Hochzeit

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ESO Icon Brief.png Der folgende Artikel bezieht sich teilweise auf Quellen, die nicht im offiziellen Kontext veröffentlicht, aber aufgrund ihrer inhaltlichen Relevanz miteinbezogen werden. Für mehr Informationen siehe auch die Hilfeseite zum Einbezug inoffizieller Texte.
Ringe von Mara

Hochzeitsstraditionen sind in Tamriel allerorten bekannt. Zwischen den Kulturen gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede in den Formen der Ehe und den Bedingungen, unter denen ein solcher Bund geschlossen wird. Es finden sich in Tamriel sowohl Liebesheiraten als auch arrangierte Verbindungen.

Kaiserreich & Kult der Göttlichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaiserliche Kultur hat die Hochzeitsgebräuche in vielen Teilen Tamriels geprägt. Seit der Dritten Ära herrscht das septimische Kaiserreich der Menschen über ganz Tamriel und hat die Riten von Cyrodiils Kult der Acht/Neun Göttlichen weit über den Kontinent verbreitet.

  • Hochzeiten werden nach dem Ritus Mara abgehalten, der tamrielischen Liebes- und Muttergöttin. Es handelt sich um nahezu universelle Gestalt, deren Varianten in zahlreichen antiken und modernen Pantheons auftreten - Mikhael Karkuxor listet Mara für Cyrodiil, Nord, Altmer, Bosmer, Bretonen, Elsweyr auf (und ergänzt die rothwardonische Morwha),[1] was den Anschluss des Kultes an andere kulturelle Hochzeitstraditionen erleichtert haben mag.
  • Die eigentliche Zeremonie findet in Kapellen oder Tempeln der Göttlichen statt, besonders denen, die speziell Mara geweiht sind, und wird von einem Priester durchgeführt, der noch eine kurze Ansprache hält:

Mara war es, die der gesamten Schöpfung das Leben schenkte. Sie schwor, über uns, als ihre Kinder, zu wachen. Erst durch die Liebe, die sie uns entgegenbrachte, lernten wir, einander zu lieben. Und durch diese Liebe lernen wir, dass ein einsames Leben überhaupt kein Leben ist. Wir haben uns unter Maras liebevollem Blick heute hier versammelt, um die Vereinigung zweier Seelen zu einer ewig währenden Gemeinschaft zu bezeugen. Mögen sie dieses wie auch das nächste Leben gemeinsam bereisen. In Wohlstand, wie in Armut. In Guten, wie in schlechten Zeiten. Seid Ihr bereit, durch das Band der Liebe vereint zu werden, jetzt und bis in alle Ewigkeit?

Maramal
  • Nach dem gegenseitigen Schwur werden zwei Ringe ausgetauscht.
  • Gleichgeschlechtliche Hochzeiten sind in den Tempeln von Mara kein Problem. Auf Nachfrage antwortet Bischof Artorius: „Mutter Mara liebt all ihre Kinder, ungeachtet ihrer Gestalt. Sie schätzt ihre Seelen, nicht ihre Körper, und wenn zwei Sterbliche Maras Schwüre leisten, so vereinigen sie ihre Seelen.“[2]
  • 4Ä 201 wurde in Einsamkeit, der kaiserlichen Kapitale Himmelsrands, die Hochzeit von Vittoria Vici, Direktorin der Ost-Kaiserlichen Handelsgesellschaft, und des Sturmmantels Asgeir Schneeschuh aus Riften gefeiert, was in dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land einen „Bund der Liebe und des politischen Vorteils zugleich“ darstellte.[3] Die Hochzeit schloss einen öffentlichen Empfang mit ein, was sich die Dunkle Bruderschaft zunutze machte, um durch die politisch brisante Ermordung Vicis auf ihrer eigenen Hochzeit den aktuellen Kaiser Titus Mede II., ihr eigentliches Ziel, in den Norden zu locken.[4]

Das dürfte äußerst reizvoll werden. Ihr werdet Euch unter die Gäste mischen, etwas Kuchen essen, die Braut erstechen … Oh ja. Ihr müsst die Braut ermorden. Auf ihrer Hochzeit. Da soll noch einer sagen, es gäbe keine Romantik mehr.

Astrid, Dunkle Bruderschaft.

Argonier aus Schwarzmarsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Argonische Kultur wird von den Hist geformt, den bewusstseinsfähigen Baumwesen der Schwarzmarsch. Die Hist sind auch für die argonischen Vorstellungen von Partnerschaft und Hochzeit sehr wichtig:

  • Pegareem geht in ihrer trivialromantischen Anekdote Das Feuer der Hist der Frage nach, wie Argonier ihre Partner finden. Sie echauffiert sich über die Vorstellung, dass „Argonier nicht ebenso Freude empfinden könnten wie die Mer“ und behauptet, dass die Stimme eines Hist in ihrem Kopf sie schließlich mit ihrem Liebsten zusammengeführt habe: „Als sich unsere Augen trafen, erkannten wir einander. Der Hist hatte uns füreinander bestimmt, und keiner von uns musste noch länger warten.“ Pegareem glaubt, dass ein Hist sie beide schicksalhaft zusammengeführt habe.[8]
  • Taleen-Jei, der 4Ä 201 im Gasthaus Bienenstich in Riften arbeitet, möchte Keerava seit ihrer ersten Begegnung heiraten. Für einen traditionellen goldenen Hochzeitsring, den er nach argonischem Brauch präsentieren möchte, benötigt er noch drei makellose Amethyste. Die beiden äußeren Edelsteine repräsentieren das Hochzeitspaar, der innere Amethyst steht für den Hist.[9] Die argonische Zeremonie selbst wird in Jel abgehalten und ist von komplizierten und langwierigen Ritualen begleitet. Talen-Jei versucht, dafür die Zustimmung des Priesters Maramal zu gewinnen. [10] Gegen eine gewisse Gebühr erweist sich der Priester als aufgeschlossen. [11]

Khajiit aus Elsweyr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Khajiit kennen ebenfalls Verlobungen, Hochzeiten und Aussteuern. Das moderne Elsweyr wurde durch eine politischen Hochzeit begründet.

Rothwardonen aus Hammerfall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rothwardonen sind seit ihrer Ankunft in Tamriel in die verfeindeten Parteien der Kronen und Ahnherren gespalten, was übergreifende Heiraten sehr erschwert.

  • Verbindungen zwischen Kronen und Ahnherren werden von Eiferern scharf kritisiert. Gemäß den Lehren Yousebhs des Strengen, des Roten Derwischs von Rihad, soll eine „Tochter des Hauses von Akos Kasaz [...] keinen Ungläubigen aus einem anderen Haus heiraten.“ Nworc at-Traeh hetzt um 2Ä 582 dagegen, wie sich die Tochter einer Kronenfamilie aus Bergama mit einem „Tunichtgut aus einem Ahnherrenhaushalt“ vermählen konnte und fürchtet um Kultur, Religion und Blutreinheit der Kronen. Er sieht es als seine heilige Pflicht an, die Heirat zu verhindern und schreckt auch vor Aufruhr gegen die zuständige Magistratin nicht zurück.[16]
  • Ar-Azal, Hammerfalls letzter Großkönig aus der Phyllozischen Dynastie, konnte den Streit zwischen Kronen und Ahnherren eine Zeitlang schlichten, indem er, einer Eingebung durch Satakal (oder politischem Rat der Akaviri-Potentaten) folgend, die Töchter der Anführer beider Seiten gleichzeitig heiratete: „Denn hat nicht der größte Grande der Ahnherren, Ebrahim von Schildwacht, eine schöne und flinke Tochter namens Fereshtah? Und hat nicht der größte Grande der Kronen, Murahd von Rihad, eine wilde und schlaue Tochter namens Arlimahera?“[17]
  • Verbindungen zwischen den Parteien werden allerdings nicht immer ganz und gar unmöglich. Iszara aus einer traditionell königstreuen Familie heiratete gegen Ende der Zweiten Ära mit dem Schauspieler Hakan einen Ahnherren. Ihr Bruder Cyrus erstach ihn bald darauf im Streit und musste aus Hammerfall fliehen.[18]
  • Die yokudanische Muttergöttin Morwha, Lieblingsfrau des Ruptga, nimmt eine der tamrielischen Mara vergleichbare Rolle ein. Sie wird immer mit vier Armen dargestellt, damit sie sich „mehr Ehemänner schnappen“ kann.[19]

Orsimer in den Festungen und Orsinium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orks, die sich sich nicht in die übrigen Gesellschaften Tamriels assimiliert haben, leben in verstreuten Clanfestungen oder Orsinium. Ihre kulturellen Institutionen sind sehr alt und traditionsbewusst.

  • In den orkischen Festungenen, die nach dem Kodex von Malacath leben, darf überhaupt nur der Häuptling heiraten, der durch Herausforderung bestimmt wird.[20] Er kann eine Vielzahl von Frauen haben, von denen jede eine besondere Rolle in Halle und Stamm einnimmt.[21] Die Mutter des Häuptlings ist traditionell als „Große Schmiedemutter“ für die Vermittlung dieser Verbindungen verantwortlich. Die Ehefrauen des Häuptlings werden ihrerseits zu ranghohen Festungsbewohnern. Wird ein Häuptling im Kampf getötet, wandelt sich ihre Rolle zu ehrwürdigen Clanmüttern der Orkkolonie.
  • Nach seinem Sieg über Häuptling Bolazgar ging der künftige König Kurog von Wrothgar im Interregnum zunächst zwei politische Heiraten ein, um Bündnisse mit anderen Orkclans zu festigen: Sein Jagdweib (die einflussreichste Position) wurde Noraga gra-Shatul aus einer für seine Jäger bekannten Festung; sein Schmiedeweib Tugha aus dem für seine Schmiedekunst berühmten Clan Morkul. Die Suche nach einem Herdweib (verantwortlich für Haushaltsverwaltung und Kochkunst) wurde nach jahrelanger Suche schließlich in einem brutalen Kochwettbewerb durch Barazal gra-Murtog entschieden. Zephrine Frey, Chronistin von Wegesruh, berichtet noch von weiteren Ehefrauen, etwa Kurogs Schildweibern Oshgata und Razbela, die ihm als Leibwächterinnen dienten.[22][23]
  • Solgra, um 2Ä 582 die Hohepriesterin Trinimacs in Orsinium, lehnte den Kodex von Malacath ab und lehrte ihr Anhänger, dass eine Liebesheirat zweier Orsimer ebenso echt und gültig sei wie eine Hochzeit nach den traditionellen Regeln.[24]
  • Kuratorin Umutha aus dem Haus vom Haus des Ruhms der Orsimer bestätigt, dass in seltenen Fällen auch weibliche Häuptlinge mehrfach geheiratet hätten - die Hochzeitstraditionen würden im Einzelfall von Clan zu Clan variieren, hätten sich im Laufe der Zeit verändert oder seien von starken Häuptlingen manchmal auch nach eigenen Gutdünken ausgelegt worden.[25]
  • Die Traditionen der Festungen waren um 4Ä 200 noch lebendig; beispielsweise waren Arob das Jagdweib, Gharol die Schmiedefrau und Shel das Herdweib des Häuptlings Burguk in Dushnikh Yal. Borgakh die Stählerne, Tochter von Larak aus Mor Khazgur, die bald verheiratet werden sollte, hegte zunehmend Zweifel an diesem Lebensweg.
  • Voltha gra-Yamworts Erzählung von der Mitgift des Todesalbs spielt unter assimilierten Orsimer im kaiserlichen Morrowind (Dagon Fel) und beschreibt eine Hochzeit, die orsinische und kaiserliche Elemente verbindet. Die verliebte Diebin Kepkajna gra-Minfang, genannt „Todesalb”, versucht gegen alle Widerstände ihrer alten Bande, Kleid und Mitgift für ihre Hochzeit mit dem orkischen Legionär Wodwork zu retten, der „ja quasi ein Kaiserlicher” ist. Kepkajnas erster Ehemann - „derjenige, den die Schamanen Euch gaben” - wurde von Aschenghulen getötet. Die Brautmägde ihrer zweiten Hochzeit sind nun die Frauen kaiserlicher Offiziere, Wodworks Kommandant vertritt Kepkajnas verstorbenen Vater und sie selbst trägt ein „Kleid aus rotem Samt und Feingold-Filigranarbeiten”. Gemäß orkischer Tradition wird die Zeremonie um Mitternacht abgehalten.[26]

Nord aus Himmelsrand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nun, dann habt Ihr Euch die Wahrheit darüber verdient: Ihr habt Euren ersten Stoßzahn genommen und seid von einer Kynefrau geküsst worden ...

Über das Fehlen eines nordischen Schöpfungsmythos[IET 1]

Honmund ist mein Lebenspartner. Ich möchte Euch nicht zu nahe treten, aber ich habe kein Interesse an Geschichten über die „Gnädige Mutter Mara“ und anderem Kapellenzeugs.

Alga

Nordische Hochzeiten unterschieden sich besonders zwischen den polygamen Traditionen der alten Nord, wie sie in Erzählungen überliefert sind, und den monogamen, zunehmend auch kaiserlich geprägten Bräuchen der modernen Bewohner von Himmelsrand.

  • Die alten Nord kannten eine Art funktionaler Polygamie, wobei die Nordmänner und -frauen in vielen Lebensbereichen zugleich verheiratet sein konnten: Kyne ist Shors Kriegsfrau, Dibella seine Bettfrau, Mara seine Tränenfrau.[IET 2] Die Titel sind vielfältig, in den Überlieferungen erwähnt werden beispielsweise Weinfrauen, Kynesfrauen, Kriegsfrauen, Schildfrauen, Windfrauen, Himmelsfrauen, Hexenfrauen, Bettfrauen, Herdfrauen, Totemfrauen, Tränenfrauen, Plünderermänner oder Mitleidsmänner. Einzigartige Beispiele sind etwa eine Herbstfrau oder eine Schnitzfrau - die Rezitation der „Fünfhundert Gefährten“ ergänzt, dass dieser Heiratstyp extra für einen Nordruderer und seine Frau geschaffen wurde.[IET 3] Jede dieser Verbindungen hat ihre eigenen Sitten; Kriegsverheiratete küssen sich nach der Schlacht, während eine Tränenfrau mit feindlichen Stammeshäuptlingen verhandeln darf.[IET 2] Mitleidsmänner sind aus verschiedenen Gründen verbannte Nord, die durch Traditionen der mitleidsvollen Mara wieder heiraten können.[IET 2][IET 3][IET 1][IET 4][IET 5][IET 6]
  • Dibellas bretonische Sybille Augustine Viliane (Wegesruh, 2Ä 582) hält die Polygamie der alten Nord dagegen für einen aus dem Begriff „Kriegsfrauen“, der eigentlich „Schildschwestern“ meinen würde, abgeleiteten Irrtum.[27]
  • Moderne Nord leben allgemein monogam, sind aber nicht immer nach kaiserlichen Ritus verheiratet. Alga und Honmund leben um 3Ä 431 in den Jerallbergen oberhalb von Bruma zusammen und halten nicht viel von einer maranischen Hochzeit.
  • Bis 4Ä 200 hat sich der kaiserliche Ritus in Himmelsrand weitestgehend etabliert (siehe Abschnitt Kaiserreich & Kult der Göttlichen). Typische Hochzeiten werden schnell eingegangen und in einem kleinen Rahmen vor Mara geschlossen, denn „die Liebe in Himmelsrand [ist] so ernst und sachlich wie die Einwohner dieses Landes“, mit nur „nur wenig Raum für langes Liebeswerben.“[28]

Bretonen aus Hochfels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aristokratie des Westens setzt, wie auch die von Hammerfall und Cyrodiil, häufig auf politische Heiraten, um Bündnisse zu schmieden und ihren Einfluss zu stärken. Die Texte konzentrieren sich hier allgemein auf Adelshochzeiten, wobei diese Stand in Hochfels auch besonders zahlreich und vielfältig erscheint. Ein bekanntes Beispiel:

  • Die Hochzeit zwischen Prinz Gothryd von Dolchsturz und Prinzessin Aubk-i von Schildwacht nach dem Betonienkrieg 3Ä 404 wurde von der einen Seite als „Symbol des Friedens anstelle von Zwietracht” gefeiert,[29] von der anderen zu Aubk-is Opfergang für ihre Heimatstadt stilisiert: „Um ihr Heimatland zu retten, stimmte Prinzessin Aubk-i zu, Schildwacht zu verlassen und sogar den Mörder ihres Vaters zu heiraten”.[30] Gothryd in der Schlacht von Cryngaine zuvor König Camaron im Duell getötet. Die politische Hochzeit erwies sich allerdings als glücklich und sicherte den Frieden zwischen Dolchsturz und Schildwacht. Zwanzig Jahre später heiratete ihr Sohn Camaron II von Dolchsturz die Fürstin Kelmena, Tochter des Herzogs Senhyn von Camlorn.[31]
  • Bretonische Adelsverbindungen resultieren manchmal in komplizierter Etikette, weil der Gemahl oder die Gemahlin eines Königs bzw. einer Königin auch nach einer Hochzeit nicht unbedingt vom gleichen Rang sein müssen. In der Titulierung gibt es auch regionale Besonderheiten: Der offizielle Titel einer Königinwitwe - der allgemein keine männliche Entsprechung hat - kann beispielsweise nur in Dolchsturz von zwei Personen zugleich getragen werden. [32]

Altmer aus Sommersend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die stolzen Altmer von Alinor glauben an ihre direkte Abkunft von den ursprünglichen Geistern und stellen bei Hochzeiten die Erhaltung der eigenen Blutlinie und Abstammung vor andere Erwägungen. Verbindungen werden nur in einem äußerst formalisierten Rahmen angebahnt.

  • Der remanische Botschafter Eric von Guis berichtet, dass die seklusiven Hochelfen ihr Blut über Jahrhunderte nicht mit anderen Völkern vermischt hätten und in ihrem „Wahn der Reinrassigkeit“ auch die eigenen Säuglinge töten würden, wenn sie ihrem Ideal der Perfektion nicht entsprächen. Die Passagen sind allerdings nicht unumstritten, könnten von Guis’ Missverständnis geprägt sein und wurden von Tiber Septim am Vorabend seines Krieges mit dem Aldmeri-Dominion zu Propagandazwecken eingesetzt. Im Wortlaut:

Gemischtrassige Vermehrung ist ein unaussprechliches Vergehen und gilt als unleugbarer Beweis für die Minderwertigkeit der fraglichen Person. Der Gedankengang: Wäre jemand reinen Geblüts würde er nicht das geringste Verlangen nach jemandem aus einer anderen Rasse verspüren. Das Exil auf dem Festland ist gleichbedeutend mit einem Todesurteil, da ein Leben außerhalb der Idealgesellschaft der Hochelfen keinen Sinn hat.

Eric von Guis nach dem Kleinen Reiseführer, 1. Auflage[12]
  • Altmer sehen auf die Bosmer herab, weil sich ihre Elfencousins menschliche Frauen genommen und dadurch die Linie der Zeit (Auri-Els Vermächtnis) verunreinigt hätten.[33]
  • Die 3Ä 405 vermittelte Hochzeit des altmerischen Königs von Ersthalt, Reman Karoodil, mit der Dunmer Morgiah, Tochter Barenziahs von Wegesruh, aus der ihre Thronerben Goranthir und Rinnala hervorgingen, ist eine absolute Ausnahme, wurde nur durch Jahrhunderte der zunehmenden Öffnung Sommersends als Teil des Septim-Kaiserreich möglich und zog auch gewaltsamen Widerstand traditionalistischer Altmer nach sich. Bis Reman damit brach scheinen bei altmerischen Monarchen auch Konkubinen üblich gewesen zu sein.[34]
  • Thandelieths kurze Parabel Xarxes und Oghma handelt ebenfalls von der Möglichkeit der Ehe.[35]

Bosmer aus Valenwald[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das bosmerische Lebensweise wird vielfach vom Grüner Pakt bestimmt, ihrem kulturellen Kodex und Vertrag mit Y'ffre. Zahlreiche Rituale des Volkes von Valenwald leiten sich daraus ab und sollen ihren kollektiven Rückfall zur Wilden Jagd verhindern.

  • Darunter fällt auch die große Hochzeitszeremonie der Handreichung. Es handelt sich dabei um eine Verbindung zwischen der gegenwärtigen Inkarnation des Silvenar, der die spirituellen und mystischen Aspekte der Bosmerkultur in sich aufgenommen hat, und der Grünen Dame von Malabal Tor, die dem Pakt vorausgehende, instinktive und naturgewaltige Aspekte verkörpert.[36] Die Handreichung findet nur einmal in jeder Generation statt und stellt „eine Mischung aus einer Hochzeit und einer Krönung”[37] der neuen Anführer dar, die auch die Verbindung zwischen den Bosmern und Valenwald erneuert.[38] Die Handreichung im engeren Sinn ist dabei nur ein (wenn auch bedeutender) Teil einer langen Folge von Zeremonien. Die anschließenden Feierlichkeiten währen ebenfalls monatelang.[39] Das Ritual ist nach einem von den Geschichtenwebern in Talwacht verzauberten Band aus „Hunderten weicher Lederstreifen, die aufwendig ineinander verflochten sind“ benannt, das im Ritual eine zentrale Rolle einnimmt.[40]
  • 2Ä 582 vermählten sich Gwaering als Grüne Dame und Indaenir als Inkarnation des Silvenar in der gleichnamigen Stadt. Das Ritual stellte ein großes Ereignis dar, das sowohl zahlreiche Repräsentanten des Aldmeri-Dominion als auch eine Gruppe feindseliger Hircine-Werwolfkultisten anzog. Ein Agent des Dominions unterstützte den Silvenar und konnte die Hochzeit sicherstellen.[41]
  • Zur Hochzeitsfeier werden berüchtigten Bosmergetränke wie Jagga oder Faulmet gereicht:

Zum waldelfischen Ritual der Handreichung gehört das Trinken eines recht … eigenwilligen alkoholischen Getränks aus Honig, Tierfett und anderen Zutaten, die von anderen Mitgliedern des Aldmeri-Dominion als ungenießbar eingestuft werden.

Silvenar-Ladungsliste

Dunmer von Morrowind[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Kultur ist praktiziert einen uralten Ahnenkult; eine Heirat wird besonders daran gemessen, ob sie Haus, Clan und Familie mitsamt ihrer Ahnenreihe würdig ist.

  • Hausdunmer sind bestrebt, niemals unter ihrem Rang zu heiraten. Besonders stark ist die Kluft zwischen den Kulturen der Großen Häuser und den Aschländern. Es war um 3Ä 427 allgemein undenkbar, dass ein nomadischer Aschländer oder selbst ein sesshafter Velothi eine hochgeborene Hausdunmer heiraten könnte. Als der Zainab-Anführer Kaushad im Gegenzug für seine Unterstützung eine Telvanni als Braut werben wollte, musste der Nerevarine eine Sklavin arrangieren, die dann vorgab, Telvanni zu sein - was der Aschkhan zwar durchschaute, letztendlich aber ebenfalls akzeptierte[42]
  • Ein Dunmer, der in ein anderes Haus einheirat, tritt durch Ritual und Schwüre auch mit den Ahnengeistern seines neuen Hauses in Verbindung, wobei er den Zugang zu den Vorfahren seiner eigenen Blutlinie nicht vollkommen verliert. Die angenommene Verbindung ist aber tendenziell schwächer als zu den eigenen Ahnen.[43]
  • Ada'tyool Vren, ein Grenz-Chap’thiil am westlichen Dunmeth-Pfad, erwähnt mehrere seiner Frauen, die die Schale und Platten einer Bestie zur Rüstung verarbeiten. Sein Tamrielisch ist allerdings nicht sehr gut und es finden sich keine weiteren Referenzen zu dunmerischen Vielehen.[IET 7]
  • Bei der Grenzverschiebungen der Redoran auf Vvardenfell 3Ä 427 fehlt es unter den neuen Siedlern des Indarys-Anwesens (Bal Isra) an möglichen Ehefrauen. Hetman Guls dachte entsprechend darüber nach, mehr Frauen nach Indarys zu bringen.
  • Hochzeiten mit anderen Völkern sind für viele der traditionalistischen, notorisch xenophoben Dunmer ausgeschlossen. Ihrer Vorstellung nach versucht der Daedrafürst Molag Bal aus dem Haus des Chaos stets, das Blut der Dunmer zu verunreinigen und zu verderben.[44]
  • Auf der mythologischen Hochzeit von Vivec und Molag Bal, dem Granatapfelbankett, gewinnt der Kriegerpoet dem Daedrafürsten die geheime Silbe des Königtums ab und setzt seine zerstörerischen Monsterkinder in die Welt.[45]
  • In Veloths Exodus haben sich die „Gewandelten“ von Glauben an aedrische Götter losgesagt und stattdessen drei Daedrafürsten (Azura, Boethiah, Mephala), später an ihrer Stelle das Tribunal, zu ihren neuen hohen Ahnen erkoren. Mara kommt in dunmerischer Religion entsprechend nicht vor. Die Rolle einer barmherzigen Muttergöttin wird stattdessen durch Almalexia ausgefüllt. Sie war die Gemahlin Nerevars und die Geliebte Vivecs. Hochzeiten können an ihren Schreinen durchgeführt werden.

Hochzeiten zwischen verschiedenen Völkern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im kosmopolitischen Kaiserreich sind entsprechende Verbindungen auch formell möglich (siehe Abschnitt Kaiserreich & Kult der Göttlichen), werden aber nicht überall sonderlich geschätzt: „Nord-Könige, die Dunkelelfen heiraten, machen sich dadurch selten beliebt.“[46]

Verschwundene Kulturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dwemer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist nichts das Geringste über dwemerische Hochzeitsbräuche - „oder ob sie überhaupt Ehen schlossen“ - bekannt.[51]

  • Die Mitgift, eine Erzählung aus den vermeintlich uralten Sagen der Dwemer von Marobar Sul (= Gor Felim), ist tatsächlich eine Geschichte aus der Zweiten Ära nach bewährtem Muster (ein Mann versucht, „die Hand einer Maid zu gewinnen, deren Vater - gewöhnlich ein reicher Mann oder ein König - jeden Bewerber auf die Probe stellt“) und ohne jeden Bezug zu den Dwemern. Benithas vier Verehrer von Jole Yolivess ist eine vergleichbare moderne Geschichte, die in Morrowind spielt.[51][52][53]

Ayleïden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Hochzeitspraktiken der Herzland-Hochelfen ist außer einer (zumindest sehr viel später aufgezeichneten) Legende ebenfalls kaum etwas bekannt.

  • Die Tränen von Anurraame erzählt, wie die wunderschöne Prinzessin von Erokii in einer politischen Heirat dem Prinzen einer fernen Stadt anvermählt und mit den Jahren immer unglücklicher wurde, bis sie sich in eine Affäre stürzte und sich nach deren Aufdeckung schließlich in ihrer eigenen Stadt belagert fand. Von Hass zerfressen ging Anurraame einen Pakt mit Mephala ein und zerstörte Erokii mitsamt den Angreifern.[54]

Mehr Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Herztag zu Ehren der unglücklichen Liebenden Polydor und Eloisa wird in vielen Regionen Tamriels am 16. Morgenröte gefeiert. Der Tag ist auch für Hochzeiten sehr beliebt.[55][56]
  • Diverse Hochzeitsgeschenke umfassen, je nach Kulturen, unter anderem etwa einen komplizierten Feigenschneider, einen Gewürzstreuer in Gestalt von König Eamond und Königin Arzhela oder Erinnerungsschüsseln für sämtliche orkischen Clanweiber. [57]

Anmerkungen

  1. Verschiedene Arten des Glaubens
  2. Aus dem Archiv der Gelehrten, Die Rituale der Göttlichen
  3. Dialog von Vittoria Vici
  4. Quest Bis dass der Tod euch scheidet
  5. Die Adabal-a
  6. Kurze Geschichte des Kaiserreichs, Band II
  7. Die Wolfskönigin, Band II
  8. Das Feuer des Hist
  9. Unter Dach und Fach
  10. Argonian Ceremony
  11. Mara Smiles Upon You!
  12. 12,0 12,1 Kleiner Reiseführer durch das Kaiserreich, 1. Auflage, Kapitel Elsweyr
  13. Kleiner Reiseführer durch das Kaiserreich, 3. Auflage, Kapitel Zucker und Blut: Die Katzen des Südens
  14. Rajhin und die Steinmaid, Teil 1
  15. Rajhin und die Steinmaid, Teil 2
  16. Ein Verrat an unserem Erbe
  17. Der Ehrenwerte Ar-Azal und seine Taten
  18. The Origin of Cyrus!
  19. Formen des Glaubens: Die rothwardonischen Kronen
  20. Der Kodex des Malacath
  21. Formen des Glaubens: Die Orks
  22. Die Chroniken von König Kurog, Buch V
  23. Wir stellen vor: Schmiedemutter Alga
  24. Dialog mit Ashgel
  25. Lawrence Schicks Posts, The Imperial Library
  26. Skyrim:Die Mitgift des Todesalbs
  27. Aus dem Archiv der Gelehrten, Wie man in Tamriel den Hof macht
  28. Dialog mit Maramal
  29. Der Betonienkrieg (Vulper Neutor)
  30. Daggerfall:Der Betonienkrieg (Fav'te)
  31. Kleiner Reiseführer durch das Kaiserreich, 3. Auflage, Kapitel Die Söhne und Töchter der Direnni im Westen: Hochfels
  32. Etikette mit Herrschern
  33. Der Monomythos, Altmerisch: Das Herz der Welt
  34. Der Aufstand von Erstburg
  35. Xarxes und Oghma
  36. Diplomatie während der Handreichung
  37. Dialog mit Benieth
  38. Dialog mit Elilor
  39. Das Domizil der Grünen Dame
  40. Gegenstandsbeschreibung Handreichung
  41. Questline des Aldmeri-Dominions in The Elder Scrolls Online
  42. Quest Zainab-Nerevarine in TES III: Morrowind
  43. Ahnen und die Dunmer
  44. Das Haus des Chaos
  45. Die 36 Lehren: Lektion Vierzehn
  46. Wahnsinn des Pelagius
  47. Anmerkungen zur Phylogenese und Biologie
  48. Tagebuch des Fürsten Lovidicus
  49. Dialog mit Feyne Vildan
  50. Vitharns Aufstieg und Fall
  51. 51,0 51,1 Uralte Sagen der Dwemer, Band X
  52. Benithas vier Verehrer
  53. Marobar Sul und die Trivialisierung der Dwemer in der Populärkultur
  54. Die Tränen von Anurraame
  55. Herztag-Event
  56. Heart's Day Mass Wedding
  57. Diebesgut in The Elder Scrolls Online
Anmerkung: Die folgenden Referenzen finden sich nicht in den Spielen oder im offiziellem Begleitmaterial. Vergleiche auch die Hilfeseite.
  • Namensnennung 2.5
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