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Sommersend

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Kaiserliche Provinz Sommersend
Lage Summerset.png
Lage der Summerset-Inseln
Der Staat
Amtssprache Aldmeri
Hauptstadt Alinor
Staatsform Monarchie
Staatsoberhaupt König von Alinor[1]
Fläche ca. über 360.000 km²[2][3]
Währung Septime
Vorherrschende
Volk
Altmer
Lage
SummersetMap.jpg
Karte von Sommersend

Die Sommersend-Inseln[4], auch Summerset genannt, sind eine der neun Provinzen Tamriels. Die Inselgruppe liegt vor der Westküste Valenwalds und nördlich des Kontinentes Pyandonea und umfasst ein Inselarchipel aus drei Haupt- und vielen kleineren Nebeninseln.

Das Land der Altmer gilt schon seit jeher als die Wiege der Zivilisation auf Tamriel und war die letzte in das Kaiserreich von Tamriel aufgenommene Provinz, bis diese durch den Aldmeri-Bund vom Kaiserreich abgespaltet wurde. Die Hauptstadt der Provinz ist die Stadt Alinor im Westen der Hauptinsel Sommersend.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sommersendarchipel umfasst insgesamt drei Haupt- und mehrere Nebeninseln. Die Hauptinseln des Archipels sind namensgebende Insel Sommersend, welche auch die größte bislang bekannte Insel Nirns ist, die östlich davon gelegene zweite größere Insel namens Auridon sowie die Insel Artaeum.

Die Hauptinsel Sommersend ist eine grüne, bewaldete Insel mit fruchtbaren und somit ertragreichen Böden. Die Küsten der Insel verfügen, wahrscheinlich aufgrund von weitläufigen Korallenriffen, nur über wenige natürliche Häfen. Des weiteren liegt auf dieser Insel mit dem Eton Nir der höchste Berg der Provinz.

Städte und Dörfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Orte der Provinz befinden sich ausschließlich auf der Hauptinsel Sommersend. Viele der altmerischen Sieldungen sind nur kleine Dörfer, welche von einem örtlichen Zauberer oder einem Kriegsfürsten regiert werden. Auch ist das Siedlungsbild der Insel durch abgelegene Gutshöfe und antike Türme geprägt.

Zu den bekannten Siedlungen auf den Sommersend-Inseln gehören

Bis auf Erstburg und Himmelswacht liegen alle Orte nach bisherigem Wissen auf der Hauptinsel Sommersend.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der aldmerischen Besiedlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Zeit und somit die Kulturen, welche vor dem Eintreffen der Aldmer auf den Sommersend-Inseln lebten ist nur sehr wenig bekannt. Bislang wurden nur sehr wenige, verwertbare Spuren gefunden.

Dass das Archipel jedoch schon vor dem Eintreffen der Aldmer besiedelt war, belegen Funde in Wolkenruh auf dem Eton Nir. Dort wurden neben den aldmerischen Bauten auch die Überreste frühere Besiedlungsphasen gefunden, von denen die ältesten Überreste aus Korallen bestehen. Solche Korallenbauten wurden aber nicht nur in Wolkenruh, sondern auch an anderen Orten der Hauptinsel Sommersend gefunden. Bei genauerer Betrachtung des Materials und dem Baustil der noch sichtbaren Ruinen haben Forscher eine Ähnlichkeit zum Stil der Krecken auf Thras festgestellt, weshalb angenommen wird, dass die Sommersend-Inseln einst ein Teil des Königreich Thras bildeten.

Es wurden jedoch nicht nur Hinweise auf eine mögliche Besiedlung durch die Krecken gefunden. In den Schatzkammern des Kristallturmes lagern zahlreiche Skulpturen und Wandteppiche, welche weitere Kreaturen, die vor der aldmerischen Besiedlung auf den Inseln lebten zeigen. Die Tatsache, dass viele dieser Kreaturen von unabhängigen Künstlern in ihren Werken verarbeitet wurden spricht für ihre tatsächliche Existenz. Zu diesen Wesen zählten die Gheatus, die Welwa und die Ilyadi (siehe Bevölkerung für genaueres).

Kolonisierung durch die Aldmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Merethischen Ära landeten schließlich die ersten Aldmer auf den Inseln. Die Aldmer verließen ihre alte Heimat Aldmeris aus heute ungeklärten Gründen und begannen in der Folge, das Archipel zu besiedeln. Heute gilt Sommersend als frühester Stützpunkt des aldmerischen Exodus, von wo aus sich die Elfen später auf dem gesamten Kontinent Tamriel ausbreiteten. Manche Forscher behaupten jedoch, dass es Hinweise dafür gebe, dass die Sommersend-Inseln nur ein Stützpunkt der Aldmer waren. Jedoch widersprechen diese Stimmen nicht dem Fakt, dass Sommersend der wichtigste Landungsort der Aldmer war und zurecht als "Wiege der Zivilisation" auf Tamriel angesehen wurde.

Als in der Folge die Zahl der aldmerischen Siedler immer weiter anstieg etablierte sich auf den Sommersend-Inseln ein neues Schichten- und Klassensystem, welches noch heute auf den Inseln Gültigkeit besitzt. An der Spitze der Gesellschaft standen die Priester, Lehrer und Weisen. Ihnen folgten die Fürsten, Landbesitzer, Kaufleuten, Künstler und Arbeiter. Unter den Arbeitern standen dann lediglich noch die Tiere wie die Goblinsklaven. Diese verrichteten dann die Arbeiten, für welche sich selbst der Niedrigste aus der aldmerischen Gesellschaft zu niedrig war.

Das Herausbilden einer neuen Gesellschaftsstruktur auf den Sommersend-Inseln hatte auch auf andere Bereiche wie die Religion Auswirkungen. So begannen die Aldmer nun, sich von ihrer traditionellen Ahnenverehrung, welche sie noch auf Aldmeris praktizierten, etwas mehr abzuwenden. Nun wurden nicht mehr die die eigenen Ahnen verehrt, sondern nur noch die der Höhergestellten wie Auriel, Phynaster, Syrabane und Trinimac. Die Folge war, dass diese vier fortan von den Aldmern wie Götter verehrt wurden, während der Ahnenkult immer mehr in Vergessenheit geriet.

Diese Veränderung im Kult der Aldmer wurde jedoch nicht von allen akzeptiert und somit praktiziert. Viele Stammesälteste rebellierten gegen diese neue Religion. Diese Rebellen wurden die Psijics, welche sich als die Wahrer der alten Traditionen von Aldmeris sahen. Die Psijics ließen sich auf der Insel Artaeum nieder, wo sie durch ihre mystischen Kräfte geschützt und fernab der in ihren Augen korrumpierten Gesellschaft auf den anderen Sommersend-Inseln lebten. Bis heute leben die Psijic fernab von dieser Gesellschaft und betrachten Sommersend schon lange nicht mehr als ihre Heimat.

Zersplitterung der Elfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa zur selben Zeit, als die Psijic gegen die neue Religion der Aldmer rebellierten begannen viele andere Elfen, die Sommersend-Inseln zu verlassen und das tamrielische Festland zu besiedeln.

Diesem Drang gingen viele aldmerische Entdeckungsreisen voran. Die Aldmer entsandten in der Merethischen Ära viele Expeditionen, um ihre alte Heimat Aldmeris wiederzufinden beziehungsweise genaueres über ihren Verbleib herauszufinden. Dafür verwendeten die Aldmer so genannte Wegsteine als Navigationsinstrumente. Eine dieser Expeditionen war die von Topal dem Navigator, welcher von Erstburg aus Segel setzte und vielleicht der erste Aldmer war, welcher den Kontinent Tamriel betrat. Seine Reise führte ihn von Hochfels an der Westküste an der Nord- und Ostküste des Kontinentes bis nach Süden, wo er mehr durch Zufall den Fluss Niben und den Rumare-See entdeckte, ehe er nach Sommersend zurückkehrte.

Basierend auf Topals Schilderungen, Aufzeichnungen und Karten wurde unter den Aldmern von Sommersend das Bild eines wunderschönen, unberührten und großen Landes östlich des Archipels geweckt. In den Augen vieler Aldmer war Tamriel eine Art Paradies, in welchem selbst der niedrigste Tagelöhner wie ein König leben konnte. So begann ein zweiter Exodus der Aldmer von Sommersend auf das Festland von Tamriel, und auch der Prophet Veloth führte eine Gruppe Aldmer in das gelobte Land im Osten.

Dieser zweite Exodus war, laut aldmerischen Überlieferungen der Auslöser für das Zersplittern der Elfen in verschiedene Völker. Die Aldmer, die auf das Festland übersetzten teilten sich mit der Zeit und aufgrund ihrer neuen Lebensräume und -weisen immer weiter auf. Im Südwesten Tamriels, im heutigen Valenwald wurden sie die Bosmer, in Cyrodiil die Ayleiden, im hohen Norden die Falmer und im fernen Osten die Chimer. Die Aldmer wiederum, die auf den Sommersend-Inseln blieben, waren fortan als die Altmer bekannt. Die Überlieferungen geben aber keinen Aufschluss über die Herkunft der Dwemer, welche schon vor dem Eintreffen Veloths und der Chimer im heutigen Morrowind lebten. Ob die Dwemer also aldmerischen Ursprungs sind geben die Schriften nicht her. [6]

Aber auch die Altmer hielt es nicht ausschließlich auf den Inseln. Einige von ihnen, darunter der berühmte Direnni-Clan, verließen aus verschiedensten Gründen die Sommersend-Inseln. Bei den meisten von ihnen waren die Gründe, wie bei den Vorfahren der anderen heutigen Elfenrassen, die Abenteuer- und Entdeckerlust sowie die Hoffnung auf ein besseres Leben fernab von der "idealen Gesellschaft" auf den Sommersend-Inseln.

Sommersend in der Ersten und frühen Zweiten Ära[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der folgenden Ersten Ära zogen sich die auf den Sommersend-Inseln verbliebenen Altmer immer mehr in die Verschlossenheit und Geheimniskrämerei zurück. Die Altmer interessierten sich nicht um die Belange auf dem tamrielischen Festland und versuchten es zu vermeiden, in den Kontakt mit anderen Rassen zu gelangen beziehungsweise diese auf die Inseln zu lassen.

Das wenige, was man über die Sommersend-Inseln in dieser Phase weiß stammt von den wenigen ausländischen Diplomaten, welche die Inseln betreten durften. Doch auch diesen Gesandten war es meistens nicht erlaubt, mehr von den Inseln als das Hafen- und Diplomatenviertel der Stadt Alinor zu betreten. Einer dieser Diplomaten war der um 1Ä 2820 nach Alinor entsandte Eric von Guis, ein Abgesandter Kaiser Remans II von Cyrodiil. Von diesem stammt eine Beschreibung der Altmer und ihres Verhaltens (siehe Bevölkerung für genaueres).

Obgleich sich die Altmer jedoch nicht um die Vorgänge auf dem Festland wie den dortigen Kämpfen zwischen Menschen und Mer scherten, so herrschte auf den Sommersend-Inseln in keinsterlei Weise Harmonie und Frieden. Auch unter den Altmer brachen regionale Machtkämpfe aus, wie beispielsweise zwischen Erstburg und Himmelswacht oder Alinor und Lillandril. Diese inneren Konflikte jedoch waren in der Regel von geringerer Brisanz und wurden durch eine ständige Bedrohung von Außen durch die Krecken und die Maormer in den Schatten gestellt.

Die Krecken von Thras bildeten für die Altmer von den Sommersend-Inseln in dieser Phase die weitaus größte Bedrohung. Immer wieder griffen sie die Inseln mit ihren Totenbeschwörungskünsten und diversen Maschinen an, welche sie aufgrund ihres korpulenten Körperbaus und der damit einhergehenden Unfähigkeit für Landkämpfe nutzen mussten. Ob es das Ziel der Krecken war, die Sommersend-Inseln zu erobern (beziehungsweise zurückzuerobern) oder nicht bleibt unbekannt, jedoch versetzten ihre Angriffe wie die Plünderung von Himmelswacht im Jahre 1Ä 1301[7] oder der Uvichil-Krieg von 1Ä 2911 bis 1Ä 2927[7] die Altmer in Angst und Schrecken.

Noch schlimmer jedoch als die ständige Bedrohung von Thras aus waren jedoch die nahezu jährlichen und meistens noch viel brutaleren Angriffe der Maormer von Pyandonea. Diese verfügten über eine schlagkräftige Flotte, mit welcher sie fast jedes Jahr die Gestade von Sommersend heimsuchten und versuchten, die Inseln zu besetzen. Trotz dieser zahllosen Versuche der Maormer unter der Führung ihres unsterblichen Herrschers Orgnum gelang es ihnen jedoch nie, die Inseln zu besetzen, was vorallem daran lag, dass die Altmer mit der Zeit selbst eine schlagkräftige Marine aufstellen und so der Bedrohung aus Pyandonea immer mehr Einhalt gebieten konnten. Einmal ging die altmerische Flotte sogar selbst in die Offensive, nachdem die Maormer die Inseln angegriffen hatten. Als im Jahre 2Ä 486 eine Flotte der Maormer vor der Küste Alinors auftauchte, gab König Hidellith von Alinor den Befehl, die Maormer zu verfolgen. Der Angriff auf die Sommersend-Inseln wurde dadurch zwar zurückgeschlagen, aber die gesamte Flotte von Alinor wurde bis auf ein einziges Schiff vernichtet.

Den Maormer gelang es trotz aller Fehlschläge in den Bemühungen, die Sommersend-Inseln zu erobern dennoch mehrmals, die Küsten Sommersends zu erreichen und die Altmer dort in blutige Kämpfe zu verwickeln, weshalb diese Küstenstreifen durch das geflossene Blut permanent rot gefärbt sein müssten.[8] Der bislang letzte Versuch der Maormer, die Sommersend-Inseln zu erobern scheiterte im Inselkrieg von 3Ä 110, in welchem nahezu die gesamte Flotte Pyandoneas vernichtet wurde.

Höhepunkt der Macht: der Aldmeri-Bund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Aldmeri-Bund

Der Zerfall des cyrodiilischen Kaiserreiches und das damit beginnende Interegnum überstanden die Sommersend-Inseln ohne größere Beschwerden. Viel mehr begannen die nun wieder unabhängigen Altmer nun, sich nach dem Kollaps des Zweiten Kaiserreiches dahingehend auszunutzen, sich selbst als größere Hegemonialmacht auf dem tamrielischen Festland zu betätigen.

Im Jahre 2Ä 830 herrschte im Königreich Valenwald Chaos. Die ehemalige Provinz litt noch an den Folgen der cyrodiilischen Besatzungspolitik, welche zum Machtverlust der Camoran-Dynastie über das Land der Bosmer führte. Als einige Bosmer dann sogar bereit waren, für Frieden mit den Colovianern Gebiete abzutreten sahen die Altmer von Sommersend ihre Chance, einzugreifen. Unter Berufung auf eine alte Vertragsklausel wurde in Valenwald eine Übergangsregierung, der so genannte Thalmor eingerichtet und der camoranische Thronanwärter Anaxemes von den Altmern als de-facto-König eingesetzt. Darüber hinaus schlugen die Altmer die eingreifenden cyrodiilischen Truppen und sicherten sich somit die de facto Herrschaft über das Königreich Valenwald, welche sie sich durch die Forderung nach mindestens fünfzig Jahren Lehenstreue Anaxemes' gegenüber dem König von Alinor sicherten.

Der dadurch geschaffene Aldmeri-Bund wurde in der Folgezeit zu einem der mächtigsten und einflussreichsten Staaten auf dem Kontinent und bildete für das noch immer stark geschwächte Cyrodiil eine ernst zu nehmende Bedrohung. Die Flotte des Bundes war sogar so mächtig, dass der Aldmeri-Bund uneingeschränkt über die Gewässer zwischen dem Kap der Blauen Wasserscheide bis zur Topal-Bucht herrschte, und Gerüchte wurden laut, dass sich der Bund mit der Konföderation von Elsweyr verbünden wollte. Trotz allem war die Situation an Land noch nicht so verheerend für das cyrodiilische Kaiserreich, da die vornehmlich aus Bosmern bestehenden Armeen, welche die colovianischen Grenzgebiete angriffen, nichts gegen die Legionäre ausrichten konnten.

Als Tiber Septim nach Cuhlecains Tod in Cyrodiil an die Macht kam, änderte sich die Situation allmählich. Das cyrodiilische Kaiserreich begann wieder zu erstärken und der Kaiser trieb seine Legionen in den Einigungskriegen unaufhaltsam voran. Nach dem Waffenstillstand mit Morrowind bildete der Aldmeri-Bund den letzten unabhängigen Flecken auf dem Kontinent, welchen Tiber Septim nun systematisch beharkte. Dabei setzte er auf eine neue Geheimwaffe, welche er durch den Friedensvertrag mit Vivec erhalten hatte: das Numidium.

Mit der Hilfe des Numidiums gelang es dem Kaiser nahezu mühelos, erst Valenwald und anschließend die Sommersend-Inseln zu erobern und beide in sein neues, 2Ä 897 ausgerufenes Kaiserreich von Tamriel einzugliedern.

Sommersend in der Dritten Ära[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlust der Unabhängigkeit und die (Wieder-)Eingliederung in das Kaiserreich war für die Altmer verheerend. Die hoffnungslose Niederlage gegen Tiber Septim war für den Stolz der Hochelfen ein bis heute nicht verwundener Schock, welcher die Provinz in eine bis heute andauernde Spaltung trieb.

Auch die Beinahe-Niederlage gegen die Maormer im Inselkrieg von 3Ä 110, welche nur durch die Hilfe des Kaiserreiches und der Psijic abgewendet werden konnte, war für den gekränkten Stolz der Altmer nicht weiter förderlich. Lange Zeit hatten sie sich als die allen anderen Rassen überlegene Rasse angesehen, doch seit der Niederlage gegen Tiber Septim und dem Verlust der Unabhängigkeit war von dieser Überlegenheit auf den Sommersend-Inseln nichts mehr zu sehen.

Diese Krise führte vorallem zu weitreichenden Folgen für die althergebrachte Gesellschaft der Altmer, welche seit der Ankunft der Aldmer auf den Sommersend-Inseln galt. Viele junge Altmer begannen nun, gegen diese starre Hierarchie und die starke Fremdenfeindlichkeit zu rebellieren und sich für einen sozialen Wandel auf den Sommersend-Inseln einzusetzen. So kam es, dass die Altmer von Sommersend sich immer mehr für ausländische Kulturen und Rassen öffnen und es ihnen sogar erlauben, hochrangige Ämter anzunehmen. Während Fremdländer früher nur ausgesuchte Gebiete der Stadt Alinor betreten durften ist es nun soweit, dass mit der Dunmerin Morgiah zum ersten Mal überhaupt eine Fremdländerin über das Königreich von Erstburg herrscht.

Diese Neufindung der Altmer hat jedoch auch ihre Schattenseiten. Eine Gruppe, die sich nur "Die Schönen" nennt und zunächst eine Gruppe von Künstlern, welche der Ansicht waren, dass die Sommersend-Inseln von der Vergangenheit ablassen und sich der Zukunft zuwenden sollten, gewesen war, entwickelte sich im Laufe der Zeit immer mehr zu einer gewaltsamen Bande von Revolutionären. Sie begannen, alte Monumente der Altmer zu zerstören. So wurde von ihnen ein Anschlag auf den Kristallturm verübt, wobei sie aber bis auf die Beschädigung einiger Statuen keine großen Schaden anrichten konnten. Mittlerweile beginnen sie aber auch vermehrt, Attentate auf Mitglieder der Königshäuser durchzuführen. Ihr letztes bekanntes Opfer war so die Tochter des Königs von Schimmerheim, welche sie auf grausamste Weise ermordeten.

Und es gibt auch nach wie vor Kräfte, welche sich gegen eine Abkehr von der Vergangenheit sträuben. Die Psijics zum Beispiel erlauben es nach wie vor keinem Fremden, ihre Insel zu betreten. Andererseits jedoch haben sie in der letzten Zeit immer mehr Novizen in ihren Orden aufgenommen, was bislang Verwirrung heraufbeschwor.

Mit der Oblivion-Krise von 3Ä 433 scheint sich die Situation auf den Sommersend-Inseln jedoch erneut immer mehr zu wenden. Schon vor Beginn der Krise wurden kaiserliche Waren auf den Inseln boykottiert und es gab Gerüchte, dass die Altmer nun vermehrt den Daedra-Kult praktizieren. Die nun nach der Oblivion-Krise entstandene Regierungskrise in der Reichsregierung könnte die Altmer sogar dazu beflügeln, ihre Chance zur Wiederabspaltung vom Kaiserreich zu nutzen. Es wird sich zeigen, wie sich die Zukunft entwickeln wird.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Altmer sehen sich als die direkten Nachfahren der Aldmer

Die Sommersend-Inseln gelten als der Ausgangsort der elfischen Expansion über den gesamten Kontinent Tamriel. Von hier aus verteilten sich die Aldmer immer weiter und wurden zu den heute bekannten Elfenrassen. Diejenigen, die auf Sommersend blieben und es seitdem unangefochten beherrschen nennt man heute die Altmer, was so viel wie "Hochelfen" bedeutet.

Die Altmer kann man wohl durchaus noch als die am nächsten an der ursprünglichen, aldmerischen Linie liege Elfenrasse bezeichnen. Gleichzeitig sind sie auch eine der mysteriösesten dieser Rassen, was an der langen Verschlossenheit und Abkanzlung der Summerset-Inseln liegt.

Eric von Guis, ein Diplomat von Kaiser Reman II, welcher um 1Ä 2820 als kaiserlicher Abgesandter in Alinor lebte, beschrieb die Altmer von Sommersend als eine Rasse, welche sich als die vollkommenste von allen hält. Sie besitzen demnach einen starken Drang nach Reinrassigkeit und vermeiden es daher strikt, ihr reines Blut mit dem anderer Rassen vermischen zu wollen, und mischrassige Ehen gelten als großer Frevel. Wer reinrassigem Geblüt sei, habe, so die Altmer, nicht das Verlangen nach einer solchen Ehe. Auch die anderen Elfen betrachten die Altmer als ungehobelte Trampel, und das Leben im Exil auf dem Festland wird als eine Art Todesurteil angesehen. Auch seien sie sehr ordnungsvernarrt und haben daher ihr Vieh und ihre Bäume zur Perfektion gezüchtet. Des weiteren sollen für sie, so Eric von Guis, Worte wie "Mitgefühl" oder "Mitleid" Fremdworte sein. Auch wenn vieles davon der damaligen Propaganda des cyrodiilischen Kaiserreiches entsprungen sein mag,[9] so treffen viele Behauptungen in gewisser Weise zu, was zur Folge hatte, dass die Altmer im gesamten Kaiserreich als arrogant und überheblich verschriehen sind.

Bevor sich die Altmer beziehungsweise ihre Vorfahren, die Aldmer, auf den Sommersend-Inseln niederließen lebten dort noch andere Rassen und Kreaturen, welche heute als ausgestorben gelten. Im Kristallturm befinden sich jedoch noch heute Belege für ihre Existenz. Zu diesen Wesen gehörten beispielweise die Gheatus, eine Rasse von Erdmenschen. Oder die Welwa, welche auf den Wandteppichen im Kristallturm als heilige Tiere mit Hörnern und grimmigen Zähnen dargestellt wurden. Und auch die Ilyadi, eine Rasse von Riesen, welche größer als die Bäume waren und deren Augen ihre Köpfe bedeckten. Sie alle wurden von den aldmerischen Siedlern, die in der Merethischen Ära nach Sommersend kamen, bekämpft und ausgerottet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ähnlich wie Hochfels bilden die Sommersend-Inseln de jure kein geeintes Reich, sondern einen losen Zusammenschluss vereinzelter, untereinander sogar zerstrittener Königreiche. Anders als das Land der Bretonen gibt es auf den Inseln aber mit dem König von Alinor ein de-facto Staatsoberhaupt.

Alinor bildete schon in der Ersten Ära die Hauptstadt der Sommersend-Inseln, in welcher sich die Diplomaten des cyrodiilischen Kaiserreiches aufhielten beziehungsweise aufhalten durften, wodurch der Status der Stadt und des Königreichs von Alinor im Gegensatz zu den anderen aufgewertet wurde. Und als 2Ä 830 der Aldmeri-Bund gegründet wurde musste der von den Altmern eingesetzte neue Bosmerkönig Anaxemes dem König von Alinor die Lehenstreue schwören, was die herausragende und wichtige Stellung dieses Herrschers auf den Sommersend-Inseln noch einmal betonte.

Beziehungen zum Kaiserreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die diplomatischen Beziehungen zur kaiserlichen Reichsregierung waren seit jeher schwierig.

In der Ersten Ära, zur Zeit des zweiten Kaiserreiches unter der Reman-Dynastie leisteten die Altmer laut Eric von Guis zwar ihre Abgaben an die Kaiser, jedoch nicht aus Furcht vor dem Kaiserreich von Cyrodiil, sondern viel mehr in der Bestrebung zu verhindern, dass die menschlichen Soldaten der Remankaiser nicht ihre Inseln "beschmutzen" würden. Zu diesem Zeitpunkt wie auch in der Zweiten Ära, als das zweite Kaiserreich sich in einer schweren Regierungskrise befand sahen sich die Altmer als eine dem Kaiservolk überlegene Rasse an und bildeten mit dem Aldmeri-Bund sogar eine ernstzunehmende Gefahr für das geschwächte Zweite Kaiserreich.

Dies änderte sich aber mit der Unterwerfung der Sommersend-Inseln durch Tiber Septim und ihre Angliederung in das Kaiserreich von Tamriel, welche den Stolz der Altmer erheblich gekränkt hatte. Viel schlimmer als der Verlust der Unabhängigkeit liegt die Tatsache, dass sie als vermeindlich "höchste Rasse" von einer "niederen Rasse" wie dem Kaiservolk besiegt werden konnten. Auch die Tatsache, dass die Sommersend-Inseln im Inselkrieg von 3Ä 110 die Hilfe des Reiches benötigten schmerzte sehr.

Folglich ist das Verhältnis der Altmer zum Kaiserreich von Tamriel aufgrund dieser Rückschläge für ihren Stolz seit jeher stark angeschlagen gewesen. Nach der Oblivion-Krise und einer somit möglichen neuen Regierungskrise in Cyrodiil könnten die Sommersend-Inseln eine Möglichkeit zur Revanche für ihren gekränkten Nationalstolz sehen.

Beziehungen zu Valenwald[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Beziehungen zum einstigen Verbündeten Valenwald haben sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend verschlechtert.

Während die Altmer sich Ende der Zweiten Ära noch als Schutzmacht für das Land der Bosmer sahen und mit ihnen im Aldmeri-Bund noch Seite an Seite gegen das aufkommende Kaiserreich von Tamriel standen, ist diese Schutzmachtrolle der Sommersend-Inseln in der Dritten Ära merklich verpufft und hat sich in das Gegenteil umgeschlagen.

So kam es, dass während des kaiserlichen Simulacrums altmerische Truppen in Valenwald, welches sich schon im Krieg mit Elsweyr befand, einmarschierten und einen schmalen Küstenstreifen besetzen konnten.

Beziehungen zu Pyandonea & Thras[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie im Verlauf des Artikels schon einmal erwähnt beschränken sich die Beziehungen der Sommersend-Inseln zu ihren nördlichen (Thras) und dem südlichen (Pyandonea) Nachbarn ausschließlich auf Krieg. In der Vergangenheit wurden die Inseln mehrmals von den Krecken und den Maormer angegriffen und stark bedroht, und vorallem im Inselkrieg von 3Ä 110 drohte den Altmer beinahe eine vernichtede Niederlage gegen die Maormer von Pyandonea.

Seitdem ist es jedoch merklich ruhiger geworden. Da Pyandonea seine gesamte Flotte verloren hatte kamen die bis dato fast jährlichen Angriffe aus dem Süden zum Erliegen. Und auch von den Krecken von Thras hat man seit circa dreißig Jahren nichts mehr gehört.

Literaturverweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen

  1. siehe Der kleine Tamriel-Almanach (1. Auflage), Kapitel Der Aldmeri-Bund
  2. Grob nach bekannten Maßstäben der Lore errechnet. Für genaueres, siehe hier
  3. Da vor allem die Insel Artaeum auf den Karten fehlerhaft ist, kann die Fläche nur aufsteigend angegeben werden
  4. Siehe Facebook: Einführung in die Geschicht von The Elder Scrolls Online (DE) [abgerufen am 25.08.2012]
  5. Quelle: Offizielles Lösungsbuch zu The Elder Scrolls IV: Oblivion, Seite 423
  6. siehe dazu Der kleine Tamriel-Almanach (3. Auflage), Kapitel Die Gesegnete Insel: Alinor und die Summersets (Seite 74)
  7. 7,0 7,1 bei diesen Daten steht im Der kleine Tamriel-Almanach (3. Auflage), Kapitel Die Gesegnete Insel: Alinor und die Summersets jeweils anstelle von "1Ä" "2E", also Second Era. Dies kann jedoch nicht stimmen, da die Zweite Ära nur bis 2Ä 897, die Erste Ära hingegen bis 1Ä 2920 ging, womit diese Ereignisse eindeutig in der Ersten Ära geschehen sein müssen
  8. laut Der kleine Tamriel-Almanach (3. Auflage), Kapitel Die Gesegnete Insel: Alinor und die Summersets
  9. die Worte von Eric von Guis sind im kleinen Reiseführer von 2Ä 864, Kapitel Der Aldmeri-Bund abgedruckt, welcher zu einer Zeit erschien, als Sommersend noch nicht wieder in das Kaiserreich eingegliedert und mit selbigem verfeindet war
 
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Provinzen des Kaiserreiches von Tamriel

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