiben von colovianischen Königreichen. Eine sinnvolle, aber nach jetzigem Wissenstand nicht belegte, Möglichkeit, dies zu erklären, wäre, dass es einst ein großes Königreich Colovia gab und dieses dann in die colovianischen Königreiche zersplittert wurde.
  5. siehe das Buch 2920, Abendstern
  6. Quelle: Offizielles Lösungsbuch zu The Elder Scrolls IV: Oblivion, Seite 406
  7. Im Bezug auf das Todesdatum von Antiochus gibt es verschiedene Angaben. So wird in Die Wolfskönigin IV und Der Wahnsinn des Pelagius geschrieben, dass Antiochus im Jahr 3Ä 119 verstarb. Andere Quellen nennen sogar erst 3Ä 120. Das Buch Geschichte des Kaiserreiches I jedoch nennt das als offiziell geltende Datum 3Ä 112.
  8. wann genau Ocato diese Übernahm ist nicht überliefert, 3Ä 427 ist das erste Jahr, in welchem man darüber etwas erfährt
  9. Es ist unklar, ob er tatsächlich im letzten Kampf in der Kaiserstadt sein Leben gab. Diese Frage ist bis heute ein Streitpunkt verschiedenster Parteien (Historikern, Theologen und Literaten)
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